Ex-Premier de Villepin will Präsident werden

11. Dezember 2011, 22:31

Kandidatur bekanntgegeben In Umfragen derzeit bei einem Prozent

Paris - Der frühere französische Regierungschef Dominique de Villepin tritt bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr an. De Villepin gab am Sonntagabend im Fernsehsender TF1 seine Kandidatur bekannt. Er sei überzeugt, dass der Wahltermin im nächsten Jahr ein "Termin der Wahrheit, des Mutes und des Willens" sein werde, sagte der Gründer der Partei Republique solidaire (Solidarische Republik) auf TF1. Es beunruhige ihn, zu sehen, wie das Gesetz der Märkte Frankreich demütige und dem Land weiteres Sparen aufbürde. Für die Zukunft sei eine "Republik der Bürger" nötig. "Die Franzosen müssen aufwachen", forderte er.

De Villepin werden bei dem Urnengang allerdings noch nicht einmal Chancen auf einen Achtungserfolg eingeräumt. Er liegt in Umfragen derzeit bei einem Prozent.

Villepin war von 2005 bis 2007 unter dem damaligen Staatschef Jacques Chirac Regierungschef. Im Februar verließ er die konservative Regierungspartei UMP von Präsident Nicolas Sarkozy, nachdem er bereits im vergangenen Sommer eine eigene Bewegung ins Leben gerufen hatte, die Republique solidaire. (APA)

santa fe
 
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11.12.2011, 23:32
de villepin geht mit dem BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMEN für alle in den wahlkampf

http://gabrielzamoramoreno.wordpress.com/2011/06/2... -fenchmen/

LGM
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12.12.2011, 12:55

Nein, das tut er nicht:
"the plan is to give every citizen a basic income of 850 euro a month who does not have any other source of income"
Das ist das klassische Modell einer Grundsicherung und kein BGE.

santa fe
 
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12.12.2011, 13:52

das ist ein bedauerlicher irrtum des verfassers des obigen artikels. hier die korrekte meldung:

"STRASBOURG (FR), 17 June 2011: de Villepin on a citizen’s income | Basic Income News
binews.org/2011/06/strasbourg-fr-17-june-2011-de-villepin-on-a-citizens-income/ – view page – cached page

Former French Prime Minister Dominique de Villepin advocates a citizen's basic income FOR EVERY FRENCH CITIZEN. He will debate with François Hollande, a prominent figure of the Socialist party. The ... "

ttp://topsy.com/binews.org/2011/06/strasbourg-fr-17-june-2011-de-villepin-on-a-citizens-income/

LGM
00
12.12.2011, 14:11

Das ist schon korrekt so wiedergegeben:

"In einem Interview sagt Villepin zu seinem Vorschlag: „Ich schlage die Einführung eines Bürgereinkommens vor für alle Menschen, die in finanziellen Schwierigkeiten bzw. unter der Armutsschwelle leben. Ein Bürgereinkommen von 850 Euro, welches bei steigenden Einkommen sinkt und allen Franzosen ein menschenwürdiges Leben erlaubt.“"
http://grundeinkommen.de/07/03/201... s-vor.html

santa fe
 
00
12.12.2011, 14:39

das erscheint widersprüchlich. auf jeden fall fällt die bedingung (z.b. der österreichischen mindestsicherung), dass nichts dazuvedient werden darf. das BGE - konzept von de villepin ist zweifellos noch rudimentär, aber auf jeden fall ein anfang. es ist durchaus möglich dass sich ein volles BGE aus solchen anfängen entwickelt.

LGM
00
12.12.2011, 15:06

Die Bedingung mit dem Zuverdienst fällt ja nicht wirklich, das wird nur eine gleitende Reduktion des Grundeinkommens mit steigendem Zusatzverdienst.
Ziel ist eindeutig eine *Mindestsicherung*, Villepin sagt ja auch, dass die Höhe so sein soll, dass auf jeden Fall ein Anreiz zum Dazuverdienen gegeben ist.

santa fe
 
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12.12.2011, 16:57

ein weiteren blickwinkel lässt erkennen, dass die variante de villepin das weitere einsickern der idee BGE auch bei konservativen politikern bedeutet, wie zum beispiel auch das bürgergeld-projekt innerhalb der CDU (althaus projekt).

das volle BGE wird wahrscheinlich in übergangsphasen verwirklicht, in denen kompromisse den aussschlag geben.

LGM
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12.12.2011, 18:18

Ich gebe der Mindestsicherungsvariante gewisse Chancen, wobei man sich in Zeiten der Wirtschaftskrise keine allzu hohen Summen erwarten sollte, das bedingungslose Grundeinkommen hat aber meiner Meinung nach in absehbarer Zeit keine reele Chance.
Dort, wo es Vergleichbares gibt, sind die Summen eher symbolisch und solange nicht der wirtschaftliche Überfluss ausbricht, wofür es Leute braucht, die tatsächlich arbeiten, sehe ich nicht, wo für höhere Beträge das Geld herkommen sollte.

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