Studie vergleicht Methoden zur Schadensbegrenzung nachdem eine Sicherheitslücke bereits ausgenutzt wurde
Google hat eine Studie über die Sicherheit von Browsern in Auftrag gegeben, die zu überraschenden Ergebnissen kommt. Dass Chrome ist der Google-finanzierte Studie am besten abschneidet, dürfte zwar nicht weiter verwunden, allerdings ist demnach Firefox am unsichersten. Forbes hat die Studie von Accuvant veröffentlicht.
Methoden zur Schadensbegrenzung
Bei der Untersuchung wurden nicht die vorhandenen Sicherheitslücken gezählt, sondern die Methoden verglichen, mit denen die Browser Angriffe eindämmen. Dazu zählen Sandboxing, um die Auswirkungen schadhafter Websites einzudämmen, die Plug-In-Sicherheit und JIT Hardening. Letzteres soll verhindern, dass Javascript auf einer Website Code auf einem Rechner kompilieren kann. In den drei Bereichen schneide Chrome gleichgut oder besser als der Internet Explorer ab. Bei Firefox würden diese Technologien fehlen oder seien ineffizient.
Mozilla: Es gibt keine Wunderwaffe
In einem Statement zur der Studie erklärte Johnathan Nightingale, Chef der Firefox-Entwicklung bei Mozilla, dass Firefox über ein breites Spektrum an Technologien verfüge um Sicherheitslücken einzudämmen oder zu eliminieren. Sandboxing sei eine sinnvolle Erweiterung, die Firefox untersuche, aber keine Technologie sei eine Wunderwaffe.
Nur drei Browser
Die Auswahl ist jedoch eingeschränkt: So wurden nur die drei genannten Browser verglichen, Apples Safari und Opera fehlen. Da die Studie von Google finanziert wurde, hinterlässt das gute Abschneiden von Chrome zwar einen leicht bitten Beigeschmack, für Forbes sei sie jedoch einigermaßen objektiv. Laut den Studienautoren sei das darauf zurückzuführen, dass die anderen Browser älter seien und neue Technologien erst nachträglich hinzufügen mussten, während Google Chrome von Grund auf mit diesem Wissen programmieren konnte. (red)