FPÖ-Strategie

Charmeoffensive auf vier Pfoten

Benedikt Narodoslawsky, 14. Dezember 2011, 10:11
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    screenshot: einherzfuertiere.at

    Die FPÖ Wien kreierte eine eigene Homepage für die Aktion "Wir haben ein Herz für Hunde"

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    foto: rainer schüller

    15.000 Euro spendete die FPÖ für die mittlerweile umstrittene Hilfsaktion für ukrainische Straßenhunde

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    screenshot: fanpage hc strache

    Strache postete Ende November auf Facebook: "Maggie Entenfellner mit ihrem Pferd auf einem Foto! Danke auch für ihren großen Einsatz und ihre Tierliebe, sowie ihr gelebtes Herz für Tiere! So wie wir mit Tieren und Lebewesen umgehen, daran erkennt man unseren Charakter! Bitte helft auch ihrer Tierecke auf Facebook! Danke! Gemeinsam für den Tier- und Naturschutz!"

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    screenshot: einherzfuertiere.at

    Diese Sammelkarten werden an Kinder und Erwachsene verteilt. Laut FPÖ sei der Tenor der Kinder: "Die Hunde sind so herzig!" Aber auch für Besitzer von nicht so herzigen Kampfhunden hat die FPÖ ein politisches Angebot

Freiheitliche spenden für ukrainische Streuner, verteilen Leckerlis in Wien und wollen damit Hundebesitzer ködern

Die Wiener Freiheitlichen werden sich in den nächsten Tagen in den Parks tummeln, in Hundeschulen, auf Hundewiesen, überall dort, wo Menschen ihre treuen Gefährten Gassi führen. Sie werden Vierbeiner streicheln, ihnen Leckerlis geben, mit deren Herrchen und Frauchen sprechen. Über Hunde, über die Stadt, über die Welt - und schließlich werden sie den Hundehaltern Sammelkarten mit FPÖ-Logo in die Hand drücken. "Viele Hundebesitzer, darunter vor allem Kinder, sammeln die Sujets. Tenor: 'Die Hunde sind so herzig!'", schreiben die Freiheitlichen auf ihrer neuen Homepage. Die Seite heißt: einherzfuerhunde.at.

In den vergangenen Tagen sind die Wiener Freiheitlichen auf die Hundebesitzer gekommen, eine Zielgruppe, die laut dem Statistikreferat der Stadt Wien rund 52.000 Menschen umfasst. Das ist die Zahl der offiziell gemeldeten Hundebesitzer, die Dunkelziffer ist wohl höher - es ist jedenfalls ein Wählerpotenzial von vier Prozent aufwärts.

FPÖ-Hundestammtische

Veronika Matiasek, Wiener Stadträtin und Tierschutzsprecherin, hat die blaue Wir-haben-Hunde-lieb-Aktion aus zwei Gründen ins Leben gerufen: Erstens, weil die rot-grüne Stadtregierung die Hundeabgabe erhöhen will. Zweitens, weil die Freiheitlichen in Gesprächen mit der Bevölkerung bemerkt hätten, dass das Thema viele Menschen bewege. Schon vor der Wiener Wahl 2010 habe die FPÖ "Hundestammtische" in knallvollen Sälen abgehalten, "ich wünschte mir, dass jeder Stammtisch so gut besucht wäre", sagt Matiasek, der nächste sei bereits geplant.

"Diese Aktion ist natürlich auf Hundehalter und Hundefreunde abgestellt", sagt Tierfreundin Matiasek, die selbst kein Haustier hat, weil ihr dafür aus familiären Gründen die Zeit fehle. Sie sagt: "Naturschutz und Tierschutz sind seit langem im FPÖ-Parteiprogramm fest verankert und haben für uns einen großen Stellenwert."

Aus dem Lehrbuch für Political Campaigning

Peter Hajek, Politikberater und Meinungsforscher, sagt: "Was die FPÖ macht, ist wie aus dem Lehrbuch für political campaigning. Sie fragt sich: Wo gibt es potenzielle Wählergruppen, wie schauen sie aus und wo ist deren emotionaler Anker." So wie SPÖ und ÖVP das Feld der Pensionisten beackere und die Grünen die Radfahrer umgarnen, hätten die Blauen nun eben unter anderem die Hundehalter für sich entdeckt. Und der emotionale Anker ist mit dem besten Freund des Menschen nicht der schlechteste.

Maggie Entenfellners Gesicht steht in der Kronen Zeitung symbolhaft für die Tiefreundlichkeit des Blattes, der Erfolg der auflagenstärksten Zeitung des Landes begründet sich nicht zuletzt auch auf die Dauerbespielung dieses streichelweichen Themas. "Emotionen und Tiere bewegen die Menschen", sagt Entenfellner. "Das Thema Tiere wird immer wichtiger." Ende November hat sie einen Scheck bekommen, von der FPÖ, 15.000 Euro stand darauf, im Dezember lachte Parteichef Heinz-Christian Strache mit Generalsekretär Harald Vilimsky und Entenfellner aus der Krone.

Straches kleine Haustiere

Die FPÖ unterstützte Entenfellners Kampagne, in der sie für ukrainische Streuner sammelte. Ob die blaue Spende ehrlich gemeint war oder ob Strache nur PR machen wollte, beantwortet Entenfellner so: "Das hinterfrage ich nicht. Ich kann nicht in Personen hineinschauen. Aber wenn er dafür Geld aus der Werbekassa nimmt und damit auch einen PR-Auftritt hat, dann halte ich das für legitim." Strache sei jedenfalls gut informiert gewesen und habe auch "ganz lieb von seinen kleinen Haustieren" erzählt. Nach dem Treffen mit Entenfellner postete Strache an seine 105.000 Fans herzerwärmende Unterstützungserklärungen Richtung Krone-Tierecke.

Generalsekretär Vilimsky weist zurück, dass der Einsatz für die ukrainischen Hunde ein PR-Schmäh war. "Wir hätten mit dem Geld ja auch irgendwo inserieren können. Die Spende ist von ehrlichem Bemühen getragen und ist als reiner Tierschutz gedacht. Aber 'Tue Gutes und rede darüber' ist eine Grundregel der Kommunikation. Das ist nichts Schlechtes."

Falsche Fotos, falsche Informationen

Entenfellners Hilfsaktion ist mittlerweile ins schlechte Licht gerückt. Der Medien-kritische Blog "Kobuk" deckte auf, dass die Krone-Journalistin beim Spendenaufruf mit falschen Fotos und falschen Informationen hantierte, das Problem der streunenden Hunde in der Ukraine zum Skandal hochspielte und medienwirksam ausweidete. In der Krone-Leserschaft konnte die FPÖ ihr Image als tierliebe Partei dennoch aufpolieren.

Ein Widerspruch bleibt: Während die FPÖ mit dem Slogan "Unser Geld für unsere Leut" haussieren geht und sich mit aller Kraft gegen die Griechenlandhilfe stemmt, gilt das nicht für Hilfe, wenn sie ausländischen Hunderudeln zugute kommt. Warum diese Inkonsequenz? "Ich sehe das Problem der Straßenköter in Österreich nicht", erklärt Tierfreund Vilimsky. Österreichische Tierheime seien zwar vielleicht nicht optimal, aber von öffentlicher Hand und privaten Spenden gut bedacht. "Aber wir haben auch schon für österreichischen Tierschutz gespendet", sagt Vilimsky.

Hunderassen nicht diskriminieren

Die blaue Charmeoffensive der Wiener FPÖ beginnt in den nächsten Tagen und ist laut Matiasek mit ernsthaften politischen Absichten verbunden. "Die Stoßrichtung ist, dass wir eine volle Überarbeitung des Hundeführscheins wollen", sagt Matiasek. Hundehaltung solle bundesweit gleich geregelt sein, die Hundeabgabe solle neu gestaltet werden und bei Härtefällen - bei der Aufnahme von Hunden aus dem Tierheim etwa - gesenkt werden.

Und ganz wichtig: Der Hundeführschein müsse für alle Rassen gelten, nicht nur für jene, die als Kampfhunde kategorisiert wurden. Denn diese Rassen würden in Scharen in Tierheimen landen, in der sie dann als unvermittelbar gelten. Kurz: Man dürfe einzelne Hunderassen nicht diskriminieren. (Benedikt Narodoslawsky, derStandard.at, 14. 12. 2011)

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wrh
00
13.1.2012, 18:32

Lieb sind die zwei Hunderln von Frau Entenfellner auf dem Bild!

kater bruno
00

FPÖ ist eine Lügenpartei, siehe Blau Orange (die selben Leute) reine Abzocker und Leute die für die eigene Tasche arbeiten.

josefa maier449
00
Gabs da mal nicht eine Politikerin namens Petrovic

Das zu Hundekampagnen - irgendwie haben das doch die Grünen auch ganz gut gekonnt.

http://blog.atv.at/ampunkt/2... mber-2009/

josefa maier449
00
Pensionisten, Hundehalter, TV Hundedoktor blabla

ist doch eh egal, wer diese Zielgruppe bearbeitet. Die SPÖ tut das auch und schaut euch mal den Blödsinn rund um die Viecha im Fernsehen an!
Totalverblödung pur. Von wegen HUndebsitzer werden augegrenzt. Man wird doch nur blöd angschaut, wenn man KEINEN Hund hat. Und wenn man so ein Tier hat das Viech auch wie ein Tier zu behandelt und es nicht zu vermenschlichen versucht.

Gutmensch2
 
04
29.12.2011, 12:25
Deswegen kämpft die FPÖ engagiert für Hunde:

http://www.flickr.com/photos/an... otostream/

andy cohen - hofer
12
22.12.2011, 11:52
Spenden

ich glaube das es den gequälten Hunden relativ egal ist ob das Geld von der FPÖ oder sonst wem kommt.

die rosarote Brille
82
19.12.2011, 22:06

Vielleicht sollten die Gutmenschen und Hundehasser, die hier im Forum posten, darüber nachdenken, daß genau sie die Ursache sind, daß Hundebesitzer gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Die FPÖ ist die einzige Partei, die die Anliegen der Hundehalter berücksichtigt und öffentlich gegen die Diskriminierung bestimmter Hunderassen auftritt. Ich hoffe Sima und Co wird bei der nächsten Landtagswahl die Rechnung präsentiert.

die rosarote Brille
11
20.12.2011, 19:17

Das besch**** ist, dass es nur rote und grüne Stricherln gibt. Ihr könnt mir gerne auch blaue - und die Gutmensch-Rassisten - unter euch braune Stricherln malen.

Ist mir auch egal ;-)

Dr.Lion
21
18.12.2011, 12:29
Eh klor, die Effen lieben halt das BRAUNE,

das hinten rauskommt...

moejoe187
00
18.12.2011, 12:11

Sind sicher alles keine Stock Fotos...v.a. die Dame mit dem Golden Retriver sieht wie die typische FPÖ Wählerin aus...15.000 € von unserem Steuergeld für ukrainische Hunde..Bravo FPÖ! Nicht das ich das abschlachten der Hunde gutheiße, aber lieber H.C.: Das sind Ausländer, diese Hunde...wie kannst du nur?

Rayne Wooney
00
18.12.2011, 09:38

Also ich mag in Heinzi seine Aktionen.
Die Kommentare hier im Forum sind immer sehr erheiternd :-)

A Voice
10
17.12.2011, 21:25
Wie war das?

"Unser Geld für unsere Leut'"? Oder doch lieber für "Hunterl"? Sollen die Leut doch verrecken?

A Voice
00
19.12.2011, 09:16
Ach?

Hat's den Slogan nicht gegeben? Oder wie? oder was?

da dude
00
16.12.2011, 18:44

"Mei, die oaman Hundal."

Aber jeden Tag fest Schnitzel essen, lol. Wo die Kuh teilweis nach 3 Schuss no steht.

Reini 1394
00
19.12.2011, 23:26

wenn du einmal dabei gewesen wärst wie eine kuh (oder anderes tier) geschlachtet wird würdest du wissen dass keine ebensolche nach nur einem schuss noch steht sofern dieser richtig platziert wurde.

da dude
00
20.12.2011, 10:10

Ich bin in einem ländlichen Großbetrieb aufgwachsen.

Reini 1394
00
22.12.2011, 21:54

ehm ja ich bin grade dabei aber tut ja nichts zur sache - wollt nur fragen wie ihr das dann gemacht habt weil ich war auch schon oft dabei und sie sind immer sofort weg gewesen (bei richtigem schuss)
ich hoffe du bist nicht der meinung dass eventuelles zucken oder zappeln bedeutet dass sie noch lebt (nerven)

maus 14
02
16.12.2011, 17:32

hab seit sechs jahren ein griechisches hundi und das bellt schon perfekt hundiösterreichisch
muss ich fürchten , dass mein hundi ohne österreichischen hundikurs abgeschoben wird?
mein hundi ist seit jahren beim magistrat registriert
und bei meiner familie als pet beschäftigt

KammerlExperte
00
16.12.2011, 15:23
Dr. Seltsam
 
00
16.12.2011, 14:48

test

Dr. Seltsam
 
00
18.12.2011, 10:06

Wollte nur sichergehen, dass es kein technischer Fehler ist, sondern wirklich Zensur.
qed

Mike Freeman
00
15.12.2011, 21:17
paast schon - nimm ein Stracherl für dein Gaggerl

moejoe187
00
15.12.2011, 19:30

Ich habe kein Herz für Strache!

thatslife
00
15.12.2011, 18:35
aber zumindest beim hundeführerschein habens absolut recht

so wie jetzt ists absoluter schwachsinn. allein schon dass man etwa für einen schäferhund keinen braucht ist ja ein witz, da der ja für die meisten bissverletzungen verwantwortlich ist.
und auch der falsch erzogene pudel der lieben oma kann gefährliche bissverletzungen verursachen.

wäre höchste zeit mal alle hundehalter in die verwantwortung zu nehmen.

maus 14
00
15.12.2011, 16:50

fpö kann sich gestern nicht für hunde einsetzen und morgen sagen : war ein pr-gag

also , ich erhoffe blaue gelder für alle tierschutzgerechten einrichtungen in österreich und in der ukraine-punkt

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