Apple verschenkt bei jeder neuen Shop-Eröffnung T-Shirts - begehrter sind aber die "Uniformen" der Mitarbeiter
Dass die Manie um Apple-Produkte eigenen Regeln folgt, ist spätestens seit dem Hype um die ersten weißen Kopfhörer bekannt. Das Apfellogo übt auf Fanboys und Fangirls mitunter eine so starke Anziehungskraft aus, dass es sich einige sogar unter die Haut stechen lassen. Auch T-Shirts sind eine begehrte Trophäe. Bei jeder Eröffnung eines offiziellen Apple Stores erhalten die ersten Kunden ein Shirt mit dem Namen des neuen Shops - so auch am vergangenen Freitag bei der Eröffnung des Grand Central Terminal Stores in New York.
Über 350 Stores und Shirts
Der erste Apple Stores hat 2001 in Kalifornien seine Pforten geöffnet. Seither wurden weltweit über 300 Flagship-Stores eröffnet - das ergibt für Sammler buchstäblich eine Menge Stoff. Alle Apple-Shirts werden von der Graphic Design Group des Konzerns entworfen, die auch die Verpackungen für iPhone und Co kreiert, und tragen meist auch den Schriftzug "Designed by Apple in California".
Uniform
Noch begehrter als die Leiberl, die den Kunden überreicht werden, sind allerdings die Uniform-haften Shirts der Store-Mitarbeiter. Die Crew in Apples Flagship-Geschäften trägt Shirts, auf denen Produkte und Dienste des Konzerns beworben werden. Der Konzern stichelt damit mitunter auch gerne gegen die Konkurrenz. So wurden neue Macs 2007 mit dem Spruch "Go beyond Vista ... It's time to get a Mac" " in Anlehnung an Microsofts Betriebssystem angepriesen. Eine Auswahl der Shirts ist in einer Slideshow der New York Times zu begutachten.
Verschenken verboten
Die Mitarbeiter-Shirts sollten dabei eigentlich nicht den Weg auf die Leiber von Nicht-Apple-Mitarbeitern finden. Der Wiederverkauf oder das Verschenken ist den Angestellten verboten. Aber wie das auch mit den Gerüchten um zukünftige iPads, iPhones oder MacBooks so ist - irgendwo flutscht immer etwas durch. Und so werden auch Mitarbeiter-Shirts an Freunde und Bekannte unter der Hand weitergereicht oder ganz ungeniert auf eBay verscherbelt.
Öffentlich zu tragen, trauen sich die Shirt-Besitzer aber kaum. Das wäre fast schon Amtsanmaßung, verrät ein Besitzer der "illegalen" Devotionalien gegenüber der NYT, als ob man eine Polizeiuniform trage. Ein anderer Träger eines "illegalen" Mitarbeiter-Shirts berichtet, dass er in der Notaufnahme vom Krankenhauspersonal gefragt wurde, wann denn das neue iPad komme. Ja, die Macht ist stark in Steve Jobs' Reality Distortion Field. (br)