NATO rechnet mit etwa 15.000 Soldaten nach Abzug

13. Dezember 2011, 17:51

Derzeit 130.000 Soldaten stationiert - US-Verteidigungsminister Panetta soll in Afghanistan Karzai treffen

Mons - Nach dem Abzug der Kampftruppen aus Afghanistan bis Ende 2014 rechnet die NATO noch mit etwa 15.000 im Land bleibenden Soldaten unter NATO-Befehl. Dies sagte der Stabschef im militärischen Hauptquartier der NATO, der deutsche General Manfred Lange, am Dienstag in Mons (Belgien). Er sei „außerordentlich zuversichtlich", dass die Kampftruppen wie geplant bis Ende 2014 abgezogen werden können. Derzeit sind in Afghanistan 130.000 Soldaten in der NATO-geführten Schutztruppe ISAF eingesetzt.

"Es wird, das wollen wir erreichen, keine Kampfhandlungen mehr gegen die Taliban geben", sagte der General vor Journalisten. Auch nach dem Truppenabzug seien aber Soldaten nötig: Diese sollten für Ausbildung und technische Unterstützung, möglicherweise auch für medizinische Hilfe, eingesetzt werden. Auch brauche man Soldaten, um „das, was wir dort belassen", zu schützen.

Lange sagte, derzeit würden bei der NATO „erste Überlegungen" hinsichtlich der künftigen Truppenpräsenz in Afghanistan angestellt. „Ich würde sagen, 15.000 wäre so eine Zahl plus/minus, die ich mir vorstellen könnte." Dies hänge jedoch auch davon ab, ob die Armee und Polizei Afghanistans weiterhin vom Westen unterstützt würden.

Am Abend ist zudem US-Verteidigungsminister Leon Panetta zu einem Überraschungsbesuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Panetta sei am Dienstag in Kabul gelandet, sagte ISAF-Sprecher Brian Badura. Aus der amerikanischen Botschaft in Kabul hieß es, der Politiker werde drei Tage bleiben.

Geplant sei ein Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, hieß es aus dessen Büro. Außerdem werde Panetta mit hochrangigen Militärs der NATO-geführten internationalen Schutztruppe ISAF zusammenkommen und ihre Stützpunkte besuchen, teilte das US-Militär mit. Es ist Panettas zweiter Besuch in Afghanistan seit seinem Amtsantritt im Juli. (APA)

Metal Heini_
10
13.12.2011, 17:40
Nach dem 2. WW sind in Europa

auch Soldaten gelassen worden, damit "wir" nicht mehr über uns, bei jeder Gelegenheit herfallen. Das war eine gute Idee, die wir auch zuerst abgelehnt haben.

Bertel Mann
02
13.12.2011, 17:16
Truppenabzug a la NATO...

Peacefaktor
04
13.12.2011, 16:50
Der Neusprech, immer wieder trollig:

Truppenabzug ist also, wenn man 15 000 Soldaten im Land belässt.
Aber wenn Krieg heute eigentlich Zivilistenschutz bedeutet, wie Bombenwerfen, und gerichtslose Tötungen die neue, gerechte, Gerechtigkeit schaffende Rechtssprechung ist, wundert das nicht.
Fraglich ist, ob zu dieser Anzahl auch noch Privatsoldaten von privaten Militärfirmen kommen, oder jene schon eingerechnet sind.
Interessant auch, was man in Afghanistan zurücklässt?
Die Öl und Gaspipeline, die diese Verbliebenen dann bewachen werden müssen?

insertnamehere
 
00
13.12.2011, 17:40
"Die Öl und Gaspipeline, die diese Verbliebenen dann bewachen werden müssen?"

Müsste diese Pipeline dafür nicht erstmal existieren?

Es wäre mir jetzt neu, dass die in den letzten 10 Jahren irgendwann mal tatsächlich gebaut worden wäre ...?

02515151541
01
13.12.2011, 16:21
Auch brauche man Soldaten, um „das, was wir dort belassen", zu schützen.

ich glaub da gibts nicht viel "schützenswertes"..

Perynt
00
13.12.2011, 19:18
Doch

Eines von ca. 4 oder 5 der größten militärischen Flugplätze der Welt.

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