Stadler und Weidenholzer neu im EU-Parlament

  • Weidenholzer zieht für die SPÖ ins EU-Parlament.
    foto: apa/rubra

    Weidenholzer zieht für die SPÖ ins EU-Parlament.

  • Mit Ewald Stadler sitzt erstmals ein BZÖ-Mitglied in Brüssel.
    foto: apa/robert jaeger

    Mit Ewald Stadler sitzt erstmals ein BZÖ-Mitglied in Brüssel.

Österreich wird nun von 19 Abgeordenten vertreten

Straßburg - Das Europaparlament hat am Montag vor Beginn seiner Plenarsitzung in Straßburg Verstärkung von 17 neuen EU-Abgeordneten bekommen, darunter der österreichische Sozialdemokrat Josef Weidenholzer und der neue BZÖ-Europa-Mandatar Ewald Stadler. Damit ist das BZÖ erstmals im Europäischen Parlament vertreten, Stadler gehört keiner Fraktion im Europaparlament an. Österreich verfügt nun über 19 anstatt bisher 17 EU-Abgeordnete.

754 EU-Abgeordnete

Die Aufstockung des EU-Parlaments um 18 auf insgesamt 754 Parlamentarier bis zum Ende der Legislaturperiode 2014 wurde nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags beschlossen. Spanien wird von nun an mit vier zusätzlichen EU-Abgeordneten vertreten sein, Österreich, Frankreich und Schweden mit zwei weiteren. Jeweils einen zusätzlichen Abgeordneten stellen Bulgarien, Italien, Lettland, Malta, die Niederlande, Polen, Slowenien und Großbritannien.

Lediglich einer von den 18 neuen EU-Abgeordneten aus den Niederlanden wurde von seiner Regierung zu spät gemeldet. Sobald dies erfolgt, wird auch er im Europaparlament aufgenommen.

Nach dem Lissabon-Vertrag sollte die Zahl der Europaabgeordneten ursprünglich von 736 auf 751 aufgestockt werden. Da das EU-Parlament 2009 aber noch nach dem Vertrag von Nizza gewählt wurde, muss die Zahl in der laufenden Legislaturperiode 754 betragen. Erst danach wird Deutschland wie bei den Verhandlungen um den Lissabon-Vertrag vereinbart drei Abgeordnete verlieren und anstatt mit derzeit 99 nur mehr mit 96 im Europaparlament vertreten sein.

Stadtler sitzt neben Ehrenhauser

Stadler sitzt im Planarsaal des EU-Parlaments neben dem ebenfalls fraktionslosen österreichischen Abgeordneten Martin Ehrenhauser und neben Philip Claeys vom rechtspopulistischen Vlaams Belang in Belgien. Weidenholzers Platz ist zwischen dem schwedischen Sozialdemokraten Jens Nilsson und der deutschen SPD-Europaabgeordneten Birgit Sippel. (APA)

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Die Bilder sprechen Bände.

Der kluge Denker und der laute Krakeeler....

Ein Jammer. Der Mann wird uns hier bitter fehlen.

Stadlers köstliche Brandrede zu den Unverschämtheiten des türkischen Botschafters: http://www.youtube.com/watch?v=F... plpp_video

stadler = heuchlerischer hetzer

-> gut für Ö - in der EU nehmen sie ihn ohnehin nicht ernst ..

ein freudscher vertipper

statler schreibt sich der herr von den muppets und er sitzt nicht neben ehrenhauser, sondern neben waldorf.

unterschied macht es natürlich keinen, die herren ähneln sich in kompetenz und tiefgang - wie zum verwechseln.

Stadler vor der EU-Wahl: "ich gehe nie nie nie in dieses korupte EU-Parlament, selbst wenn ich gewählt werde"

Nachher ist ihm ein warmes Plätzchen an den Fleischtöpfen lieber...

BZÖFPÖ at its best: Versprochen - gebrochen.

Erstens braucht Stadler kein "warmes Plätzchen", weil er ja auch einen Zivilberuf hat. Zweitens hat er das nie gesagt, was du hier behauptest.

Drittens hätte er im NR-Rat ohnehin sein warmes Plätzchen, im EU-Parlament verdient er keinen Cent mehr, als im NR-Rat. Im NR-Rat hat Stadler aber mehr Einfluß- und Gestaltungsmöglichkeiten, als im EU-Parlament.

Lesen sie nach - und sheen sie sich die damaligen TV-Interviews an.

http://www.salzburg.com/online/7m... ext=&mode=

und Thema Brotbeuf: Den haben alle unsere Parlamentarier, denn der österr. Nationalrat ist - auch wenn BZÖFPÖ ständig etwas andere behaupten - kein Parlament von Berufspolitikern.

Es gibt auch sogenannte Berufspolitiker - Ewald Stadler gehört nicht zu denen dazu.

weil er ja auch einen Zivilberuf hat

bei opus dei wahrscheinlich...

Das ist Unsinn, was Sie schreiben!

Stadler hat nie behauptet, nicht in das korrupte (sic!) EU-Parlament zu gehen, sonst hätte er sich ja nicht als Kandidat aufstellen lassen.

Was er erklärt hat war, dass er kein Mandat annehmen wolle, das ihm durch den Lissabon-Vertrag, den er ablehnte, zufallen würde.

Da aber nach seinem Verzicht, der Zweitplazierte, Freunschlag, der inzwischen zur mit der FPÖ verbündeten FPK gewechselt hat zum Zug käme, muss er das Mandat annehmen, da es sonst für seine Partei verloren wäre.

Man ändert seine Pläne, wenn sich die Gegebenheiten ändern - das machen alle vernunftbegabten Menschen.
Das werden S' doch als vernunftbegabter Mensch verstehen, Meister Röchlinger, oder?

Keine Narbenfratzen als AT-Vertreter in Brüssel. Soviel Anstand muss sein. Auch wenn sie sich hierzulande im Parlament schon wie die Haus-Asseln tummeln....

Immerhin hat das BZÖ bei der Schuldenbremse mehr Integrität bewiesen, als alle anderen Parlamentsparteien zusammen. Bei mir stehen die derzeit höher im Kurs als Faymann und Pilz.

Die APA hätte sich ruhig die Mühe machen können aus dem Archiv rauszusuchen, dass das BZÖ (Stadler selbst? Weiß ich nicht mehr genau...) damals explizit gegen den Lissabon Vertrag aufgetreten ist und auch öffentlich erklärt hat keinen Abgeordneten zu entsenden auch wenn sie durch die neue Sitzverteilung einen zusätzlichen Abgeordneten entsenden könnten...

Das BZÖ hat nie gesagt, dass sie keinen EU-Abgeordneten wegen dem Lissabon-Vertrag entsendet.
Das, was du hier behauptest, hat Ewald Stadler gesagt bei der EU-Wahl. Allerdings hat er ein halbes Jahr später seine Meinung geändert, weil der damalige Listenzweite, Jörg Freunschlag, der anstatt Stadler ins EU-Parlament fürs BZÖ gekommen wäre, im Dezember 2009 das BZÖ verlassen hat, und zum FPK gegangen ist, welches ein Anhängsel der FPÖ geworden ist.

Hab mir jetzt mal die Mühe gemacht:

http://derstandard.at/124411716... erschaffen

Sie hätten sich nicht die Mühe machen müssen - was Stadler erklärt hat, weiß ohnehin jeder.
Ihr Vorposter Sonnberger2 hat versucht Ihnen die Gründe zu erklären, warum sich Stadler jetzt anders entschieden hat.

Offenbar geht's nicht in Ihren Kopf hinein, dass man Zusagen auch ändern kann, wenn sich die Gegebenheiten unter denen man sie gegeben hat, ändern.

Weidenholzer

Lieber Standard, das Weidenholzer Bild ist aber sehr unglücklich - ich musste sofort nach dem Geburtsdatum googeln!

Weidenholzer

schaut wirklich so aus

Die Gesichter auf der Regierungsbank... :-)

Also hat das BZÖ doch keine Fraktion gefunden. Vorher hat man doch groß verkündet man stehe mit einigen EU-Fraktionen in Verhandlung.

Also ist Stadler auf der Eselsbank mit Mölzer und Martin.

2 gute Leute.

Weidenholzer ist noch einer der alten, echten Sozialdemokraten: hochgebildet, sozialdemokratische Gesinnung, zwar kein Arbeiter aber als Volkshilfe Präsident einsichtig,
Nicht meine Gesinnung, aber man muss diese Personen respektieren. Sie haben Österreich geprägt und glauben an das, was sie vertreten.

Das gleiche gilt für Stadler, der natürlich ungleich stärker polarisiert. Einer der letzten Stimmen die es wagt, gegen das Weltbild und die Normen des Zeitgeistes, anzureden.

"die es wagt, gegen das Weltbild und die Normen des Zeitgeistes, anzureden"

Das Gegenkonzept des Erzreaktionärs Stadler heißt "wehrhaftes Christentum" und Opus Dei, na Bravo.

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