Schuldenbremse

Regierung legt Sparziel auf zwei Milliarden Euro fest

12. Dezember 2011, 23:29

Opposition ortet Bewegung der Koalition - Weitere Gespräche zwischen Spindelegger und Strache

Wien - Die Regierung hat sich nun zur verfassungsrechtlichen Schuldenbremse zumindest auf eine Größe für den Sparbedarf im kommenden Jahr geeinigt. Dieser wird für 2012 nicht 1,5 bis zwei, bzw. weit über zwei sondern in etwa zwei Milliarden ausmachen. "Wir sagen jetzt zwei Milliarden Euro", sagte Faymann am Dienstag nach dem Ministerrat. Dass bisher von beiden Parteien unterschiedlichen Angaben gemacht wurden, erklärte der Kanzler mit der rechnerischen Bandbreite. Dem pflichtete Spindelegger bei.

Das Gespräch zwischen Regierung und Opposition über eine verfassungsrechtliche Schuldenbremse Dienstagvormittag hat Bewegung in die Verhandlungen über die Schuldenbremse gebracht. Grünen-Chefin Eva Glawischnig deutete an, dass ein Kompromiss mit der ÖVP in der Frage von Vermögenssteuern möglich wäre, wenn es sich dabei nicht um eine Substanzbesteuerung handelt. Gleich in der ersten Jännerwoche soll es wieder zu Verhandlungen mit der Regierung kommen.

"Vernünftige Diskussion"

Bis dahin werden SPÖ und ÖVP ein gemeinsames Konzept ausarbeiten und dann der Opposition vorlegen, sagte Grünen-Chefin Glawischnig nach der einstündigen Verhandlungsrunde. Sie sprach davon, dass es auf allen Seiten Bewegung gegeben habe. Auf Details ging sie nicht ein, sprach aber von einem Mix aus Einsparungen und Einnahmen. Sie deutete an, dass es in Fragen Vermögenssteuern, die von den Grünen und der SPÖ gefordert werden, es einen Kompromiss mit der ÖVP geben könnte, wenn es sich dabei nicht um eine Substanzbesteuerung handelt. Sie bezeichnete das heutige Gespräch als "vernünftige Diskussion", bei der man offen miteinander gesprochen habe.

Auch Bucher positiv gestimmt

Auch BZÖ-Obmann Josef Bucher bezeichnete die Verhandlungsrunde als "sehr konstruktiv". Man habe die gegenseitigen Positionen abgesteckt und die bestehenden Probleme anerkannt. Nun gehe es aber darum, dieser Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Es gebe jedenfalls von allen Seiten Bemühungen zu einem Kompromiss zu kommen. Jetzt gehe es darum, diesen so zu formulieren, dass alle damit leben können.

Gestern sprach Spindelegger in der "ZIB 2" von  "Oppositionsrechten" wie etwa der Möglichkeit, ein Gesetz, das gegen die Schuldenbremse verstößt, vor den Verfassungsgerichtshof zu bringen, oder einem jährlichen Bericht der Regierung samt einer im Fernsehen übertragenen Sondersitzung des Nationalrates.

Strache will mehr Demokratie

Während Faymann Verhandlungen mit FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache ablehnt, ist der Vizekanzler heute Nachmittag mit Strache zusammengetroffen.  Vor seinem Treffen mit Spindelegger hat Strache die Bedingungen für eine Zustimmung seiner Partei zur Schuldenbremse bekräftigt: Er forderte am Dienstag in einer Pressekonferenz ein sogenanntes "Demokratiepaket" inklusive Festschreibung der direkten Demokratie, ein Ende der Zahlungen für den Euro-Rettungsschirm und eine Volksabstimmung darüber. Der Obmann des Rings freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Fritz Amann, forderte sogar die Auflösung von SPÖ und ÖVP.

Spindelegger und FPÖ-Obmann Strache haben sich bei ihrem Treffen auf weitere Gespräche zur Schuldenbremse geeinigt. Man habe erst einmal Positionen dargelegt, berichtete Strache nach der rund einstündigen Zusammenkunft im Außenministerium. Bis zum nächsten Treffen - vermutlich Anfang Jänner - werde man diese konkreter formulieren.

Strache hofft nun auf eine inhaltliche Annäherung mit dem Vizekanzler, u.a. will er, dass auch "Superreiche" ihren Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten. Auch von seinen Hauptforderungen, der Verankerung der direkten Demokratie in der Verfassung sowie eine Volksabstimmung über den EU-Rettungsschirm und den Stopp dahingehender Zahlungen, ist er nicht abgerückt. Strache sprach von einem "guten, unverbindlichen Gespräch, das ein Abtasten war".

Kritik vom FPÖ-Chef gab es abermals an Bundeskanzler Faymann, der nach wie vor "Gesprächsverweigerung im Sinne der Vranitzky-Doktrin" betreibe. Strache glaubt auch nicht mehr an eine Einladung des Bundeskanzlers: "Mit all den Verhaltensmustern, die der Bundeskanzler bisher an den Tag gelegt hat, ist damit nicht zu rechnen."(APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 323
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Wie kann man einem Idioten eine Stimme geben?
00
16.12.2011, 16:54
Geniert Euch mit der FPÖ zu sprechen!

Die einzige Partei die aus der EU heraus will und den Untergang Österreichs damit vollziehen will.
Das geht dann ganz schnell, auf der Börse wird gewettet auf den Untergang und wie bei einem Pferderennen wenn ein Esel mitläuft, ist es dann vollbracht.
Wir sollten lieber die vielen sinnlosen Subventionen streichen und schauen dass wir die über 30 Milliarden EURO wieder zurück bekommen, die für Hypo und Eurofighter verschwunden sind!

rk1311
00
15.12.2011, 11:30
Baulobby-Rettungsschirm

Man macht sich also Sorgen um die Bonität und um die "nun aber wirklich" festgelegten Grenzen hinsichtlich neuer Staatsverschuldung.

Über ausgabenseitige Einsparungen hab' ich noch nichts gehört, einnahmenseitig soll es vor Allem den Superreichen (welche allfällig neu eingeführte Grundsteuern natürlich nicht an uns Mieter/Pächter abwälzen werden) an den Kragen gehen, denn die vom Rechnungshof vorgestellten 600 Einsparungsmöglichkeiten sind natürlich viel zu kompliziert.

Eines aber weiß ich genau : ohne Semmering-, Koralm- und Brennertunnel würde Österreich den Bach runtergehen, also bitte keinesfalls die geplanten 54 Milliarden Euro (http://diepresse.com/home/poli... illiarden) einsparen !

eh klar:
00
15.12.2011, 02:15
schuldenbremse bitte schon ab jänner 2012

denn dann kann Ö. sich nicht am eurorettungsschirm beteiligen, weil Ö. kein geld auf dem internationalen kapitalmarkt aufnehmen darf, wegen der dadurch entstehenden Neuverschuldung, die ja dann per Verfassung verboten bzw. limitiert ist!

Fraho
00
14.12.2011, 07:48
nur an den Moment gedacht aber nicht wies weiter geht!

Wo soll denn gespart werden, damit man zum erhofften Ziel kommt?
Bei Staatsaufgaben und bei Löhnen und Pensionen und Förderungen.
Niemand hat noch Sparmöglichkeiten von überflüssigen Verwaltungseinheiten angesprochen!

kommt der Rettungsschirm und somit sinkt die Kaufkraft und steigt die Arbeitslosigkeit,dadurch auch weniger Investitionen und Geschäft! Wieder ein zusätzliches Problem für dessen Lösung Staatsmittel nötig sind!
Was passiert wenn sich ein Staat über die Vorgaben verschuldet und wie kann dieser "bestraft" werden? Indem man ihn verurteilt das letzte Staatssilber zu verkaufen und dann im nächsten Jahr?

Das alles ist nicht geklärt und daher nur ein Wunschdenken der Politiker.

grube21
00
13.12.2011, 21:21

2 Milliarden kann man m.E. locker bei den 15 Milliarden Wirtschaftsförderungen einsparen.

maus 14
01
13.12.2011, 19:19

wo waren kontrollen der eu
bei
island
griechenland
portugal
spanien
italien

bei uns bizelns auf jeden cent herum
ander länder gehen mia-weise nieder
wo ist dort eine kontrolle gewesen?
europa ist noch lange keine einheit

maus 14
00
13.12.2011, 18:54

2 mal hier
da muss was passiert sein
technischer fehler-inhalt stimmt 2mal-tschüssi

maus 14
02
13.12.2011, 18:44

jeder Österreicher hackelt sich krumm
und dann das
triple A in gefahr
trotz ständiger eigenkontrollen und eu-kontrollen und interner kontrollen und kontrollen von innen und außen und kontrollen von überall und kontrollen jede woche
und überkontrollen jedes monats
brr?-eine überkontrolle like brüssel
kontrolliert , ohne kontrolle
overrulen die kontrolle mit new rules

maus 14
00
13.12.2011, 18:44

jeder Österreicher hackelt sich krumm
und dann das
triple A in gefahr
trotz ständiger eigenkontrollen und eu-kontrollen und interner kontrollen und kontrollen von innen und außen und kontrollen von überall und kontrollen jede woche
und überkontrollen jedes monats
brr?-eine überkontrolle like brüssel
kontrolliert , ohne kontrolle
overrulen die kontrolle mit new rules

Hoerbis
12
13.12.2011, 18:17
Schachern wie die Rosstäuscher

Ist jetzt echt schon nur mehr zum spei*n wie dieses Pack packelt.

Die vorweggetragenen Fahnderlfarben beliebig austauschbar.

Und dann klopfen sie sich gegenseitig auf die Schultern und berichten vollmundig von "guten Gesprächen" bei denen es die "tolle Einigung" gegeben habe, dass man .... "weitere Gespräche führen werde".

*würg*

Ich fordere:
Spart's!
Sparen heisst nicht: Nach Löchern suchen wo ihr noch mehr abzocken könnt - sondern WENIGER AUSGEBEN.
...und das nicht auf Kosten der Bevölkerung die Euch finanziert!

Beispiel: zB nicht "weniger" Inserate, sondern gar keine!
Keine "Presseförderung" (aka:"Schmiergeld für gewogene Berichterstattung")
Keine neuen Dienstwagen, etc....
...und so in diesem Sinne halt.

Volleystop
00
14.12.2011, 18:39
GRATULATION

Sie haben ja so recht. Es wird sich aber trotzdem NICHTS ändern. Die Politiker brauchen unser Steuergeld wie Süchtige das Heroin.

maus 14
02
13.12.2011, 18:05

spekulationen und zockertum waren und sind das übel
daher schuldenbremse mit spekulanten-und zockerbremse
einseitige schuldebremse wird ins leere gehen

pivos pivos
00
13.12.2011, 17:51
2 mrd einsparen ist gut

bisher hoerte man von max. 10 % ausgabenreduzieren und 90 % neue einnahmen.
man koennte schauen wo geld versickert:
Pensionen, Beamten und Förderungen. kriegt man dies nicht in den griff kann man sich das theater ersparen und einen tanz auf der titanic inszenieren; wurscht ob diese einsparungen "sozial" sind oder auch nicht.

Gerg K.
01
13.12.2011, 18:48
Aber man muß doch die Einnahmen erhöhen,

sonst bleibt nix übrig zum Finanzieren der Korruption!!!!!:-)

eknaDNovember
02
13.12.2011, 17:51
Geld entsteht als Schuld (seit gut 300 Jahren)

"Alles Geld, was wir erzeugen, ist Schuldgeld. Das heißt: Geld entsteht, indem jemand einen Kredit aufnimmt. Allem Geld, das im Umlauf ist, steht auf der anderen Seite Kredit gegenüber."
http://www.handelsblatt.com/finanzen/... 48778.html

maus 14
00
13.12.2011, 17:47

der westbahn wünsch ich viel erfolg
ich befürchte aber , dass ihre garnituren nach spätenstens drei jahren genauso ausschauen werden ,wie öbb-züge---also wird steuermäßig da auch nichts zum holen sein

Gerg K.
00
13.12.2011, 18:52
Naja, wenn man ehrlich ist.....

die ÖBB schauen aus wie alle Steuerzahler (selbst wenn es im Fall der ÖBB ein wenig diffiziler ist), warum die Westbahn über kurz oder lang nicht auch:-)

He du, nicht einschlafen!
00
13.12.2011, 17:41
Es kann nicht funktionieren.

Wenn Einsparungen von 2 Mrd. Euro erreicht werden,

- muss irgendjemand anderer mehr Schulden machen
- oder die Wirtschaft wird abgewürgt.

Alles nur Verzögerung.
Wenn alles bereit ist, gibt es eine Währungsreform.

Gianni52
04
13.12.2011, 17:38
kleine rechnung

7 Mrd. für die ÖBB, 8 Mrd. Pensionszuschüsse, 10 Mrd. Zinsen usw. Tendenz überall steigend!
20 Mrd € jährlich werden gesucht. Die Politik allerdings lügt sich noch immer in den eigenen Sack. Realitätsverweigerung oder sollen wir die Schulden den nachkommenden Generationen überlassen.
Entweder Entschuldung über die Inflation auf Kosten der kleinen Sparer oder Maßnahmen für die Zukunft setzen. Reformen im Bereich Pensionen, Bildung, Gesundheit, Subventionen, Verwaltung usw.
Baustellen gibt es leider viele, doch bisher wurde alles verschoben ...

LT81
00
14.12.2011, 00:08

wobei ihre zahlen so nicht stimmen, sie dürfen aber gerne als fixausgaben die förderungen von 15 mrd dazu zählen.
es liegt sehr viel im argen. fakt ist allerdings, dass das geld nicht verschwindet, nein es akkumuliert sich an wenigen stellen.

h 90
01
13.12.2011, 17:57

Faymann muss es nur bis 2013 rueberbringen.
Dann ist er ja eh nicht mehr Kanzler.

Ju_St
00
13.12.2011, 17:38

Die Forderung nach einem "Demokratiepaket" und nach der Auflösung von zwei der drei stimmstärksten Parteien Österreichs im selben Absatz...das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

maus 14
00
13.12.2011, 17:31

wie ist der stand bis jetz
wer zahlt von reichen , superreichen und supersuperreichen freiwillig mehr?

gigngogn
 
03
13.12.2011, 17:30
Vorschlag: Wenn wir die sinnlose Ökostromsubvention streichen haben wir schon mal 588Mio€ herinnen

maus 14
01
13.12.2011, 17:18

wem hat die trickserei (ausgliederungen) jetzt geholfen?
dem bundeshaushalt , den ausgegliederten ,wen?
der bevölkerung , die dann nicht mehr leistungen an den staat , sondern an private und halbprivate entrichten muss ?ohne mehr service

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