Friedliche Parlamentswahlen nach blutigem Machtkampf

12. Dezember 2011, 07:34
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    foto: ap/ekra

    Cote d'Ivoire wählt.

Acht Monate nach Ende des Bürgerkriegs

Abidjan - Acht Monate nach Ende des jüngsten Bürgerkriegs sind die ersten Parlamentswahlen in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) friedlich verlaufen. "Im Großen und Ganzen ist die Abstimmung in den Wahllokalen, die in Abidjan und im Inneren des Landes besucht wurden, friedlich gewesen", teilte der UN-Vertreter für die Elfenbeinküste, Bert Koenders, am Sonntag mit. Ersten offiziellen Schätzungen zufolge gingen mehr Ivorer zur Urne als 2000. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 33 Prozent.

Beobachter rechnen damit, dass der Wahlausgang den Präsidenten Alassane Ouattara stärkt. Es wird ein deutlicher Sieg von Ouattaras RDR-Partei und des Verbündeten PDCI erwartet. Die Partei des früheren Präsidenten Laurent Gbagbo hatte die Wahl boykottiert. Gbagbo muss sich derzeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.

Im Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste waren 3000 Menschen getötet worden. Mehr als eine Million wurden in die Flucht getrieben. Gbagbo wollte nach der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr seinen Posten nicht für den international als Wahlsieger anerkannten Ouattara räumen. Der Konflikt endete erst im April, als Truppen Ouattaras den Widersacher festnahmen und unter Hausarrest stellten. (APA/Reuters)

otto damm
11
12.12.2011, 16:35
33 %

Wenn die Sieger 70 Prozent (von den 33 %) erhalten, regieren immer noch nur Leute, die von 20 Prozent der Wahlberechtigten gewählt wurden. Wäre das Rußland, wurde man vor lauter Diktaturrufen keinen anderen Text mehr in der Zeitung finden. aber es ist ja das von Frankreich und gefälligen UN Truppen befreite Land, das nun glücklich in eine neue Kolonialzeit schreitet, geführt von den allseits vom Westen geschätzten Massakristen Quattara. Da passt alles medienmäßig bei uns. Sogar 22 Prozent sind da womöglich drin und werden euphorisch gefeiert.

lambrusco kid
00
13.12.2011, 10:37

Hinzu kommt: von den mehr als 21 Millionen Einwohnern waren nur 5 Millionen wahlberechtigt!

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