Verkehrsministerin

ÖBB und Westbahn sind Partner

11. Dezember 2011, 16:39
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    foto: apa/pessenlehner

    Doris Bures und Westbahn-Teileigentümer Hans-Peter Haselsteiner.

Auch Südbahn soll Hochleistungsstrecke werden - Kopf: ÖVP zollt "Pionieren im Bahnwesen" Respekt

Wien - Am ersten Betriebstag der mehrheitlich privaten Westbahn hat Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) die Partnerschaft der Bahnbetreiber Westbahn und ÖBB betont und den Bahnausbau verteidigt. Bures wird heute, Sonntag, Nachmittag am Wiener Westbahnhof einen einfahrenden Westbahn-Zug begrüßen. Erste Eindrücke der Westbahn gab es schon bei einer Pressefahrt am Freitag. Als Verkehrsministerin freue ich mich über ein zusätzliches Angebot auf der umweltfreundlichen Schiene. Das ist gut für die Fahrgäste und die Umwelt", so Bures in einer Stellungnahme.

Wo es wie auf der Westbahnstrecke eine gut ausgebaute moderne Schieneninfrastruktur gebe, dort würden auch Angebot und Nachfrage steigen, konstatiert die Ministerin. "Herr Haselsteiner hat sich ja nicht zufällig die Westbahnstrecke ausgesucht."

Deshalb werde sehr viel in den Ausbau weiterer Strecken investiert. "Auch die Südbahn werden wir zu einer modernen Hochleistungsstrecke ausbauen", verspricht die Ministerin. Auch im Süden werde es nach Fertigstellung der Investitionen ein viel besseres Angebot geben. "Investitionen in die Schieneninfrastruktur sind Investitionen in die Zukunft neuer Generationen."

"Pioniere im Bahnwesen"

ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf streute der Westbahn am Samstag in einer Aussendung Rosen. "Die ÖVP zollt den neuen Pionieren im Bahnwesen größten Respekt, die den übermächtigen bisherigen Monopolisten ÖBB nicht fürchten", so Kopf. Die ÖVP habe an den Wettbewerb im Bahnbereich hohe Erwartungen, mehr Bahnunternehmen bedeuteten eine bessere Qualität für die Fahrgäste und die Güterverkehrskunden. Daher sei das "trotz widriger Umstände aufkeimende Wettbewerbspflänzchen Westbahn" zu hegen und zu pflegen, damit sich das "mutige Unternehmertum" entfalten könne.

Die Westbahn fährt ab heute, mit dem Beginn des Winterfahrplans, elfmal täglich von Wien nach Salzburg sowie retour. Da die ÖBB ihre 72 Verbindungen auf der Strecke aufrechterhalten, haben Kunden auf dieser stark frequentierten Strecke nun ein breiteres Zugangebot. Doch auch Bahnfahrer in ganz Österreich könnten die Folgen der Liberalisierung spüren, allerdings in der Geldbörse: Wenn die von der Westbahn angekündigte Klage gegen die ÖBB-Preisaktionen Erfolg hat, müsste die Bundesbahn ihre Billigtickets in ganz Österreich einstellen.

Franzosen bei Westbahn dabei

Die Westbahn ist ein Projekt des Ex-ÖBB-Personenverkehrsmanagers Stefan Wehinger mit dem Baulöwen Hans-Peter Haselsteiner und der französischen Staatsbahn SNCF. Der Strabag-Chef hält über seine Haselsteiner-Privatstiftung 25,93 Prozent an der Westbahn-Muttergesellschaft Rail Holding AG, ebenso hoch ist der Anteil der Stefan Wehinger Beteiligungs- und Beratungs GmbH und der französischen Staatsbahn. Mit 22,21 Prozent ist die Schweizer Augusta Holding AG beteiligt, laut Wehinger eine Gruppe von Schweizer Finanzinvestoren, die von Erhard Grossnig vertreten wird. Als Geschäftsführer agiert der Vorarlberger Wehinger. (APA)

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iniquity
15
12.12.2011, 15:02
Na klar taugt das dem Kopf

Dass die West-Stewards mehr tun müssen, aber weniger verdienen als die ÖBB-Schaffner - sowas taugt den Leistungsdavonträger natürlich, da bleibt mehr für sie übrig o_O

Liberalisierung ist ja sooo super und hat nur Vorteile.
Zumindest so lange bis der kurzsichtige Kunde dann am eigenen Leib (als Lohnsklave) erfahren muss was Preisdumping bedeutet.

Aber Hauptsache der liberale Haselsteiner (dessen STRABAG mit unserem Steuergeld halb Österreich zubetoniert hat) oder Wehinger (aus dem schwarz-blauen Sumpf) sind den Medien gut präsentiert.

Ob die Lokführer genauso gut ausgebildet sind und sicher fahren oder nicht auf Grund schlechterer Bedindungen als bei den ÖBB, interessiert erst dann, wenn was passiert...

armin delmenhorst
 
00
12.12.2011, 17:01
Eine Zwichenfrage

Wissen Sie, was die Zugbegleiter verdienen. Bin natürlich für die Bahn und alles was zur Verbesserung bzw. deren Weiterbestand beiträgt. In diesem Kontext ist die Westbahn natürlcih mehr als zu begrüßen.

Mich störte es daher auch nicht, dass ihr in den Medien sehr viel Platz eingeräumt wurde, da es sich dabei wirklich um ne Zäsur handelt.

Von der PR Seite erfuhren wir über die Bande "Journalist", wie die Sitze beschaffen sind, WC, Internet, etc., nicht aber, ob das Personal - so wie beim Management üblich - mit motivierender Entlohnung ausgestattet wurde.

Hab das auch hier öfter erwähnt, bekam aber nur von den ÖBB-Postern ein Feedback, wie schlimm alles ist ohne konkrete Zahlen.

kamelchen wird heute gebuerstelt
11
12.12.2011, 14:25

jedes staatl. unternehmen verkommt zum selbstbedienungsladen.

el topo negro
14
12.12.2011, 13:28
eisenbahnen gehören in staatseigentum.

... wer eisenbahngesellschaften privatisiert, schafft sie letztlich ab und ersetzt sie durch busse (siehe spanien, siehe ganz südamerika) oder erzeugt ein lebensgefährliches chaos mit schlechter infrastruktur (siehe grossbritannien). Wer das will, bitte.
Wer das nicht will, muss privatisierte bahnen für teure steuergelder wieder zurückkaufen. Siehe neuseeland. Die neuseeländer haben aus diesem fehler gelernt. Wir müssen ihn leider erst machen, weil man über den ideologischen scheuklappenrand des neoliberalismus leider noch nicht hinaussieht. Staatliche bahnen kommen den steuerzahler auf dauer immer günstiger als privatisierte. Wer meint, das nicht zahlen zu wollen, muss eisenbahnen eben abschaffen.

depp am huegel
00
13.12.2011, 13:32

und auf den (staatlichen) strassen nur staatsbusse - oder wie?

MimiTheKid
00
12.12.2011, 14:03

Also nur um paar Klarstellungen:

Die Spanische RENFE ist staatlich. Und erst seitdem dort aufgeräumt wurde, geht ein bißchen was weiter: Einführung des AVE, Verbesserung der Leistungen. Vorher was nur teuer. Daher die Busverbindungen und die vielen Flugstrecken.

In Südamerika ist den Staaten das Geld ausgegangen, und dann mußten sie verkaufen. Da durch den Verkaufsdruck keine saubere Legislative geschaffen wurde, kam es zum Verfall. Der wurde aber mehr oder weniger gestoppt, nur nicht in Venezuela (Staatsbahnen)

Neuseeland: Das System dort mit einem Europäischen zu vergleichen ist wie, wenn man Bussystem von LA mit dem Regionalverkehr von Wien gleichsetzt.

England und Neuseeland: Man mußte lernen dass Infra und Rollmaterial getrennt ist

chem
00
12.12.2011, 13:08
Die Uniformen offensichtlich aus den Beständen des DDR Grenzschutzes ;-))

MimiTheKid
00
12.12.2011, 13:35

Die neuen Wiener U-Bahn-Garnituren sind auch an ein DDR-Design angelehnt.

Ist derzeit ziemlich Hip und In.

Der Manner
00
12.12.2011, 13:31

Das Lohnniveau auch?

beinstein
91
12.12.2011, 11:51
DIE GANZE ÖBB..

um einen symbolischen euro an die schweiz übergeben..
erspart uns milliarden an subventionen..
und führt zu einem kundenorientierten leistungsfähigem dienstleistungsunternehmen.

der_kleine_pariser
 
00
12.12.2011, 21:59

Ihnen ist bewusst, dass die SBB etwa doppelt so teuer produzieren wie die ÖBB?

Und dass die SBB auch entsprechend subventioniert wird?

Dilbert
00
12.12.2011, 13:47

Die Dummen sterben nicht aus.
Warum sollen die Schweizer den Österreichern die Infrastruktur bezahlen?

ja aber
05
12.12.2011, 13:03
gehts noch duemmer?

wir verschenken grundbesitz quer durch oesterreich, kraftwerke (hat die oebb auch) etc. um 1e?

wissen sie ueberhaupt was sie fordern?

MimiTheKid
30
12.12.2011, 13:31

Gehts noch dümmer?

Die Kraftwerke sind entweder schon im Besitz von wem anderen (Land NÖ bei der Mariazellerbahn (Wienerbruck)) oder würden auf neuen Stand gebracht werden.

Und der Grund ist nichts mehr wert, weil die ÖBB schon so viel Geld verbrannt hat.

Bei der AUA mussten hunderte Mios dazu gezahlt werden, um das Loch wegzubringen. Und das war für Österreich ein sehr gutes Geschäft.

Um 4Mrd Subvention pro Jahr könnte viel geleistet werden, und die Bahn wäre danach ein Standortvorteil und nicht ein Klotz am Bein.

der_kleine_pariser
 
01
12.12.2011, 22:00

oh, unser Graz-Linz Pendler via Kleinreifling...

Schon angekommen?

Stahl_____666
50
12.12.2011, 11:32
.

Ein erster und sehr wichtiger Schritt um sich von der Abhängigkeit des Steuergrabes ÖBB zu befreien.

Dilbert
00
12.12.2011, 13:48

Indem wir die "Westbahn" subventionieren?

depp am huegel
00
13.12.2011, 13:34

subventionen kassiert nur die öbb, oder?

Johann Hunger1
05
12.12.2011, 11:18
Was machen die, wenn keiner mit ihnen fährt? ÖVP/BZÖ-FPÖ Wählerinnen, fahren doch meistens mit dem Auto,oder? Der Rest ist 1. gegen Privatisierung 2. Denken die nach was dadurch kommen wird (noch mehr Nebenstrecken zusperren)3. Siehe England, usw.

woifee 0.0
01
12.12.2011, 12:23

Ich werde nicht nach Ideologie meinen Zuganbieter wählen, sondern nach Zeitdruck und/oder nach dem Geldbörsl.

Karl Radek
28
12.12.2011, 11:06
Boykott

wenn der freiheitliche gorbach-günstling wehinger glaubt, in seiner "westbahn" das tabakgesetz missachten zu können und die öbb wegen der vergünstigen tickets auf preiserhöhung zu klagen, dann kanns nur eins geben:
boykott der westbahn!
Im übrigen bin ich gegen die Liberalisierung öffentlicher Infrastruktur!

Nennt mich Loretta
10
12.12.2011, 12:44
Die Westbahn klagte die ÖBB PV weil sie angeblich Subventionen in billige Westbahn-Tickets umsetzt.

Wenn das stimmt, ist das Ticket nicht billig, es zahlt nur zum Teil jemand anderes (der Staat).

Schön, dass Sie gegen etwas sind. Begründung?

MimiTheKid
10
12.12.2011, 11:39

Die Liberalisierung des Telekom-Geschäfts hat zu extrem hohen Preisen geführt!?
War auch öffentlich. Sogar ein Amt.

miesebriese
70
12.12.2011, 10:41

die löwelstraße und ihre parteisoldaten wünschen sich die planwirtschaft zurück, ohjee die armen...

unterwegs in Österreich
01
12.12.2011, 10:37
.... und die Bures intelligent

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