Geldmangel bedroht Kampf gegen Malaria

13. Dezember 2011, 14:34

2010 starben 655.000 Menschen an der Infektionskrankheit, meist Kinder unter fünf Jahren

Genf/Berlin - In vielen Ländern ist die Zahl der Malaria-Fälle in den vergangenen zehn Jahren um mehr als die Hälfte gesunken - doch Geldmangel bedroht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge die Erfolge. Es fehlten finanzielle Mittel, um die erfolgreichen Vorsorge- und Behandlungsprogramme auch in den nächsten Jahren weiterzuführen, heißt es im aktuellen Welt-Malaria-Report 2011, den die WHO am Dienstag in Genf vorstellte. Bei der Malaria-Bekämpfung seien wichtige Fortschritte gemacht worden, auch wenn zentrale Ziele für 2010 nicht erreicht worden seien - etwa die Halbierung der Zahl von Malaria-Neuerkrankungen und -Todesfällen.

Von 99 Ländern, in denen die Malaria verbreitet ist, verzeichneten 43 in den vergangenen zehn Jahren einen Rückgang der Malaria-Fälle um mehr als 50 Prozent, heißt es in dem Bericht. 2010 erkrankten demnach insgesamt noch 216 Millionen Menschen an Malaria, der Großteil davon in der WHO-Region Afrika. 655.000 Menschen starben an der Infektionskrankheit, meist Kinder unter fünf Jahren (86 Prozent), wiederum zum Großteil (91 Prozent) in Afrika. Das seien 36.000 Malaria-Tote weniger als noch 2009. Angesichts der Tatsache, dass Malaria bei entsprechender Behandlung vollständig heilbar ist, seien das aber noch immer zu viele. (APA)

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3 Postings

schuld daran: die pharma industrie und ihre shareholders

geh mal was arbeiten dann kannst mit dem verdienten geld viele kinder retten!

Es ist ja so einfach gell?

Wer hindert dich dran zu spenden, oder hinzufahren und zu helfen?
Der dicke Hintern im Sessel vor dem PC?

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