Außenministerium dementiert kategorisch - Juppe: Gründe für die Annahme, aber keine Beweise
Paris - Syrien hat den Vorwurf
Frankreichs zurückgewiesen, es stecke hinter einem Anschlag auf
UN-Friedenstruppen im Südlibanon am Freitag. Die Regierung widerspreche dieser
Anschuldigung kategorisch, erklärte das Außenministerium am Montag in Damaskus.
Entsprechende Äußerungen des französischen Außenministers Alain Juppe entbehrten
jeglicher Beweise.
Juppe hatte am Vortag erklärt: "Wir haben starke Gründe anzunehmen, dass
diese Angriffe von dort (Syrien) kamen." Weiter
sagte er dem Radiosender RFI: "Wir denken, dass dies am glaubhaftesten ist, aber
ich habe keine Beweise." Die Tat sei von der Hisbollah begangen worden. Laut
Juppe ist die radikal-islamische Gruppe im Libanon der bewaffnete Arm Syriens.
Bei der Explosion eines am Straßenrand versteckten Sprengsatzes wurden am
Freitag fünf französische UN-Soldaten verletzt. Juppe rief die Regierung im
Libanon auf, die Sicherheit der UN-Soldaten zu garantieren.
Der UN-Sicherheitsrat hat am Freitag neuen Beratungen über die Situation in
Syrien zugestimmt. Frankreich hatte dies neben
Deutschland, Großbritannien und den USA vorangetrieben. Die Regierung in Paris
wirbt dafür, in Syrien sichere Korridore zu
errichten, um Zivilisten zu schützen. (APA/Reuters)