Kämpfe zwischen Bevölkerung in Rebellenhochburg Zintan und Gaddafi-Anhängern des El-Mashasha-Stammes
Wamis - Bei Gefechten zwischen rivalisierenden Milizen in
Libyen sind Bewohnern zufolge mehrere Menschen getötet worden. Auslöser des
jüngsten Gewaltausbruchs südlich der Hauptstadt Tripolis sei der Tod eines
Milizenanführers aus der ehemaligen Rebellenhochburg Zintan, berichteten
Bewohner am Montag. Danach sei es zu Kämpfen zwischen Einheiten aus Zintan und
Mitgliedern des El-Mashasha-Stammes in der Stadt Wamis gekommen. Mindestens drei
Menschen seien dabei getötet worden.
Zwischen dem El-Mashasha-Stamm und der Bevölkerung in Zintan existiert eine
lange Feindschaft, die sich während des sieben Monate andauernden Bürgerkriegs
noch verschärft hatte. Während sich die Kämpfer in Zintan am Aufstand gegen den
ehemaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi beteiligten, stellten sich die
Einheiten des El-Mashasha-Stammes mehrheitlich hinter die Truppen des Diktators.
Der jüngste Gewaltausbruch unterstreicht, wie brüchig der Frieden nach dem
offiziellen Ende des Bürgerkriegs immer noch ist. (APA)