Hypo Tirol

Länderbanker in Not

Kommentar | Andreas Schnauder, 12. Dezember 2011, 18:28

Letztlich sind es die Steuerzahler, die immer wieder tief für ihre Landesbanken in die Tasche greifen müssen

Wenn eine Hypo flach ist, scheint das in Österreich niemanden mehr zu überraschen. Sollte es aber, denn letztlich sind es die Steuerzahler, die immer wieder tief für ihre Landesbanken in die Tasche greifen müssen. So war es nicht nur in Kärnten und Niederösterreich, so wiederholt es sich gerade in Tirol.

Noch hat es den Anschein, dass Betrugsfälle in Italien die neuerliche Finanzspritze des Landes erforderlich machen. Bisher klafften trotz aller Versprechen, wonach die Altlasten für alle Zeiten bereinigt seien, immer neue Lücken auf. Beim Löcherstopfen ist man zwischen Innsbruck und Klagenfurt kreativ. Tirols Landeshauptmann Günther Platter meinte allen Ernstes, dass die 230 Millionen Euro an Kapitalspritze für die Bank zu keinen neuen Schulden führen. Begründung: Der Landesversorger Tiwag zahle die Sanierung des angeschlagenen Instituts. Doch damit entgehen dem Landesbudget natürlich die (mit überhöhten Preisen erzielten) Dividenden des Strombetriebs. Platter wirtschaftet also von einer Tasche in die andere, anstatt einen Schlussstrich unter die leidige Affäre zu ziehen.

Dazu sind auch andere Landesfürsten nicht zu bewegen. Wer verzichtet schon gerne auf Vehikel, mit denen man Prestigeprojekte finanzieren kann und die sich obendrein für Versorgungsposten anbieten? Die einzige logische Konsequenz: weg mit den Hypos! Jene, die gut wirtschaften, werden das auch ohne Landespatronanz schaffen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.12.2011)

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Posting 1 bis 25 von 40
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ProfKreuzundQuer
00
13.12.2011, 17:16
der landeshauptmann könnte ja mal ein paar sandler fragen, ob sie nicht ein paar cent übrig hätten für das land tirol ....

eine ente jagd die andere in der tiroler innenpolitik.

man soll sich am mann aus dem ötztal ein beispiel nehmen - der scheint einer der normalen im lande zu sein.

man darf echt frustriert sein.

danke!

wir schwelgen in der dekandenz wegen hochwürden lh ......

at the end space wins
01
13.12.2011, 16:30
Politik soll Gesetze machen, aber bitte keine Geschäfte.

Landesbanken in derzeitiger form haben geringe Überlebenschancen - sie sind anfällig für politische ziele und oft zweckfern eingesetzt. klar dass das vertrauen flöten geht. bei prölls hypo hab ich auch kein gutes Gefühl. einzig die Vorarlberger scheinen eine Ausnahme zu sein, sofern man moodys glauben schenkt, und auch dort kommt neuer vorstand, neuer Landeshauptmann - ziemlich gleichzeitig...

asdf 1234
02
13.12.2011, 13:31
Ein normal sterbliches Volk würde sich enmal darüber Gedanken machen,

ob es nicht angebracht wäre, der ÖVP bei LTW endlich einmal eine knallende Ohrfeige zu verpassen. Aber das ist in Tirol leider nicht drinnen:-((((
Dann sollte man sich aber auch nicht aufregen, wenn TIWAG, Hypo, Schützen, WK, Bauernbund etc. alle verhabert sind. Und wir prächtig dafür zahlen. Und das geht jetzt schon seit 45 so. Wie lange schauen wir denn noch zu?????????

Mario Ahner
01
13.12.2011, 15:20
"Dann sollte man sich aber auch nicht aufregen..."

Bei der letzten Landtagswahl haben in Tirol 26,2 % der Wahlberechtigten ÖVP gewählt. Die restlichen 74 % dürfen sich jetzt wohl aufregen, oder?

andkos
00
13.12.2011, 15:36
wieviel?

nicht 26%, es haben 40% die ÖVP gewählt, absolut historisches tief in tirol

Mario Ahner
01
13.12.2011, 16:07
Ich habe die Prozent auf die Wahlberechtigten bezogen, also die Wahlbeteiligung berücksichtigt:

Wahlberechtigte: 520.527
Stimmen ÖVP: 136.401

Macht 26,2 %.

gk76
00
13.12.2011, 17:00
na, wer bei der Wahl daheim bleibt

sollte sich aber auch nicht aufregen, oder?

gk76
01
13.12.2011, 15:05
Und wo sind die Alternativen?

Die (akzeptable) Personaldecke der anderen Parteien ist zum Grausen

?und
00
13.12.2011, 16:41
sollte vielleicht heißen AUCH zum Grausen?

gk76
01
13.12.2011, 17:01
konsequenterweise

ja

mayflower2
00
13.12.2011, 12:48

Mich würde interessieren wie viel Kohle Mader und van Staa von der Hypo als Aufwandsentschädigung und "Sitzungsgelder" abgezweigt haben.

Peter G
06
13.12.2011, 11:09
"Tirols Landeshauptmann Günther Platter meinte allen Ernstes, dass die 230 Millionen Euro an Kapitalspritze für die Bank zu keinen neuen Schulden führen. Begründung: Der Landesversorger Tiwag zahle die Sanierung des angeschlagenen Instituts."

Soviel zur Wirtschaftskompetenz der ÖVP.

Es ist zugegebenermassen eine relativ elegante Lösung.

Aber Platter sollte nicht so tun, als ob das den Steuerzahler nichts kostet.

Das TIWAG-Geld, das nun in die Hypo fließt, fehlt dem Budget und damit dem Steuerzahler und Bürger.

gemeinwohl-ökonomie
02
13.12.2011, 10:30
Vorschlag:

Umwandlung der Hypo Tirol in eine Bank der Gemeinwohl-Ökonomie!
Ich bin Mitglied dieser Vereinigung und hoffe inständig auf die erste Bank für Gemeinwohl-Ökonomie! Ein griffigerer Titel wäre gut, GRÜNE BANK vielleicht?

Helios 2 7
00
13.12.2011, 14:38
Ist schon im Werden *freu*

Heißt Demokratische Bank. Soll im Frühjahr in Wien eröffnen. Google bitte selber. Man kann zur Zeit auch noch Fördermitglied werden. Und wenn die dann da ist :"Tschüss, Raika, es Gfraasta!"

Und zur Gemeinwohl-Ökonomie:
Gibt schon fast in jedem Bundesland "Energiekreise"!
Ev. über dropbox.com anmelden {weiß jetzt nich, ob man da eingeladen werden muß, Schaust halt ;-)}

mfG

?und
00
13.12.2011, 16:51
ironie - die haben ein spendenkonto bei der hypo tirol :-(

monoton
210
13.12.2011, 09:22

die 'wirtschaftskompetenz' der övp beschräkt sich ausschließlich darauf das ged der bevölkerung in ihre eigene taschen umzuverteilen

winedoctor
00
13.12.2011, 16:27
= nehmokratie

Michael Holzermayr2
51
13.12.2011, 11:27
In welcher Sprache schreiben Sie?

?und
00
13.12.2011, 16:43
pisalümmel - sinn nix verstehn?

°°__°°
00
13.12.2011, 15:58

geh nerv deine schüler

gk76
00
13.12.2011, 15:06
Haben Sie schon ein Problem

den Sinn zu erkennen wenn ein Buchstabe fehlt?

Was für ein diot!

Gibt es nicht
06
13.12.2011, 08:44
warum?

kann man diese - offensichtlich zu kleinen und wirtschaftlich nicht lebensfähigen- banken nicht einfach sterben lassen oder verkaufen, statt ständig den steuerzahler zur kasse zu bitten? das ist ja echt lästig...

G. B. Corner
01
13.12.2011, 15:10

Das hat handfeste Gründe. Es hat nämlich für einen Landesfürsten gewaltige Vorteile, wenn er eine eigene Bank hat. Darum findet sich auch in der Opposition keiner, der die Institute schließen oder privatisieren möchte ;) - könnte ja sein dass man selber einmal die Bank brauchen kann.

Abgesehen davon sollte man die Frage schon grundsätzlich diskutieren: Soll es öffentliche Banken geben? Die Debatte entzündet sich ja im Moment daran, dass die HypoTirol wilde Verluste gebaut hat - warum wurde aber nicht schon darüber geredet, als das Institut noch Gewinne abgeworfen hat? Das kommt mir etwas scheinheilig vor.

rkvi
02
13.12.2011, 10:15
warum ?

... was heißt hier lästig, das ist kriminell. Aber, unseren Politikers das "Spielgeld " wegzunehmen kann man doch gerade jetzt, vor Weihnachten, nicht machen, oder ?

Moneymaker
02
13.12.2011, 10:03

Das Problem ist weniger die Größe dieser Banken sondern die Einflussnahme der Parteien und der Größenwahnsinn der Vorstände.

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