Studiengebühren - Welches Modell favorisieren Sie?

Umfrage | 12. Dezember 2011, 10:31

Der Widerstand gegen Studiengebühren bröckelt - Wie könnte ein entsprechendes Modell aussehen?

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Bundeskanzler Werner Faymann sagte am Sonntag in der ORF-Pressestunde, in die Diskussion um ein Comeback von Studiengebühren komme "Bewegung", wenn das Modell nicht darauf hinauslaufe, dass Kinder aus einfacheren Verhältnisse dann noch schlechtere Chancen auf eine Studienkarriere hätten.

Wie soll Ihrer Meinung nach das Studiengebühren-Modell aussehen?

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Posting 1 bis 25 von 199
1 2 3 4 5
Juin
00
Wenn die Regierung angemessen in den Tertiärsektor investiert und es dann immer noch nicht reicht, dann zahle ich gerne.

Es ist allerdings nicht die Aufgabe der Studenten, die Verantwortung der Politik zu übernehmen bzw. auszubügeln. Ausserdem hätte ich, bevor gezahlt wird, auch gerne die Absicherung dass der daraus zusammenkommende Betrag nicht wie letztes Mal wieder vom Budget abgezogen wird. Das ist nämlich, gelinde gesagt, eine einzige Farce.

nero08
00
26.4.2012, 23:28
So wie es bis jetzt war!!!

Also es zahlen jene, welche über die Mindestudienzeit + 2 sind und welche aus einem nicht EU-land kommen! fertig!

oder wenn es wirklich nicht anders geht und ALLE zahlen müssen das nachgelagerte system!

da zahlen auch ALLE auch jende die eine Stip. bekommen. nacher können sie es sich wohl leisten, wenn sie nicht gerade Kunst oder sowas machen...

Langschluss
51

Prüfungsgebühr:
Erster Antritt x Euro; zweiter Antritt xxx Euro; dritter Antritt xxxx Euro; vierter Antritt xxxxx Euro, dann Rauswurf plus xxxxx Euro Aufwandsentschädigung.

heinzi23
31
Mein Vorschlag:

Studiengebühren, aber jeder bezahlt gleich viel.
Ein Studium mit sagen wir 150 ECTS sollte x Euro kosten. Wenn jemand 8 Semester braucht, sollte er x Euro zahlen. Wenn jemand 16 Semester braucht, sollte er ebenfalls x Euro zahlen. Also ein Preis pro ECTS.
Zusätzlich Studienbeihilfe wie es früher üblich war.

Ich persönlich finde es sozial ungerecht, wenn jemand vollzeit studieren kann, weil die Eltern das Studium finanzieren, dadurch schneller fertig wird und somit weniger Kosten anfallen als bei jemandem der während des Studiums arbeit muss.

Für Genies die viel schneller sind, findet sicnh sicher auch eine Lösung, wie Leistungsstipendien.

Sollte wirklich nicht allzu schwer umzusetzen sein.

Mary F.
20
28.2.2012, 20:39
Prinzipiell bin ich fuer Gebuehren und auch dafuer, dass die Unis die Hoehe selbst angeben!

Gleichzeitig soll die Politik hier eine Maximalhoehe vorgeben, zB 500 Euro pro Semester. Jeder Cent dieser Gebuehren soll zu 100% der jeweiligen Unis zukommen.

Zusaetzlich soll es den Studenten aber offen stehn, ob sie die Gebuehren gleich bezahlen oder aber einen staatlichen Kredit in Anspruch nehmen, den sich nach Abschluss des Studiums in moderaten Raten und mit niedrigen Zinsen zurueckzahlen koennen.

Dadurch, dass der Staat sowohl die Kredite vergibt als auch die Maximalhoehe vorschreibt, koennen amerikanische und britische Zustaende vermieden werden.

Es geht hier primaer um Placebogebuehren, und dafuer dass ausl. Studenten einen kleinen Beitrag leisten, der direkt den Unis zugute kommt.

Franz Freiherr von Sommaruga
 
02
27.2.2012, 12:42
Wenn die Studiengebühren von der Studienförderung

wieder aufgefangen werden, wo ist dann der Sinn? Ist bloß eine Umverteilungspolitik. Und die paar tausend EU-BürgerInnen, die an österreichischen Unis studieren, tun auch niemandem weh. Die Studiengebühren sind bloß eine Hürde!...

genau
40
Bildung ist ein Grundrecht!

Allerdings auch eine Dienstleistung die nicht gratis sein kann! Durch keine Studiengebühren zahlt der 0815 Steuerzahler die anfallenden Kosten - das ist weder sozial noch gerecht.

Da jedoch jeder ein Recht auf Bildung haben muss, verstehe ich nicht warum man die Gebühren nicht einfach nachträglich zahlen kann (siehe schwedisches Modell) - gerade dann sollte man es sich leisten können...

anti-intellektuell
04
11.3.2012, 22:54

von welchem schwedischen modell sprechen sie denn ? ich hab selber in schweden studiert da gibts keine gebühren im nachhinein

Melosira
02
gebühren

Hallo,
da man ja auch in der Schule jahrelang Bildung immer noch gratis erhält, sollte man auch dafür einen Kredit aufnehmen (zu günstigen Bedingungen) und zumindest einen Teil der Kosten (ca. 3000 € pro Jahr) mittragen.
im ernst?

verdi85
00
neues stipendiensystem, öffentliche darlehen

ich bin für ein modell, in dem studenten öffentliche darlehen zu sehr guten konditionen bekommen, die sie nach abschluss des studiums zurückzahlen. universitäten sollen die möglichkeit bekommen, in gewissem rahmen gebühren einzuheben. ich meine nicht, dass dadurch alle kosten von den studierenden getragen werden sollen. kann mir aber unter diesen vorausetzungen studiengebühren von €1-2k pro semester vorstellen. bei einer studiendauer von zb 12 semestern wären das €12-24k für ein studium von dem man ein leben was hat.
parallel dazu bin ich für ein neues stipendiensystem, das sozial bedürftige UND zielstrebig studierende unterstützt. ausserdem sollten hochbegabte und hochmotivierte unabhängig von der sozialen bedürftigkeit unterstützt werden.

bibliothekar
14
18.12.2011, 19:42

Warum sind eigentlich volksschulen und gymnasien kostenlos? ;)

xy
00
26.4.2012, 21:08

volksschulen? ganz einfach, weil sie pflicht sind.

ralika
02
18.12.2011, 18:34

Interessant - jetzt wird schon darüber abgestimmt was das geringste Übel wäre.

Im Prinzip geht es doch darum, mit welcher Argumentation man den Bürgern noch ein paar Euros mehr aus der Tasche ziehen kann. Das ist das traurige Ergebnis der an sich erfolgreichen Studenten-Proteste: sie haben Aufmerksamkeit erregt - und jetzt muss man was machen.

Was jetzt damit passiert: nutze den Moment der Aufmerksamkeit und erringe dadurch Zustimmung für ein Gesetz das Kohle einbringt.

-> GEGEN Studiengebühren.

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
18.12.2011, 17:36
Bildung != Ausbildung

Bildung ist wichtig und soll für alle frei erhältlich sein. Gegen einen kleinen (auch aus der Sicht des einzelnen verschmerzbaren) Verwaltungsbeitrag gibt es nichts zu sagen. Wenn man die Menschen mehr zur Inanspruchnahme des Bildungsangebots motivieren würde, hätte man auch gleich weniger Probleme mit Links- und Rechtspopulismus...
Ausbildung ist auch wichtig, muss aber, so wie Nahrung oder Wohnen, nicht zwangsweise gratis sein. Es sollte trotzdem jeder eine faire Chance erhalten, sich mit Ausbildung zu versorgen. Wir leben eh im Überfluss, wieso können wir den nicht einfach verteilen an die dies brauchen können - Möglichkeiten gäbs:
-HTLs/HAKs aufwerten
-Unis durch Zugangsregeln entlasten
-Technokratie und Titelgeilheit abschaffen
..

christ_sein
01
18.12.2011, 17:01
Wie wichtig ist uns Bildung?

Diese Frage müssen wir uns stellen. Man sagt ja, dass Bildung DER Zukunftsbereich ist. Ein Student aus Tansania war erstaunt, dass es in Österreich einen Gratiszugang zu den Schulen und Universitäten gibt. In Tansania, einem der ärmsten Länder, kostet Bildung. Da wir nun diesen Gratiszugang zur Bildung in Österreich haben sollen wir dankbar darüber sein.
Grundsätzlich bin ich für ein freies Bildungssystem, auch für den UniZugang ohne Gebühren. Aber - eine Verwaltungsgebühr von Euro 100,-- pro Semester wäre zumutbar. Mehr sollte man bei den derzeitigen Verhältnissen (Lehrer-Studenten-Verhälnis) nicht veranlagen.
Zusätzlich gibt es ja den Privat Bildungssektor mit Bezahlung in Ö schon
(Privatunis, Privatschulen, Post Graduate ...)

kanvier
00
18.12.2011, 13:22
Ist ein Handwerk schlechter als eine fr.Mag. oder ein hr.Dr.

Jeder Lehrling investiert seine Arbeitskraft in Seine Ausbildung, wieso soll das bei einen Studium nicht so sein.

bibliothekar
01
18.12.2011, 18:40

Genauso ist es beim studium. Was denken sie, was studenten den ganzen tag lang tun, außer arbeiten?

Superschurke
08
17.12.2011, 21:04
Outsourcen

Wie wäre es mal mit einer gänzlich neuen Perspektive? Alle Universitäten zusammen kosten die Republik 1,6 Mrd. € pro Jahr. Die Stützung der Pensionen aus dem Bundesbudget macht aber lediglich 9 Mrd. € aus.

Warum also nicht endlich die Idee vom "Bildungsland" aufgeben und die Unis zusperren? Wer studieren möchte kann ja einfach ins Ausland gehen. Ich bin mir sicher, daß viele dann gerne wieder zurückkehren würden. Man kann ja auch ein (kleines) Stipendium andenken.

Vorteile:
1) Alle Pensionisten könnten noch ein paar Prozent mehr bekommen
2) Für inländische Akademiker wächst keine Konkurrenz mehr nach
3) Keine Studiengebührendebatte mehr (verfolgt uns seit dem Jahr 2000)
4) Keine deutschen Studenten
5) Keine Bummelstudenten

Na, wie wär's?

nZee
10
17.12.2011, 18:43

Gekoppelt an die Studiendauer++/Lohnsteuer++/Pensionshöhe++/Anzahl der Kinder--/Mindestgehalt-- soll jeder der einmal angefangen hat zu studieren einen !kleinen! Beitrag bis zum Verlassen der Welt monatlich zahlen. Auch jetzt rückführend an alle pensionierte Diplomträger(Stichwort: Generationsvertrag!)

dr.ban cok
03
17.12.2011, 04:39

wenn ich die (hohen) kosten für mein studium im ausland selbst trage und dem österreichischen staat damit keine kosten verursache, dann aber mit meinem know-how für eine österreichische firma arbeite hätte ich gerne ausgleichszahlungen gesehen.

...wenn wir schon beim thema sind...

danerk
04
16.12.2011, 20:05
Mein Vorschlag bzgl. Studiengebühren:

Investition nicht mit Kosten zu verwechseln. Wirklich niemand in unserem Land ist glücklich, wenn wir in 15 Jahren die T-Shirts für den chinesischen Markt nähen. Neid hin oder her. Leute die studieren wollen, sollen es können. Ob sie sich nun auf einer FH-Hamster-Rad-Schule oder in einem Massenstudium inskribieren. Angebot und Nachfrage werden den späteren Lebensstandard eh bestimmen. Das KANN man sich im konkreten Fall schon vorher überlegen.

Dieses blöde Thema ist wieder nur eines von diesen Ablenkungen. Um wieviel geht es denn bei den Gebühren wirklich. Ich mein im direkten Vergleich....
Es gibt im Moment echt größere Probleme. Kein Wunder dass die Finanzmarkt-Gang einfach Wert abzweigt - solang alle bei den Studieng herumtümpeln.

De schdadisdig is a hund
07
16.12.2011, 17:40
Eigentlich bin ich ja gegen Studiengebühren,

aber die Irren werden so lange polemisieren, bis sie kommen werden (Merke; die Irren setzen sich momentan immer durch). Wenn also Studiengebühren, dann sollten es wirklich *Studien*gebühren sein, und nicht wie bis jetzt *Inskriptions*gebühren vulgo Wegelagerei. Irgendwas mit "pro ETCS-Punkt" , dann kann sich jeder seine Studiendauer einteilen, ein Studium kostet dann gleich viel, egal ob Mindeststudiendauer oder Bummelstudent.

kiwi99
10
16.12.2011, 07:50
Studiengebühren ja, weils eh schon egal ist

Ein wenig gut durchdachtes Schulsystem sorgt bereits in der 4. Klasse Volksschule für eine Trennung von Kindern aus einfachen Verhältnissen in Richtung Hauptschule, und Gymnasium für Kinder der Mittelklasse und höher. Es bleiben zu Studienbeginn sowieso nur jene Jugendliche über, die über ausreichende finanzielle Ressourcen verfügen, de facto können die oder deren Eltern sich ein Gebührenstudium eh leisten. Was peinlich ist, ist eine beschämend niedrige Anzahl an AkademikerInnen in Österreich und ein steigendes Gefälle zwischen den Bildungsschichten.

peter kolb
10
15.12.2011, 15:43
studienkonto teil 2

unis verrechnen echtesten und können auch privat betrieben werden. Staat bestimmt den Lehrplan und kontrolliert die Prüfungen. und das budget ist frei von einer menge Belastungen. Gerecht ist es allemal: warum soll die Allgemeinheit die Ausbildung von zukünftigen Besserverdienenden bezahlen ? und nein: natürlich zahlen die mehr Steuer aber die zahlt auch jemand der gut verdient und sich nicht gratis ausbilden hat lassen. und nein, ich hab studiert und bin nicht neidig. der Zugang zur uni muss frei sein, aber nicht kostenlos. und wer kann muss es zurückzahlen und zwar alle kosten, die ihm zuzurechnen sind. besser geht's net wirklich. die Unis kriegen für jeden Studenten mehr auch mehr geld und es entsteht Wettbewerb.

Schwester Antiperistaltik
10
15.12.2011, 21:45
studiengebühren ja, aber fair:

das bisherige modell war unfair. berufstätige studenten, die aufgrund ihrers erwerbs nicht in mindestzeit studieren können, zahlen mehr, weil pro semester. die von der uni entgegengenommene leistung ist aber die gleiche wie bei mindestzeitlern (exakt die gleichen lehrveranstaltungen).
dh leute, die es sich nicht leisten können auf arbeit zu verzichten, zahlen drauf! (ist das der soziale ausgleich, der gefordert ist?)

studiengebühren sind prinzipiell ok, aber nur abhängig von der anzahl an besuchten veranstaltungen.
zB X€ pro ECTS, oder X€ pro SemWoStu oder pro Prüfungsantritt. das wäre fair. so zahlen langzeitstudenten drauf, wenn sie oft wiederholen, aber nicht, wenn sie hackeln und damit die wirtschahft ankurbeln!!

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Posting 1 bis 25 von 199
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