H&M: Virtuelle Models mit echten Köpfen

13. Dezember 2011, 08:41
  • Unterschiedliche "Models" mit ein und demselben Körper, wenig dezente Photoshop-Kunst bei H&M.
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    foto: h&m

    Unterschiedliche "Models" mit ein und demselben Körper, wenig dezente Photoshop-Kunst bei H&M.

Bekleidungshersteller bekennt sich zu größtenteils computergenerierten Modell-Bildern auf der eigenen Webseite

Wie stark Fotos mittlerweile per Photoshop und Co. manipuliert werden, ist auch an dieser Stelle bereits des öfteren immer wieder thematisiert worden. Vom Geschick der jeweils die virtuelle Retusche anlegenden Person hängt es dabei ab, ob das Ergebnis dezent wirkt oder sich doch in ein "Photoshop-Desaster" verwandelt. Doch diese Zeiten könnten schon bald vorbei sein, wie ein Artikel der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet verdeutlicht.

Eingeständnis

Gibt in diesem doch der Bekleidungshersteller H&M unumwunden zu, dass die für die eigene Webseite posierenden Models zu weiten Teilen fiktional sind. So werden an dieser Stelle mittlerweile bereits vollständig computergenerierte Körper eingesetzt, die im Rechner nur mehr mit den Köpfen real existierender Models kombiniert werden. Die Kleider selbst werden wiederum auf einer Puppe fotografiert und dann später mit dem restlichen Bild kombiniert.

Kombination

Dass die gesamte Angelegenheit aufgeflogen ist, liegt eigentlich nur daran, dass H&M hier nicht sonderlich dezent vorgegangen ist. Hat man doch den immer wieder haargenau gleichen Model-Körper in exakt gleichen Posen mit unterschiedlichen Köpfen montiert. Bei H&M sieht man in dieser Herangehensweise jedenfalls kein Problem, in einer Stellungnahme heißt es, dass diese Methode längst eine weit verbreitete Praxis in der gesamten Industrie sei. (red, derStandard.at, 13.12.11)

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Wen interessiert H&M-Werbung?

Ah, diese Makellose Polygone! Diese natürliche Texturen. Absolute Eye-Candy.

Wen interessiert es ...

ob die Kleidung auf echten Models, virtuellen Models, Schaufensterpuppen oder einfach so hingelegt fotografiert wird?

Viel problematischer ist, dass manipulierte Bilder ohne Kennzeichnung auch in Zeitungen und Magazinen bei Nachrichten und bei Artikeln eingesetzt werden, die den Eindruck von Tatsachenberichten machen (man muß nur mal einige "Österreich" Ausgaben durchsehen). Dort ist das tatsächlich völlig unverantwortlich und sollte gesetzlich verboten oder mit Kennzeichnungsgebot versehen werden.

Beschiss! Das geht entschieden zu weit! Ich verlange 1e nachträgliche Kennzeichnungspflicht manipulierter Fotografien, sofern sie nicht bei natürlichen Lichtverhältnissen entstanden sind & 1:1 von der Speicherkarte auf Plakaten oder in Hochglanz-

magazinen platziert oder montiert wurden.

Meine Herren! Worin besteht der Skandal? Dass Magermodels bald ausgedient haben & sie nur noch auf Bildschirmen existieren werden? Seit jeher ist die Werbe-, Gazetten- oder TV|Kinobranche vorrangig (wenn nicht gar zur Gänze) 1e Inszenierungsbranche mit voyeuristischen Tendenzen! Wir begeilen uns am|an anderen oder blicken angewidert weg, NACHDEM wir verstohlen hingeblickt haben.

Hier hüpfen|springen uns AVATARE vor die Linse, die analoge, die eigene - & wir an|erkennen mit freiem, ungeschultem Auge den Unterschied nicht mehr. (1 gewisser Herr Cameron hat mit 1em gleichnamigen 3D-Film mächtig Kohle geschäffelt.)

Werbung weckt Begehrlichkeiten & erregt Aufmerksamkeit.

Mission completed.

wie gesagt

alle 4 mädls sehen gut aus

Und existieren in dieser Form nicht.

aso?

Die fraglichen virtuellen Avatare dienen aber nicht der Werbung, sondern als digitale Schaufenster-Puppen für Kundinnen, die online Kleidung kaufen. H&M hat nie behauptet, es handele sich um wahrheitsgetreue Bilder "echter" Menschen.
Bei atomaren Schaufenster-Puppen regt sich auch keiner auf, dass diese alle gleich aussehen, warum also hier?

Weil hier suggeriert wird, es wären Models.

Was jetzt?

Gibt es "der Bekleidungshersteller H&M unumwunden zu" oder ist "die gesamte Angelegenheit aufgeflogen"?

Lahme Ente oder Bikini-Watergate?

Vorbildwirkung?

Schön wär's!
Die meisten scheinen eher Ottfried Fischer figürlich nachzueifern.

Ob nachretuschiert oder gleich künstlich ist doch wohl sch... egal!! Die Folgen sind die selben. Unbehandelte Fotos gibt es doch sowieso keine mehr in der Werbung. Das ist natürlich noch lange kein Grund das alles gut zu finden, aber wer jetzt keine Kleidung mehr kaufen will von Konzernen die solche Methoden verwenden, der wird wohl oder über nackt durch die Gegend laufen müssen.

H&M: Virtuelle Models mit echten Köpfen

Wer sich von H&M verarschen lässt, ist selber schuld.

Ich meine, wie verträgt sich "Individualität" mit "Mode von der Stange"??

Jedem seine Stange?

Und ehrlich gesagt: auf die Köpfe hab i garnet gschaut...

individualität gibts sowieso nicht. egal ob von der stange oder anders wo...

Hc straches werbeplakate funktionieren ähnlich.

schon gehört?

In den Auslagen stehen jetzt auch keine echten Menschen mehr!

schlimm, wenn man sich schon in einen der Kleiderträger verliebt hat

Mal ganz ehrlich...ist das nicht eigentlich die bessere Methode?

Jahr für Jahr hungern sich junge Frauen und Männer ab, und stopfen ihren Körper mit allen möglichen Giften voll, nur um einem arbiträren Ideal zu entsprechen, um VIELLEICHT ein Shooting zu kriegen, und vielleicht vielleicht damit wirklich Geld zu verdienen...bei 99% reichts grad mal zum Leben.

Ganz ehrlich...auch wenn diese Models künstlich sind...menschlicher als dieses Menschenverachtende, ja verzehrende Business, sind digitale Models allemal.

Es wäre die bessere Methode, wenn man Avatare kenntlich macht.

Naja, dafür hungern sich tausende junge Frauen und Männer (?) ab, um diesen Ideal zu entsprechen, weil sie glauben, dass es normal ist und man so aussehen muss, um gut auszusehen.

Und ganz ehrlich- so abgemagert ist ja auch nicht mehr sexy.
Ein Lächeln am Gesicht ist für mich viel anziehender als solche Körper.

Wenn ich noch natuerliche und unterschiedliche models sehn will, dann besuch ich asos.de

sehr natürlich

wirklich viel essen dürfen die aber auch nicht..

http://tinyurl.com/728blcr

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