EU-Innenministerrat

Mikl-Leitner: Frühwarnsystem gegen "Wellen illegaler Migranten"

13. Dezember 2011, 16:11

Innenministerin will rechtzeitig gegensteuern

Brüssel - Die EU-Innenminister werden im Asylbereich Dienstag nachmittag einen Krisenmechanismus bei illegalen Flüchtlingsströmen beraten. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erklärte, es sei ein Frühwarnsystem notwendig, um gegen "Wellen" von illegalen Migranten Maßnahmen setzen zu können. Derzeit liege die "Wurzel des Übels" an der griechisch-türkischen Grenze. Ein rechtzeitiges Gegensteuern sei notwendig, um "ein zweites Griechenland" hier zu verhindern.

Mikl-Leitner verwies darauf, dass gerade im Asylbereich ein "permanenter Anstieg illegaler Migration" verzeichnet werde. "Wir haben einen Anstieg um 27 Prozent, auch andere Staaten wie Belgien, Deutschland oder Frankreich verzeichnen Anstiege". Österreich habe bereits beim letzten Treffen mit Ungarn eine Initiative gestartet, der sich einige andere Staaten angescholossen hätten. "Mit dem Rückenwind für ein EU-Maßnahmenpaket" könnten Schritte in Richtung Stopp der Schlepperei und einer besseren Abdichtung der griechisch-türkischen Grenze erreicht werden. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit Italien, wo inzwischen 48 Prozent der illegalen Migrationsströme nach Europa kämen. "Wir haben zwei zentrale Routen, die Ostroute und die Südroute über Italien".

Schutzklausel im Visa-Bereich

Mikl-Leitner kündigte hier auch einen Gipfel der am meisten von illegaler Migration betroffenen EU-Staaten Anfang März an. Vor dem regulären Innenministerrat am 8. März werden auf Initiative von Österreich, Niederlande und Deutschland diese Länder zusammentreffen, um best practice-Modelle auszutauschen.

Im Visa-Bereich werde die Aufnahme einer Schutzklausel zur Aussetzung einer bereits gewährten Visa-Liberalisierung beschlossen. Ziel sei, im Anlassfall die Visapflicht für bestimmte Staaten wieder einführen zu können. Die Kriterien dafür seien flexibel gehandhabt. "Im Notfall muss der Schutzhebel umgelegt werden können", so Mikl-Leitner.

Bei Schengen tritt die Ministerin entschieden dafür ein, dass die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in der alleinigen Kompetenz der jeweiligen EU-Staaten bleibe. "Da gibt es zwei unterschiedliche Meinungen, die der Kommission und die des Rates. Die Kommission will, dass das Europaparlament mitentscheiden soll, die meisten EU-Länder vertreten die Meinung, dass die alleinige Entscheidung beim Rat liegen muss. Da wird es noch heftige Diskussionen geben". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 74
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Gundel
10
16.12.2011, 22:57
FROHE WEIHNACHTEN!

BIN ICH DIE EINZIGE?? ICH ERTRAGE DIESE KRIEGSRHETORIK GEGEN MENSCHEN (!!) NICHT MEHR!!! ICH KOENNTE DEN LAPTOP GEGEN DIE WAND WERFEN!

Balu.der.Bär
00
17.12.2011, 10:58

man sollte mal unsere liebe frau ministerin für illegal erklären und auf die andere seite der griechisch/türkischen grenze setzen...

Robert Alexander
11
15.12.2011, 18:38
Meiner Meinung nach ist derzeit nur Platz für Migranten,

die das (Sozial)system nicht belasten sondern etwas zum BIP beitragen und im Übrigen bereit sind, unsere Werteordnung vorbehaltlos zu akzeptieren und mitzutragen. Diejenigen, die diesen Anforderungen entsprechen sollen herzlich willkommen sein, alle anderen sollen Heimattreue zeigen und sich an die Sozialsysteme ihres Landes wenden.

Harry Meier
 
21
16.12.2011, 01:54
Grundsätzlich hamm's schon recht aber ich verstehe

.. nicht so recht was sie mit Werteordnung meinen. Es reicht, wenn sich die Leute an die bestehenden Gesetze halten. Und die österreichischen Zuwanderungsbestimmung sind bereits so ausgelegt, das nur zuwandern darf, wer auch zum BIP was beiträgt. Es ist ein altes Märchen, das da jeder kommen kann und gleich Sozialhilfe kassieren darf.

moejoe187
01
15.12.2011, 18:31

Ich fordere ein Frühwarnsystem für überforderte und zu dumme Politiker.

sirnicha
13
14.12.2011, 18:05
warum tritt diese unperson nicht gleich zur fpö über?

wahrscheinlich ist und war die fpö zu links für unsere innenministerinnen...

The Chaos Path
10
14.12.2011, 10:52
um gegen "Wellen" von illegalen Migranten Maßnahmen setzen zu können. Derzeit liege die "Wurzel des Übels" an der griechisch-türkischen Grenze.

aha, und welche massnahmen will man genau setzen? die boote mit den flüchtlingn in die luft sprengen? eine 2 meter hohe mauer um österreich bauen? populistischer gehts echt nicht mehr.

und:um "ein zweites Griechenland" hier zu verhindern

wtf? die eu hat zugesehen und kann/will sich auf keine gemeinsame bestimmungen einigen. was will mikl-leitner denn tun? weiter im kleinen österreich herumsudern und in den eu-abstimmungen/gremien schweigen bzw dagegen sein?

mehr TATEN, weniger WORTE bitteschön! wäre längst an der zeit, mit sinnvollen ansätzen daherzukommen und überzeugungsarbeit zu leisten. aber ja... das ist mit arbeit verbunden.

green revolution
00
14.12.2011, 08:39
Die Wurzel des Übels liegen an der griechisch-türkischen Grenze...

Da hat sie Recht! Nehmen Sie sich 2 Minuten Zeit für diesen Clip:

http://www.youtube.com/watch?v=EiREvScNNyg

Das haben wir doch alles schon einmal in schwarz-weiß gesehen!

Desaster
32
14.12.2011, 08:30
Frühwarnsystem?

Ein Terminkalender für die Dublin-Abschiebungen wäre mal ein Anfang, damit Österreich nicht immer wieder für Asylwerber zuständig wird, nur weil Mikl-Leitners Beamte die Überstellungsfristen nicht einhalten.

Ernst Kratochwil
00
14.12.2011, 13:12
Eine vernünftige Forderung wäre mehr Personal und mehr

gesetzliche Handhabe für die Beamten, die damit beschäftigt sind das Dublin-Abkommen umzusetzen.

Wobei sich die Investitionen ohnehin wieder amortisieren würden.

Fritz Meyer
17
14.12.2011, 03:43
Milliarden von Ausländern um Österreich!

Und dagegen das kleine, kleine Weltbild der ÖVP.

H. Kienhammer
00
14.12.2011, 12:28

Das kommt mir so vor, als würde jemand sagen:
Milliarden von Sternen rund um uns und wir sorgen uns um unseren kleinen Planeten.

Peter Hammer 06
00
14.12.2011, 08:19
Die Sorgen der Frau Johanna eben...

hamaca reservada
00
14.12.2011, 02:54
ok. da keimt hoffnung auf, dass es vielleicht endlich doch gelingt, die migrationsbestimmungen an eu-standards anzugleichen

es wäre - wie im finanzbereich - höchste zeit, dass sich da etwas bewegt. auch im sinne der freizügigkeit der eu-bürgerinnen.

der hintergrund für die hysterie ist traurig, wie lächerlich:
es gibt einen harschen unhcr bericht zu deutschland, es gibt ein veto der eu-kommission, gelder für den zaun zwischen griechenland und türkei zu geben. und es gibt einen beschluss des eu-parlaments, dass subsidiär schutzberechtigten die gleichen rechte in der eu zukommen müssen, wie sie auch konventionsflüchtlingen zukommen. außerdem eine initiative gegen die weitere aufrüstung der eu-grenzbehörden.
österreich steht lt. iom-bericht an dritter stelle nach uk und de mit "freiwilligen" heimkehrern von ca. 3.900 personen heuer.

Jowanni
03
14.12.2011, 00:48
wow was für eine mutige politische tat

da kann sie wieder glänzen die frau bmi mikl-ich-hau-die-schwachen-leitner.

da kann sie stark sein. welch ein beweis ihrer entscheidungskraft und politischen weitsicht. gratuliere. da kann ich ja glatt darüber hinweg sehen, dass sie unsere fluggastdaten ausliefert.

naja, ein klassiker: nach oben buckeln und nach unten treten. zum genieren!

H. Kienhammer
00
14.12.2011, 12:33
Ja, die Fluggastdaten ....

... EU-Recht geht vor nationales Recht.
Aber Sie sind sicher einer, der davon schwärmt, dass unser Land nicht mehr souverän ist, sondern unter EU-Recht steht.

Harry Meier
 
00
16.12.2011, 02:01
Mir als Vorarlberger ist es sowas von wurscht ob ich

.. nun unter Wiener oder Brüsseler Diktat stehe. Und das mit den Fluggastdaten ist sowas von unwichtig. Früher musstens halt im Flieger einen Zettel ausfüllen mit ihren gesamten Daten und die wurden dann von fleißigen Leuten eingegeben und sind dann auch auf irgendeinen Datenfriedhof gelandet. Es interessiert mich überhaupt nicht, wenn die US Behörden wissen, wann ich geboren wurde und wie ich heisse.

H. Kienhammer
00
16.12.2011, 12:26

Wie Ihnen offenbar entgangen ist, war mein Posting eine Antwort auf meinen Vorposter.
Mich persönlich regt die Übermittlung der Fluggastdaten nicht sonderlich auf.

Es ist aber typisch, dass gerade die Leute, die den Verlust der Souveränität unseres Landes durch den EU-Zentralismus und jedes gegen Österreich gerichtete Urteil des EuGH bejubeln, sich furchtbar aufregen, wenn's einmal gegen ihre Interessen geht und heimische Politiker den EU-Richtlinien folgen müssen.

Jowanni
00
16.12.2011, 20:29

die EU Richtlinien sind nicht Gottgegeben, sondern die heimischen Politiker (ironischerweise auch jene, die bei einer Nationalratswahl gewählt werden) gestalten diese mit.
Und ob jetzt bilateral Ö mit den USA so ein Abkommen ausgehandelt hätten oder die EU, das Ergebnis würde sich kaum unterscheiden, oder sind sie der Meinung, dass Ö alleine auch nur die winzigste Forderung durchgebracht hätten? (siehe dieses bilaterale Abkommen zur visafreiheit, polizeidatenbanken etc.)

Jowanni
00
15.12.2011, 10:56
ich habe das gefühl sie haben mich mißverstanden, bzw. was interpretiert das nicht das stand.

der fall ist, dass zB Frau BMI mikl-leitner im Rat der Innenminister gegen dieses PNR abkommen stimmen hätte können. hat sie aber nicht getan (sie hat sich extra feige enthalten). und diesen umstand kritisiere ich. auf die schwachen haut sie kräftig hin, aber sobald jemand mit macht oder geld etwas will, dann kuscht sie und handelt gegen die interessen der bürger/wirtschaft (was man nicht so genau weiß, weil in Ö keine diskussion stattfindet, aber ich habe nirgends wahrgenommen, dass jemand dafür ist). Das EU Recht ist nicht irgendwas abstraktes, die Ö PolitikerInnen gestalten es mit. Sie haben es allerdings gerne sich bei schwierigen themen auf die EU auszureden und die verbindung von Ö zur EU zu negieren.
Freuen sie sich auf ACTA!

H. Kienhammer
00
16.12.2011, 12:56

Nicht nur Ö, auch D und F haben sich der Stimme enthalten.
Ausgehandelt wurde das Abkommen zw. EU und USA von der Zentralregierung alias Kommission und abgesegnet wird's im so hochgelobten "demokratischen" EU-Parlament werden.
So what?

Jowanni
00
16.12.2011, 20:23

die stehen auch um nichts höher da in meiner gunst. nur, dass ich in D und F kein Stimmrecht habe. So muss ich mich an meine Vertreterin halten, und die hat sich schändlich verhalten.
Das Problem ist auch, dass Ö hier von eine Vertreterin der Regierung vertreten wird. Wir wählen aber keine Regierung, sondern den Nationalrat. Folglich hätte eben dieser vor dieser Abstimmung damit befasst werden müssen. wurde er aber nicht.
Wenn sie ihre Stimme fürs EU Parlament an eine Partei gegeben haben die nicht ihre Interessen vertritt, dann sind sie selbst Schuld.
In Österreich ist noch schlimmer, da hat die Regierung (nicht direkt gewählt) im Nationalrat die Mehrheit. Da kann man bei Katastrophenverträgen nicht einmal mehr auf das Parlament hoffen.

F.B.
 
03
14.12.2011, 00:14
was wir viel dringender brauchen

ist ein schutzmechanismus vor politikerwellen der güteklasse vollpfosten

Claidheamh Mòr
00
14.12.2011, 00:01
Wann werden eigentlich

verpflichtende Untersuchungen auf Paranoia fuer MinisteratmsanwaerterInnen eingefuehrt ?

Peter Hammer 06
01
14.12.2011, 09:28
Es gibt doch körperliche Anzeichen....

...die Mundwinkeln und das Verkniffene sagen schon viel aus, siehe Maria"Mitzi" und Johanna Mikl-Leitner.
Aber man sollte auch Karl Schlögl, den besten Mann Haiders in der Regierung nicht übersehen.

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