Beteiligung sinkt unter Meldeschwelle von drei Prozent
Zürich - Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer hat nach seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat von Swiss Life seine Beteiligung am größten Schweizer Lebensversicherer wie angekündigt reduziert. Maschmeyer verkaufte 700.000 Aktien aus seinem gut 1,6 Millionen Titel umfassenden Paket und rutschte damit unter die meldepflichtige Beteiligungsschwelle von drei Prozent. Die Transaktion im Wert von 64,8 Mio. Franken (52,5 Mio. Euro) ging bereits am vergangenen Freitag über die Bühne, wie von der Schweizer Börse SIX am Montag veröffentlichte Daten zeigen.
Maschmeyer war in der Vorwoche aus dem Verwaltungsrat von Swiss Life ausgeschieden und hatte einen Beteiligungsabbau in Aussicht gestellt. Der 52-Jährige hatte den von ihm gegründeten Finanzmakler AWD im Jahr 2008 für 1,2 Mrd. Euro an die Schweizer verkauft. Swiss Life kämpft seither damit, die Geschäfte des von der Finanzkrise stark getroffenen hannoverschen Unternehmens wieder in Schwung zu bringen. Die Verstrickung Maschmeyers in Rechtsstreitigkeiten in Österreich und Deutschland wurde zunehmend als Hypothek für den Konzern angesehen.
Die Swiss Life-Aktien büßten 3,7 Prozent auf 90,25 Franken ein und entwickelten sich damit im Rahmen des schwachen Sektors. Die Versicherungswerte litten europaweit unter der drohenden Bonitätszurückstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's. (APA/Reuters)