Ausschreibungen sind veröffentlicht worden
Jerusalem - Israel hat die endgültige Baugenehmigung für 40
neue Wohnungen in einer jüdischen Siedlung im besetzten Westjordanland erteilt.
Sie sollten dort provisorische Bauten ersetzen, teilte der Chef des
Siedlungsrates von Efrat am Montag mit. Ausschreibungen der Behörde für
Landverwaltung seien veröffentlicht worden, bestätigte das
Verteidigungsministerium. Sie betreffen Wohnungsbauten in Ost-Jerusalem sowie in
den Siedlungen Efrat und Maale Adumim.
Die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche sind vor mehr als einem
Jahr am Streit über den Siedlungsbau gescheitert. Im vergangenen Monat hatte
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zu einem beschleunigten Bau von rund 2.000
Wohnungen in jenen Siedlungen aufgerufen, die Israel auch bei Abschluss eines
Friedensvertrages mit den Palästinensern behalten will. Die Entscheidung
Netanyahus, die Bauaktivität in den Siedlungen voranzutreiben, folgte auf die
Bemühungen der Palästinenser, bei den Vereinten Nationen (UN) den offiziellen
Status eines Staates zu bekommen. Die Palästinenser-Regierung startete diese
diplomatische Initiative aus Verärgerung darüber, dass die Friedensverhandlungen
mit Israel nicht vorankamen. (APA/Reuters)