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Bessere Lehrer machen noch kein besseres Bildungssystem

13. Dezember 2011, 15:01

Erstrn "Internationaler Gipfel zum Lehrerberuf" - "Das System wird immer gewinnen" - Einbindung von Lehrern in Reformen "essenziell"

Wien   Das Bildungssystem eines Landes kann nicht besser sein als seine Lehrer. Bessere Lehrer alleine können aber noch kein besseres Bildungssystem machen, denn: "Wenn hochqualifizierte Lehreranwärter in eine unveränderte Schulumgebung kommen, wird das System immer gewinnen." Das ist das Resümee von Politikern, Gewerkschaften und anderen Lehrervertretern, die sich im März beim ersten "Internationalen Gipfel zum Lehrerberuf" über die Anforderungen an Lehrer im 21. Jahrhundert ausgetauscht haben. Ein Bericht von der Veranstaltung wurde am Dienstag von der OECD veröffentlicht.

"Kann nicht über Nacht gelingen"

Reformen der Lehrerauswahl und -ausbildung sind in jenen Ländern nötig, in denen Lehrer nur geringes Ansehen genießen und Schulbildung zu wenig Priorität hat, heißt es in der vom PISA-Studienkoordinator Andreas Schleicher verantworteten Publikation. Aber: "Eine dramatische Verbesserung von Qualität und Prestige der Lehrerschaft eines Landes ist alles andere als einfach und kann nicht über Nacht gelingen", so die Experten beim von US-Bildungsministerium, OECD und dem weltweiten Lehrerverband "Education International" ausgerichteten Gipfel.

Gute Lehrer wollen viel Verantwortung

Erfolgreiche Länder hätten gezeigt, dass sich die besten Akademiker für den Lehrerberuf entscheiden, wenn ihnen ein hohes Maß an Verantwortung zugestanden wird und sie gut bezahlt werden. Bei einer Reform müsse die Anwerbung von Lehrern ebenso berücksichtigt werden wie Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten, Veränderungen im Bildungswesen und das Verhältnis zwischen Lehrern und Gewerkschaften.

Dabei reicht es nicht, sich auf angehende Lehrer zu konzentrieren. Die Lehrerschaft müsse auch "von innen" verändert werden, denn: "Hochqualifizierte Akademiker werden kaum vom Unterrichten angetan sein, wenn die vorhandene Lehrerschaft geringe Fähigkeiten hat und nicht auf deren Professionalität vertraut wird."

Lehrer spielen bei Bildungsreformen eine zentrale Rolle - und zwar nicht nur beim Umsetzen von vorgegebenen Plänen. Es sei "essenziell", dass Lehrer in einem konstruktiven politischen Prozess die Hauptziele der Reform mit Politik und Verwaltung teilen, heißt es in der OECD-Publikation. "Auf der ganzen Welt hat sich gezeigt, dass gemeinschaftliche Modelle von Bildungsreformen höchst effektiv sein können." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 58
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mountaineer
00
15.12.2011, 20:11
O doch!

sound and vision
00
19.12.2011, 23:54
"bessere", was ist das?

ich denke eher an motiviertere lehrer. denn die würden vollkommen automatisch das system verändern.

doch wie kann die begeisterung in die klassenzimmer (zurück)gebracht werden?

wirklich unglaublich
20
15.12.2011, 12:27
aber solange lehrerInnen sich krampfhaft an lehrformen der steinzeit anhalten,

wird das wohl nix mit einer tatsächlich greifenden reform. dazu muss aber fairerweise auch gesagt werden, dass dem engagement deutliche grenzen durch das system gesetzt werden (wie auch im artikel angeführt), die den frust und somit die zuwendung zu althergebrachtem begünstigen.

lehrerInnen unterliegen dann ganz automatisch einer betriebsblindheit, die nicht selten in einer überheblichkeit und präpotenz gipfelt.

reflektion wird praktisch nicht mehr betrieben und die unfehlbarkeit zum programm, an der sich dann schülerInnen und eltern die zähne ausbeißen dürfen. nur wenige lehrerInnen bewahren sich progressivität und setzen sie auch dementsprechend um.

das system SIND die lehrerInnen und nur sie können es/sich verändern.

D/E
04
15.12.2011, 16:21
Mir fallen nur 2 Antworten ein:

1. Keine Ahnung, wie man in der Steinzeit unterrichtet hat. Vermutlich gab es noch gar nicht soviele Schulen.

2. Selber besser machen! Matschkerer haben wir eh genug -- auch in den Lehrerzimmern.

sound and vision
00
20.12.2011, 14:34
2. teil

den brauchen wir in den klassenzimmern.

ich denke, die lehrer sind wissen(weiter)sträger, aber nciht wissensinhaber. das sind jene, die den beruf ausüben.

und diese suderanten in der wirtschaft sollen wir eindlich einbinden in die bildung.

vermutlich wird das nicth über das ministerium laufen, also nicht "von oben". deshalb sollten da ein paar motivierte lehrer und ein paar motivierte gewerbetreibende etwa sich zusammenschließen, um die schüler wieder davon zu überzeugen, dass "motivation" nicht von belohnung (note, gehalt, ist nicht unverzichtbar), sondern von ERFOLG kommt.

letztendlich ist doch jeder in einer gesellschaft lehrer im sinne des wissensweitertragens. und lehrer damit der grundlegendste aller berufe.

HANDELN WIR DOCH!!!!

sound and vision
00
21.12.2011, 01:11
E N D L I C H ! ! ! !

sound and vision
00
20.12.2011, 14:30
hmmmm......

ja, die matschkerer gibt's.

wenn ich zurückdenke, waren in meiner schulzeit die theater-besuche, die exkursionen, die gastvorträge jene stunden, in denen ich als schüler motiviert war.

und ich denke, dass das derzeitige problem an den schulen unmotivierte schüler sind, die nur auf noten, nicht jedoch auf erfolg, also auf lernerfolg aus sind.

das sollten wir - und damit meine ich die gesellschaft - (zurück)erobern.

wenn die wirtschaft motivierte schulabsolventen und nicht brave lohnsklaven (in der schule: notensklaven) will, sollen wir sie doch einbinden, sie einladen in den unterricht, sie besuchen. vor allem die kleinen gewerbetreibenden, der bäcker, der um 2 uhr aufsteht und bäckt (weil er motivert ist und nciht nur belohnt wird),....

wirklich unglaublich
10
16.12.2011, 12:06
aber ihre erste bemerkung ist

weder ironisch noch subtil, sondern einfach....ja, das lass' ich jetzt, weil dümmlich will ich nun doch nicht schreiben.

sagen s', herr d/e, ist es tatsächlich ihre ansicht, dass sie sich für ihre zunft jegliche kritik verbieten?

sieht ganz danach aus und bestätigt die zwingende metamorphose in richtung unfehlbarkeit. ein bisserl reflektieren wäre nicht schlecht, weil es doch schon gewaltig gegen den Himmel stinkt, was sich derzeit in so manchen schulen abspielt und sich nicht nur manche Lehrkräfte anmaßen.

um ihrer aufforderung jedoch ein bisserl nachzukommen: zumindest im respektvollen umgang mit schülerInnen könnte ich nicht nur manchem individuum aus dem lehrkörper auf der linken ehschonwissen-backe etwas vortanzen

D/E
00
20.12.2011, 15:05
Seien Sie mir ruhig böse,

aber auf derartig unreflektierte, miesmacherische, pauschale Anwürfe kann man nur nicht oder mit einer Blödheit antworten.

Sie haben offenbar zwar wenig Ahnung, aber schon eine Meinung. Das outet Sie als Krone/heute-Leser.

Das ist auch schon alles.

Falls ich mich geirrt haben sollte und hier keinem amputierten Avatar geantwortet habe, sondern einem Menschen, hätte ich einen Tipp für Sie: Versuchen Sie Kritik so anzubringen, dass sie dort trifft, wo es angemessen ist. Pauschalurteile haben dieses Land schon einmal ins Unglück gestürzt.

D/E
00
20.12.2011, 16:50
Kritik brauche (und will)

ich mir nicht verbitten.

Über meinen Unterricht wissen Sie eh nix.

her mit den Strichen!
00
14.12.2011, 17:21
Frage an unsere Politiker, an die Lehrer-Gewerkschaft und an die Lehrervertreter:

Vor einer Woche erhielt mein Kind den Stoff für die kommende Deutsch-Schularbeit.

Heute stellte die Lehrkraft fest, dass sich alle Schüler mit einem Grammatik-Bereich schwer tun.

Die Lehrkraft reduziert den Stoff um diesen Grammatik-Bereich.

IST DAS SO GEWOLLT ???

Keiner kann was - also prüfen wir es halt nicht.

Meine Frau meint wir sollten uns doch nach einer Privatschule umsehen... und das obwohl das jetzige Gymnasium in einem der besten Wiener Bezirke liegt.

Murmelchen1
00
23.12.2011, 14:25
Warum regt Sie das so auf,

es ist mir auch schon öfter passiert, dass ich beim Üben in den letzten Stunden vor der Schularbeit bzw. beim Beantworten von letzten Fragen vor der Schularbeit bemerkt habe, dass ein Kapitel nicht "sitzt" - entweder, weil ich es vielleicht nicht so gut gebracht habe, wie die Schüler es gebraucht hätten oder weil es mehr Übung benötigt hätte bzw. aus welchem Grund auch immer. Macht es dann Sinn sich auf stur zu stellen und es beinhart abzuprüfen? So nach dem Motto mein Unterricht ist fehlerlos und wers nicht kann ist selber schuld? Ich reduziere dann halt auch den Stoff, gehe das Kapitel noch einmal durch und bringe es dann bei der nächsten Schularbeit - so what ???

Beobachter80
00
20.12.2011, 13:05
tun Sie das...

der einzige Weg aus dem Chaos (an dem die Lehrerinnen und Lehrer aber auch nichts ändern können); selbst Lehrer und Innen geben Ihre Kinder in Privatschulen; und wenn die Bildungsreformen kommen...werden das noch viel mehr Leute machen....!!!!

nina yankow
00
15.12.2011, 20:42

eine bekannte hat ihr kind im theresianum und ist alles andere als zufrieden. das mädchen kann erschreckend wenig (vor allem in mathe), kommt trotzdem überall durch und sieht daher auch nicht den geringsten grund, bei der nachhilfe auch nur irgendwie motiviert mitzumachen.

Murmelchen1
00
24.12.2011, 07:29
Das Mädchen ist also offensichtlich weder im Unterricht noch in der Nachhilfe motiviert.

Motiviert wäre sie nur, wenn sie mit Notendruck dazu gezwungen würde ????? Sind Sie sicher, dass da in der Schule was schiefläuft ?? Das klingt mehr nach "verwöhnte Göre hat's nicht Not sich anzustrengen, weil was gibt ja eh einen Nachhilfelehrer und wenn's der nicht mehr richten kann, dann kann man ja immer noch den Lehrern die Schuld geben."

mikon K.
11
14.12.2011, 18:20

seit wann gibt es grammatik-übungen in einer d-schularbeit???????

Chat long
01
14.12.2011, 19:29

Na eigentlich seit immer schon. Bei manchen Schularbeiten werden mehr kreative, bei manchen eher kognitive Fähigkeiten verlangt. Schließlich sollen SchülerInnen ja auch die Chance haben, ihre jeweilige Begabung zu zeigen bzw. nicht immer unter einer Teilschwäche leiden müssen.

nina yankow
00
15.12.2011, 20:47

das hält jeder lehrer anders, weil wichtige grammatikalische kompetenzen ja auch textimmanent überprüft werden können. das wissen darum, welches satzglied wie genannt wird, ist für jene, deren grammatik in texten schlecht ist, sowieso ziemlich überflüssig, und die anderen merken es sich auch nicht wesentlich besser, nur weil es bei einer schularbeit geprüft wird.
ich hatte auch nie eine grammatikschularbeit (allerdings latein und drei weitere sprachen, musste die grammatikinhalte also sowieso können)

noldman
00
14.12.2011, 20:27
Falls das neu ist ...

Ich hatte nie in meiner Schullaufbahn Grammatikübungen in einer Schularbeit. Dafür unter dem Jahr laufend welche.

Doktor Jörg Haider
01
14.12.2011, 17:46
Wo liegt da das Problem?

Dieser Teilbereich wird halt demnächst noch geübt und dann halt beim nächsten mal abgeprüft.

Manche Eltern sind echt eine Last ...

der gärtner
00
14.12.2011, 21:39

das problem liegt darin, dass beim nächsten mal schon wieder ganz anderer stoff kommt und danach wieder ein ganz anderer.

im lehrplan wird nichts wiederholt.

und kaum ein lehrer tut sich das an etwas zu wiederholen das offizielle schon durchgenommen wurde.

Manche Lehrer sind echt eine Last ...

Murmelchen1
00
23.12.2011, 14:32
Stimmt im Lehrplan wird nichts wiederholt -

im Unterricht allerdings schon. Meine Aufgabe als Lehrerin ist es den Stoff zu vermitteln, nicht ihn einfach nur vorzubeten, egal ob der Inhalt ankommt oder nicht. Selbstverständlich gelingt das nicht immer und dann muss man es halt noch einmal auf einem anderen Weg probieren.

stall
00
15.12.2011, 06:41
wer zum lernen nicht taugt

soll eine lehrer machen oder sonst was arbeiten.

Hanns Ch.1
00
14.12.2011, 15:40
..genau,..

...ein besserer koch macht noch keine gute küche,..
ein besserer chirurg nicht die bessere operation,..
ein guter winzer nicht den besseren wein,..

das könnte von den experten der gewerkschaft stammen, denn die vertreten ja die vielen , die eben nicht so gut sein müssen.

m rams
00
14.12.2011, 20:14
Oder: Ein besseres Deutsch

mach noch kein besseres Posting.

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