Google-Gründer offerieren "hundertprozentige" Finanzierung
New York - Die Google-Spitze um Larry Page und Sergey Brin will
einen historischen Luftschiff-Hangar der NASA retten - wenn sie dort dafür ihre
Flotte aus acht Flugzeugen parken darf. Sie hätten bereits im September
angeboten, die nötigen 33 Millionen Dollar für die Renovierung des "Hangar One"
aufzubringen, sagte Ken Ambrose von der Firma H211, die die Flugzeuge der
Google-Führung verwaltet, der Zeitung "San Jose Mercury News".
Die Privatmaschinen der beiden Google-Gründer und des heutigen
Verwaltungsratschefs Eric Schmidt sollen im Gegenzug bis zu zwei Drittel der
riesigen Halle belegen. Die NASA denke noch über das Angebot nach, erklärte ein
Sprecher der Raumfahrtbehörde dem Blatt am Wochenende.
Hintergrund
Der "Hangar One" war 1932 für die Luftschiffe der US-Marine auf dem damaligen
Militärflugplatz Moffett Field in Kalifornien errichtet worden und gilt als ein
Denkmal der Technik-Geschichte. In den 90er Jahren wurde allerdings entdeckt,
dass die Außenhaut des Gebäudes mit Asbest und anderen Chemikalien verseucht
ist. 2003 fand man zudem heraus, dass die Struktur giftige Chemikalien an die Sedimente im umgebenden Feuchtgebiet abgibt. Im Zuge der Sparmaßnahmen bei der NASA wurden die Mittel von mehr als 30
Millionen Dollar für die Renovierung des Hangars gestrichen. Ein Teil der
Außenwände war zu diesem Zeitpunkt bereits entfernt - und deshalb dränge die Zeit, schriebt die
"Mercury News": Regen könnte weitere Giftstoffe aus dem Boden herauswaschen.
Für die Google-Oberen liegt der Flugplatz auf dem heutigen NASA-Gelände in
Nachbarschaft des Hauptquartiers in Mountain View genau richtig. Nach dem
Vorschlag von H211 würde der Hangar weiterhin der NASA gehören und es bliebe
genug Fläche für andere Mieter übrig, sagte Ambrose: "Da würde noch ein
Walmart-Supermarkt reinpassen." (APA/red)