Sinkende Geburtenrate

Zahl der Volksschüler hat Tiefsstand erreicht

13. Dezember 2011, 13:58

Gesamtschülerzahl ist seit 2007/08 rückläufig - Vor allem Hauptschulen verlieren Schüler

Wien - Die Zahl der Volksschüler hat im vergangenen Schuljahr 2010/11 einen Tiefststand erreicht. Laut Statistik Austria besuchten lediglich 327.663 Mädchen und Buben eine Volksschule, das sind um rund 66.000 weniger als noch vor zehn Jahren (minus 16,7 Prozent seit 2000/01). Die Statistiker sehen nach jahrelangen Rückgängen jedoch fast die Talsohle erreicht, die Zahlen werden sich demnach in den kommenden Jahren nur geringfügig ändern. Weiter verloren hat die Hauptschule (minus 26,9 Prozent), neue Besuchsrekorde wurden indes an den maturaführenden Schulen gemeldet.

Geburtenrückgang

Der anhaltende Rückgang an Volksschulen ist auf die seit Mitte der 1990er Jahre sinkenden Geburtenzahlen zurückzuführen. Dass im Vergleich zum Jahr davor "nur" noch ein Minus von 1.777 Volksschulkindern (minus 0,5 Prozent) verzeichnet wurde, werten die Statistiker als Indiz dafür, dass die Talsohle gemäß den aktuellsten Bevölkerungsprognosen fast erreicht ist. Aufgrund eines Anstiegs der Lebendgeborenen seit 2001 sei in fünf bis sechs Jahren mit einer Trendumkehr "und leicht ansteigenden Kinderzahlen in Volksschulen" zu rechnen.

Die sinkende Zahl der Volksschulabgänger, aber auch die Einführung des Schulversuchs Neue Mittelschule (NMS) 2008/09 macht sich indes im starken Rückgang der Zahl von Hauptschülern bemerkbar. 192.616 Schüler verzeichnete der Schultyp mit Ablaufdatum im vergangenen Schuljahr, das ist ein Minus von knapp 71.000 bzw. fast 27 Prozent im Zehnjahresvergleich. Die NMS, die die Hauptschule bis 2018/19 flächendeckend ablösen soll, verzeichnete zuletzt 34.324 Schüler. Nur geringfügig wirkt sich ihre Einführung laut der Statistiker auf die AHS-Unterstufe aus. Die Gesamtschülerzahl stieg im Vergleich zu 2000/01 zwar um knapp fünf Prozent an (auf 112.330), ist seit 2007/08 (Höchststand 117.656) jedoch rückläufig.

Immer weniger Hauptschüler

Die Besuchsquoten im Wandel der Zeit verdeutlichen den Abstieg der Hauptschule. Besuchten im Schuljahr 2000/01 noch knapp 68 Prozent der Zehnjährigen eine Hauptschule und 29,5 Prozent eine AHS-Unterstufe, ist zehn Jahre später eine deutliche Abwanderung zu bemerken: Nur noch etwa 43 Prozent der Kinder in der fünften Schulstufe gingen an eine Hauptschule, beinahe 33 Prozent an die AHS und fast 21 Prozent an die NMS. Die Hauptschule soll in den kommenden Jahren stufenweise bis zum Schuljahr 2018/19 von der Neuen Mittelschule abgelöst werden.

"Besuchsrekorde" meldet Statistik Austria indes bei den maturaführenden Schulen. In der AHS-Oberstufe wurde mit 88.412 Schülern ein Zuwachs von 13,7 Prozent seit 2000/01 verzeichnet, an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) ein Plus von 11,3 Prozent. Wie im Vorjahr sind jedoch in den ersten Klassen der Sekundarstufe II (9. Schulstufe) an den BHS, vor allem an Handelsakademien, leichte Rückgänge zu bemerken.(APA)

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15 Postings
clangi
00
25.1.2012, 16:19
extrem dumme statistik...

da wandelt man 21% der hauptschulen in nms um und wundert sich, dass es einen rückgang von 68% auf 43% in den hauptschulen kommt!?!?
im jahr 2018 wird man schreiben: "wahnsinn, niemand geht mehr in eine hauptschule"

mountaineer
00
20.12.2011, 12:09
Auf den Hund gekommen.

Viele Österreicher können sich keine Kinder leisten, weil das Geld für einen SUV (reichlich Platz für Bello) und Hundefutter draufgeht.
Außerdem braucht ein Hund nicht in die Neue Mittelschule zu gehen - ein weiterer Vorteil des Hundekonzeptes.

PwnzOr
00
14.12.2011, 19:54
Danke an die übetriebene gegen die menschliche Natur gerichtete Emanzipation

Es ist halt "uncool" Kinder zu haben. Weil wenn man als Frau Kinder hat, gilt man als "Sklavin" oder "unterdrückt". Brav arbeiten gehen und unabhängig sein. Das ist cool! Kinder nehmen Freiheit, Selbststendigkeit und bremst doch die Karriere der Frau.

Und generell sollte jeder Kind sofort in Kinderbetreuungsplätze abgeschoben werden, weil hallo..?? Erziehung daheim von einer Frau? Nee entweder der Mann machts oder Kinderbetreuung.

Das war doch der Trend der letzten Jahre.. und genau diese Bevölkerungsgruppe, die dacht sie wärn so "westlich" modern und zivilisiert im Gegenteil zu den "verskalvten" Frauen aus dem Orient, trifft es hier doch.

Hauptsache man verzichtet auf Kinder aber will die volle Pension :) .. na seavas

David-Lauritz
20
14.12.2011, 17:53
Bevölkerungswachstum verringert Lebensqualität!

Österreich leidet unter einem stetigen Bevölkerungswachstum (1975: 7,5 Mill.; 2011: 8,5 Mill.) mit all seinen negativen Folgen: Mehr Autos, mehr Abgase, mehr Staus, mehr Häuser, mehr Straßen, mehr Fabriken, mehr verbetoniertes Grünland, mehr Umweltzerstörung, ..... Da verlieren alle.

Österreich braucht ein Bevölkerungsgleichgewicht, um die Lebensqualität zu erhalten.

Titus Petronius
01
14.12.2011, 17:22
Laut Statistik Austria

haben sich die Zahl der Auszubildenden und Pensionäre in den letzten 100 Jahren invertiert von ca. 3 zu 1 auf 1 zu 3.

Und das trotz Zuwanderung, FPÖ-Geburtenprämien, Kindersch(r)ecks etc.

Das ist die Zeit des administrierten Untergangs. Und unser Parlament beschäftigt sich mit dem Schicksal ukrainischer Hunde, wenn es überhaupt mal arbeitet.

Aber ich bin mir sicher in Österreich wie auf der Titanic, die Schrammeln spielen bis der Vorhang fällt.

Cucumuch
03
14.12.2011, 16:24
die Schülerzahlen in den Volksschulen werden in

Zukunft sicher wieder steigen, weil die Mehrzahl der Kinder die nächsten 8 Jahre dort verbringen wird um lesen und schreiben zu lernen!

mfg

friedrich 2003
35
13.12.2011, 23:42
Sinkende Geburtenrate?

Wo bleibt der Ausländeranteil?
Wieso steigt die Einwohnerzahl in Österreich?
In den Straßen Wiens wird kaum noch Deutsch gesprochen.
Ist das kein politischer Irrtum?

Heavyweather
12
14.12.2011, 12:59

Weil die Leute nicht sterben wollen...
Das größte Problem sind die Österreicher mit den hohen Pensionen.

Michael Schmied
03
14.12.2011, 11:56
Zusammenhang zwischen Anzahl der Volksschulkinder und Anzahl der Hunde?

Würde gerne dazu die Statistik der Hundehaltung kennen.
Frage: besteht ein inverser Zusammenhang zwischen Anzahl der Volksschulkinder und Anzahl der Hunde in Österreich?
Kann die Frage jemand beantworten? Danke.

lighthead99
11
14.12.2011, 10:14

In Wien hat man doch noch nie Deutsch gesprochen? :-))

Peacefrog
210
13.12.2011, 21:58
Zahl der Volksschüler hat Tiefststand erreicht ...

... vom Niveau wollen wir erst gar nicht reden ...

ruzika
01
14.12.2011, 15:10
Ihrem?

Johannes Benn
01
13.12.2011, 16:59
.

kurzfristig mag eine stabilisierung erreicht werden, langfristig aber besteht bei einer geburtenrate von unter 2 ein stetiger trend nach unten

lehrer
01
13.12.2011, 16:26
unsinnige statistik

selbstverständlich verlieren hauptschulen massiv schüler/innen, da sie ja zu nms umgewandelt werden..daher müssen nms/hs als ein schultyp gesehen werden, um mit ahs zu vergleichen!

Heavyweather
01
14.12.2011, 13:02

Na rechnest halt...
Rückgang von 71k in der HS...dafür aktuell 34k in der NMS.
Die Differenz ist der Rückgang im kombinierten Segment.

Wenn du Lust hast darfst du dir noch aurechnen wieviel % das sind...

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