2011 war ja richtig was los

Ansichtssache29. Dezember 2011, 07:00
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Was für ein Jahr! Frauentag-Jubiläum, SlutWalks, Nobelpreise für Frauen und auch ein paar schlechte Nachrichten - Der dieStandard.at Jahresrückblick

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foto: diestandard.at/tombor

Einkommenstransparenz

Am 1. März 2011 trat das novellierte Gleichbehandlungsgesetz in Kraft. Die prominenteste Neuerung war die Verpflichtung für Betriebe, Einkommensberichte vorzulegen. In diesen muss angegeben werden, wie viele Frauen und Männer in einer kollektivvertraglichen Verwendungsgruppe eingestuft sind, sowie das arbeitszeitbereinigte Durchschnittseinkommen in der jeweiligen Gruppe. Ab 2011 müssen Firmen mit mehr als 1.000 ArbeitnehmerInnen einen Bericht erstellen, nächstes Jahr jene mit mehr als 500 Beschäftigten, ab 2013 Betriebe mit 250 ArbeitnehmerInnen. Kritisiert wurde an dieser Regelung vor allem, dass Betrieben keine Sanktionen drohen, wenn sie den Bericht nicht vorlegen, von "Verpflichtung" kann also nur eingeschränkt die Rede sein, einmal mehr handelt es sich bei einem Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit um eine "Selbstverpflichtung". Strafen können allerdings für ArbeitnehmerInnen drohen, die über die offengelegten Zahlen des Unternehmens zu offenherzig plaudern.

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Gehaltstransparenz: Unternehmensberichte von 90 Prozent-erwartet

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Das Bka über das Gleichbehandlungsgesetz

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