Premier Tsvangirai soll Strafe in Form von Tieren zahlen

12. Dezember 2011, 10:47
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Stammesfürst verhängt Bußgeld wegen Hochzeit im November

Harare - Ein lokaler Stammesfürst hat den simbabwesischen Ministerpräsidenten Morgan Tsvangirai mit einer Strafzahlung von zwei Kühen und zwei Schafen wegen dessen Heirat im Monat November belegt. Der 59-jährige Regierungschef hatte örtlichen Medienberichten zufolge am 21. November in einer traditionellen Zeremonie die Geschäftsfrau Locadia Tembo geheiratet und einen Brautpreis in Höhe von 36.000 Dollar (rund 27.000 Euro) und 15 Rindern an deren Familie gezahlt. Zwölf Tage später löste er die Beziehung wieder auf, betonte aber, den Tembos eine Entschädigung gezahlt zu haben, nachdem er die Frau mit Zwillingen geschwängert hatte.

Weil er den Brautpreis im heiligen Monat November zahlte und damit gegen ein kulturelles Gesetz verstieß, belegte der Stammesfürst Negomo aus Chiweshe in der Region Mashonaland Central Tsvangirai mit der Strafzahlung. Neben den Tieren muss der Ministerpräsident demnach zusätzlich ein Bußgeld in Form von zehn Meter weißen Stoffes zahlen. Seiner "Ehefrau" wurde ebenfalls eine Strafzahlung von zwei Kühen, zwei Schafen und einer Ziege auferlegt, weil sie das Angebot akzeptierte.

Tsvangirai erklärte, dass er das Urteil nicht akzeptiere. Sein Sprecher Douglas Mwonzora sprach von einer politischen Intrige der Partei von Präsident Robert Mugabe. Tembos Schwester ist eine Abgeordnete von Mugabes Partei Zanu-PF. Der seit Jahrzehnten regierende Mugabe will 2012 wiedergewählt werden und die 2009 ausgehandelte Machtteilung mit Tsvangirai beenden. (APA)

  • Symboltiere.
    foto: epa/mohamed messara

    Symboltiere.

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