Geänderte Lebensbedingungen

Frauen werden immer älter, leben aber mit Handicaps

12. Dezember 2011, 13:23

Herausforderung frauenspezifische Versorgung - Frauen erhalten 70 Prozent der Psychopharmaka

Wien - Frauen haben eine höhere Lebenserwartung als Männer, letzter sind im Alltag aber weniger durch Behinderungen und andere funktionale Beeinträchtigungen eingeschränkt. Zunehmender Stress und veränderte Lebensgewohnheiten bedingen bei Frauen heute mehr Herz-Kreislauferkrankungen und mehr psychische Erkrankungen wie Depressionen. Für die frauenspezifische Gesundheitsversorgung ergibt sich eine große Herausforderung, war der Tenor eines Pressegespräches des Gesundheitsdienstleisters Vamed in Wien. 

Seit 2003 ist die Lebenserwartung von Frauen von 81,5 auf 83,2 Jahre gestiegen. Allerdings leben heutzutage 22,3 Prozent mit Beeinträchtigung. Bei den Männern beträgt die Lebenserwartung aktuell 77,7 Jahre, 18 Prozent davon fühlen sich bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten durch eine Behinderung beeinträchtigt. Das zeige eine Auswertung der von Statistik Austria erhobenen Daten.

Gender Medizin

Auch eine Umfrage zum Thema Gender Medizin wurde präsentiert. Hier gaben 36 Prozent der Frauen an, schon einmal das Gefühl gehabt zu haben, vom Arzt falsch oder nicht ausreichend behandelt zu werden, weil sie "nicht ernst" genommen wurden. Auch rund ein Viertel der Männer stimmte dieser Aussage zu. Gut die Hälfte der befragten Frauen verneinte in der Telefonumfrage des Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag von Vamed, dass sie ausreichend über die unterschiedlichen Wirkungen von Medikamenten bei Männern und Frauen informiert sind. Bei den Männern fühlten sich 58 Prozent ausreichend informiert, 35 Prozent antworteten mit "Nein".

Befragt wurden 500 Österreicher ab 15 Jahre. "Der Bedarf für frauenspezifische Gesundheitsversorgung - insbesondere in der Prävention - liegt auf der Hand", sagte Vamed-Unternehmenssprecher Ludwig Bichler. Laut Karin Gutierrez-Lobos, Vizerektorin der Medizin-Uni Wien, wird auf psychosoziale Faktoren in der Diagnose und in der Behandlung zu wenig eingegangen. Dass 70 Prozent der verschriebenen Psychopharmaka Frauen erhalten, ist für die Expertin "wissenschaftlich nicht fundierbar". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 34
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Epistula non erubescit
01
13.12.2011, 13:31

Den Zusammenhang zwischen dem Bericht und dem Bild verstehe ich nicht ganz. Was hat eine Frau mit Gesichtsmaske mit gesundheitlichen Problemen im Alter zu tun?

marty fink
00
14.12.2011, 12:30
Wird wohl ein Bild vom Spa für Frauen von der Vamed sein...

Der lachende Mann
10
13.12.2011, 14:16
Kosmetik im Artikel ist die Antwort ;-

Der lachende Mann
21
13.12.2011, 12:38
Auch kein Wunder

Männer üben nunmal die körberlich fordernden Berufe in der Schwerarbeit aus und bezahlen dann dafür im Alter.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frau... gsberufe_2

olles leiwand
30
13.12.2011, 12:18
Nicht der Arzt heilt sondern Patient wird gesund!

Meistens wird man krank, weil etwas in eigenem Leben nicht paßt. Daher Psychotherapie auf Krankenschein würde das Schlucken von der Chemie sehr oft ersparen. Ernst genommen wird man dort auch, was eigentlich fürs Gesundwerden sehr wichtig ist: nicht der Arzt heilt sondern Patient wird gesund!
Nur das wird der Pharmaindustrie und allen anderen wer davon lebt nicht sehr gefallen.
Auch die Menschen wollen nur eine oder andere Pille schlucken, die es wieder gut macht. Sogar die Chinesen, die eine Ganzheitliche Medizin haben bevorzugen des Öfteren die Pillen.

Harry Y.
 
00
16.12.2011, 15:28
Seien Sie froh,

wenn Ihre Angehörigen oder Freunde oder Kollegen Pillen schlucken. Psychotherapien sind zwar im Großen und Ganzen sehr zu empfehlen, um die z.b. familiären Ursachen für psychische Störungen auf den Grund zu gehen; jedes Problem können sie aber auch wieder nicht lösen. Mit Hilfe von Pillen halbwegs funktionieren zu können, ist oft der einzige Ausweg. Und das Leiden, das eintritt (schon vorhanden ist), wenn Ärzte Medikamente verweigern, ist häufig fürchterlich.

Ich bitte also darum, Betroffene nicht zu belästigen.
Das Gerede über die schlimmen Pharmafirmen langweilt; und es wird dabei verschwiegen, wie effektiv viele Medikamente sind. Psychotherapie auf Krankenschein ist natürlich begrüßenswert; jedoch sollten in vielen Fällen auch Pillen

Harry Y.
 
00
16.12.2011, 17:43

begleitend genommen werden.

Estereich
11
13.12.2011, 12:02
Frauen werden immer älter, leben aber mit Handicaps

haha, true shit! kamma lassen XD

Super Sharp Shooter
00
13.12.2011, 13:04

ich hab krumme dinger laufen ... ;)

utarefson
00
13.12.2011, 08:46
Sch....studie

über so eine Umfrage zu diskutieren ...

badlwand
00
13.12.2011, 00:03
dann passt das eh, mit der früheren Pension??

carbonara
07
12.12.2011, 20:26
Die Lebenserwartung muss noch gegendert werden !

astemp79
92
12.12.2011, 20:01
Angst

Und - immer geht es um Medikamente: die Pharmalobby schläft nicht.

Frauen erfahren Angst vor möglicher Krankheit viel stärker als Männer, weshalb sie sich viel öfter in ärztliche Begutachtung begeben und natürlich mit den "nötigen" Medikamenten (Wechsel, Blutdruck, seelische Beschwerden ...) dauerhaft versorgt werden. Damit geraten sie schneller in medikamentöse Abhängigkeit als Männer.
Wenn Frauen hingegen beginnen, sich selbst um ihre Gesundheit zu kümmern und dazu eigene Strategien zu entwickeln: dann sieht das Bild völlig anders aus.
Aber das ist - noch - die Minderheit, da wir leider immer noch patriarchalisches Denken haben und die Frau als "Nehmende" gilt, in dem Fall sogar wortwörtlich.

Der Unkurze
01
13.12.2011, 15:11

"Wenn Frauen hingegen beginnen, sich selbst um ihre Gesundheit zu kümmern und dazu eigene Strategien zu entwickeln: dann sieht das Bild völlig anders aus."
Sie sterben dann genauso früh wie Männer?

rosebud2
01
13.12.2011, 09:52
..und immer wieder sind die Pharmafirmen schuld

...das ist so einfach und abgedroschen.

Natürlich gibt es Skandale und schwarze Schafe, wie in jedem Bereich. Natürlich sind das Wirtschaftsunternehmen und keine Caritas und sie müssen den Umsatz steigern und ihre Mitarbeiter bezahlen. Logisch!

Natürlich geht es auch immer um Medikamente. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von Therapien und millionfach sinnvoll. Fragen sie mal diejenigen, denen sie helfen.

der gärtner
711
12.12.2011, 16:20

der grund dass frauen mehr medikamente bekommen ist der, dass sie viel öfter und schneller zum arzt gehen

und dass sie sich öfter als männer nicht ernst genommen fühlen liegt daran, dass sie dabei seltener konkrete symptome bieten.

und da männer quer durch alle altersgruppen kränker sind und offensichtlich vom zugang zum gesundheitswesen abgehalten werden,

liegt der bedarf klar bei der männergesundheit und eben nicht bei denen die trotz besserer gesundheit das gros der aufmerksamkeit und versorgung erhalten.

Tethys
03
13.12.2011, 12:30

"und da männer quer durch alle altersgruppen kränker sind und offensichtlich vom zugang zum gesundheitswesen abgehalten werden"

Wird Männern beim Arzt nicht die Tür aufgemacht?
Bindet man Männer die Schuhbänder zusammen, damit sie nicht zum Arzt gehen können?

Wie konkret stellen Sie sich die "Hinderung" denn bitte vor??

der gärtner
21
13.12.2011, 12:59
als strukturelle gewalt natürlich

wenn männer trotz krankheit nicht zum arzt gehen und obwohl sie kränker sind, weniger therapien verschrieben bekommen, gibt es offensichtlich strukturelle bio-psycho-soziale hindernisse und diskriminierungen.

wie das konkret aussieht und welches hindernis überwiegt gilt es zu erforschen und dann gezielt gegenzusteuern.

das ist aufgabe der gendermedizin

und wie gesagt, weil bei männern mehr handlungsbedarf besteht, sollte der schwerpunkt der gender medicine auch bei der männergesundheit und nicht bei der frauengesundheit liegen.

Tethys
01
13.12.2011, 14:33

Sie haben noch immer nicht konkretisiert, wie GENAU Männer am Arztbesuch gehindert werden..... Ihre Antwort enthält zwar viele Wörter, aber kein einziges beantwortet meine simple Frage.

Di Fazz
00
13.12.2011, 16:28
Das ist natürlich...

... die gläserne Eingangstür an den Arztpraxen, die für Männer verschlossen ist.

Der Unkurze
00
13.12.2011, 15:16

hmm woran erinnert mich das nur... aja an die Befürwortung von Frauenquoten...

So dann versuche ichs mal: Standardfamilie, Hauptverdiener, Nebenverdiener, 2 Kinder.
Was passiert wenn man zu oft krankgeschrieben wird? Man kann keine Überstunden machen und wenns schlecht geht wird man gekündigt.

Wer kann das eher riskieren, Haupt oder Nebenverdiener?

Hinzu kommt ja das bei Männern phsychische Störungen wie depression deutlich seltener erkannt wird als bei Frauen, hierzu gab es im Standard bereits einen Artikel.

Dann vergleichen sie mal, wieviele Frauenärzte gibt es und wie viele Andrologen (also Männerärzte)?
Wie viele Kampangen gegen Brustkrebs, wieviele zu Prostatakrebs?

Tethys
01
14.12.2011, 08:59

Kein überzeugendes Argument dabei, was genau Männer daran hindert, sich in Arztpraxen zu begeben.

Angelika70
10
14.12.2011, 10:00

Wenn der Alleinverdiener in längern Krankenstand geht, verhungern die erwerbslose Gattin und die Gschroppen.

Kapiert?

Jehane
00
14.12.2011, 13:57

Und was hindert die Gattin daran, selbst arbeiten zu gehen?

Tethys
01
14.12.2011, 13:48

Arztbesuch hat konkret was mit langem Krankenstand zu tun? Vorsorgeuntersuchungen können lange Krankenstände sogar verhindern, aber Männer gehen selten zu diesen Untersuchungen.

Kapiert?

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