Der Meteorstrom ist einer der ergiebigsten Meteor-Schwärme des Jahres
Wien - Mitte Dezember erreicht der alljährliche Meteorstrom der Geminiden seinen Höhepunkt. Heuer werden die Sternschnuppen noch bis zum 17. Dezember sichtbar sein. Der absolute Höhepunkt wurde für die frühen Morgenstunden des 13. Dezembers erwartet. Der Geminiden-Schauer ist mit bis zu 120 Meteoren pro Stunde einer der
ergiebigsten Meteor-Schwärme des Jahres. Nicht nur die große Zahl, besonders die
Helligkeit der Sternschnuppen macht die Geminiden zu einem beeindruckenden
Ereignis: viele der Erscheinungen können sogar über lichtdurchfluteten
Großstädten beobachtet werden - wenn das Wetter mitspielt. Über weiten Teilen Österreichs dürfte allerdings eine Wolkendecke den Blick auf das Ereignis verdecken.
Dort, wo die Wolken durchlässig sind, sollten Sternschnuppen-Jäger ihren Blick auf das Sternbild Zwillinge richten,
das nach der Abenddämmerung im Osten steht und allmählich höher steigt. Die
Zwillinge mit ihren hellen Hauptsternen Castor und Pollux standen Pate bei der
Namensgebung für den Geminiden-Schwarm, weil die Sternschnuppen aus genau dieser
Richtung zu fallen scheinen - diesen Ausgangspunkt der Meteorbahnen bezeichnen
die Astronomen als Radiant.
In Wahrheit entstammen die Schnuppen freilich einer Staubwolke, die unsere Erde
auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten
die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, wo sie als kurzlebige Sternschnuppen
verglühen. Die Geminiden weisen dabei einige Besonderheiten auf: So ziehen die Meteore vergleichsweise langsam über den Himmel, die lichtschwächeren leuchten vor den hellsten Meteoren auf und als Ursprungskörper gilt ein als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens Phaethon. (red)