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Die Einweihung des Gedächtnishaines erfolgte am Tag der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Graz - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am Montag in der Grazer Belgierkaserne einen Gedächtnishain mit Schriftstein - der an bis zu 219 in den letzten Kriegstagen 1945 in der Kaserne von SS und Gestapo erschossene und zum Teil am nahen Schießplatz Feliferhof verscharrte Menschen erinnert - seiner Bestimmung übergeben. Darabos erklärte in seiner Ansprache, dass das Bundesheer "seine Verantwortung der historischen Aufbereitung von Ereignissen in den eigenen Kasernen sehr ernst nimmt".
Der Minister erklärte bei der Eröffnung weiters, für politische Geisteshaltungen wie den Nationalsozialismus gäbe es keine Toleranz, durch ihn als verantwortlichen Bundesminister werde alles unternommen, um solche Strömungen im österreichischen Bundesheer nicht zuzulassen. Die Einweihung des Gedächtnishaines erfolgte am Tag der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Dieser Tag wird vom Militärkommando Steiermark seit 21 Jahren zum Anlass genommen, "geschichtliche Ereignisse in den eigenen Stätten ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen". Bisher hatte es zumeist Gedenkfeiern an jener Stelle am Schießplatz Feliferhof gegeben, auf dem im Frühjahr 1945 Massengräber entdeckt worden waren. 1996 hatte der damalige Korpskommandant Alfred Plienegger in Peggau-Hinterberg an der Stelle des ehemaligen KZ-Außenlagers einen Kranz für 82 ermordete Häftlinge niedergelegt.
Weitere Ermordete vermutet
Auf dem Gelände der heutigen Belgier-Kaserne in Graz, dem Sitz des Streitkräfteführungskommandos - einer früheren SS-Kaserne - werden noch die sterblichen Überreste von bis zu 77 durch die SS ermordeten Menschen vermutet. Darunter sollen sich zwei Alliierten-Soldaten und zwei Widerstandskämpferinnen befinden. Dies hatte eine von Darabos in Auftrag gegebene wissenschaftliche Untersuchung im Jahr 2010 ergeben.
"Systematisches Kriegsverbrechen"
Bei den Erschießungen im April 1945 habe es sich nicht um Verbrechen in Folge des Chaos zu Kriegsende, sondern um ein "systematisches Kriegsverbrechen mit aller Konsequenz" gehandelt, so der Historiker Dieter Binder, Vorsitzender der militärhistorischen Denkmalkommission, im Vorjahr. Die Gauleitung selbst habe die Ermordungen befohlen, die Leichen seien in Bombenkratern am Kasernengelände verscharrt worden. Ende April hätten die Täter noch versucht, das Verbrechen zu vertuschen: Die Leichen wurden exhumiert und am Feliferhof vergraben. Dieses Massengrab wurde später geöffnet und die Überreste von 142 Opfern geborgen. Zu den Opfern gehören u.a. Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene, ungarische Juden, Zwangsarbeiter und zum Tode verurteilte holländische SS-Männer.
Die Eröffnung des Gedächtnishaines hat eine Vorläufer-Initiative: 2005 hatten Schüler der Oberstufen von sechs Grazer Gymnasien auf Initiative von Bundesheer, Landesschulrat und der Liga für Menschenrechte beim ehemaligen Massengrab am Feliferhof Bäume gepflanzt. (APA)
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Dieser Teil des Handelns von Norbert Darabos gefällt mir sehr gut. Warum nur handelt er in anderen Bereichen (Umgang mit Mitarbeitern, Durchsetzung der Abschaffung der Wehrpflicht) so unerträglich ungeschickt bis schlicht ungesetzlich?
Es ist ein Jammer!!!
ein ergebnis auch der berichterstattung. und dass manche, die beim heer und eigentlich mehr noch in dessen umfeld sind, halt von anfang an vorurteile gegen darabos hatten. die werden sie auch nicht los, aber das kann man nur ignorieren, die sind eben so drauf. was solls - davon geht die welt und das bundesheer auch nicht unter.
- als ob Soldaten zu blindem Gehorsam gezwungen wären - damit wollen Sie Zustände wie in der NS-Zeit - wollen'S das nicht endlich begreifen?
Da geht es nicht mehr nur um Vorurteile, da geht es um definitiven Rechtsbruch!
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