Music Streaming

Kann Spotify Profit abwerfen?

12. Dezember 2011, 13:42
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    foto: flickr/ ericskiff

Unterschiede zwischen Free und Premium Accounts zu gering - Wenig Motivation für kostenpflichtiges Abo

Nachdem Spotify im Sommer in den USA gestartet ist, konnte der Musikdienst innerhalb der ersten fünf Monate bereits zehn Millionen Nutzer anziehen. In Österreich landete Spotify Mitte November - der WebStandard berichtete. Für das Unternehmen ergibt sich allerdings ein Haken, denn mit 2,5 Millionen ist nur ein Fünftel bereit, für den Dienst zu zahlen. 

Verhältnis 25 zu 75

Nun sind Diskussionen entbrannt, ob sich Spotify überhaupt finanziell lohnen wird. Klar ist, dass der Dienst mehr Premium-Kunden braucht, da sich ein Verhältnis 25 zu 75 langfristig nicht halten wird. Es erfordert Überzeugungsarbeit, um aus Free Usern zahlende Kunden zu machen. Insbesondere, weil sich das kostenlose Angebot nicht deutlich genug von den kostenpflichtigen Features unterscheidet.

Premium, Unlimited und Free

Für den "Premium"-Account legen Nutzer 9,99 Euro im Monat hin und hören dafür unlimitiert Musik auch im Offline-Modus und ohne Werbeeinblendungen. Der "Unlimited"-Account kostet 4,99 Euro monatlich bietet alle Funktionen des kostenlosen Angebots - allerdings ohne Werbung. Hier gibt's alle Features im Überblick.

Businessmodell

Trotz anfänglicher Lobeshymnen zu Spotify wie "Mit Geld kann man keine Liebe kaufen, aber man könnte Spotify kaufen. Und zurzeit scheint das dasselbe zu sein" (cnet) tauchen langsam kritische Stimmen eben zu einem langfristig erfolgreichen Businessmodell auf. "Spotify ist komplett davon abhängig, aus Gratis-Nutzern zahlende zu machen und es verliert Geld an die Werbung-unterstützten Seiten.", sagt Mark Mulligan, Digital Media Analyst, "Es ist ein Marketing Tool. Im Prinzip dreht sich alles darum, den Kreis zahlender Abonnenten zu vergrößern." (red)

Dominik Pfaffenbauer
00
12.12.2011, 16:07

ich finde spotify sehr intressant und hör auch gerne damit musik. das es mit facebook verknüpft wird ist mir egal (obwohl ich schon datenschutztechnische bedenken habe). Aber das Angebot gratis Musik zu hören (trotz werbung) ist für mich einfach unwiederstehlich :)

qu3ntin
00
12.12.2011, 14:09

hier ein (englischer) artikel darüber, was die wegelagerer (sorry, "vertreter der labels/musikindustrie" ist glaub ich der politisch korrekte terminus technicus) sich an bezahlung vorstellen: http://gigaom.com/2011/12/1... rd-labels/

da fällts dann wirklich schwer profitabel musik anzubieten.

in_vein
01
12.12.2011, 13:58

Problem seh ich eindeutig im Vertrieb. Man kann (zumindest bei uns) nur via PayPal oder Kreditkarte zahlen - beides hab ich nicht ergo für mich ein Grund nicht Premium zu gehen. Dazu kommt, dass es nur 1 Monats Angebot gibt. Da sind typische grauzonen Downloadanbieter (filesonic, wupload, rapidshare und co) einfach zuvorkommender - 3 Monatsplan und das ganze mit Sofortüberweisung. So wäre auch Spotify für mehr menschen interessant.

Hectic
00
12.12.2011, 14:04

Spotify fängt beim Facebookzwang an uninteressant zu werden.
Es würde mich brennender interessieren wenn sie nicht damit herkommen würden.

Gunar Gunarson
10
12.12.2011, 15:06
Ausrede...

jeder kann eine fake-facebookaccount mit fake-email machen und sich damit einloggen - ohne verlust der "persönlichen Daten".

galiontariaho
02
12.12.2011, 15:36
ausrede?

ja jeder kann das machen.. will das jeder machen?

ich persönlich geh dann einfach zu der konkurrenz die noch dazu gratisangebote liefern.

abgesehen davon gilt es natürlich auch nicht nur seine daten schützen zu wollen sondern grundsätzlich dienste abzulehnen, die facebookzwang einführen.

aber nicht jedem gehts ums prinzip.. leider...

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