Fünf Staatschefs zur Zeremonie in Buenos Aires angereist
Buenos Aires - Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de
Kirchner ist für eine zweite vierjährige Amtszeit vereidigt worden. Die
58-Jährige nahm am Samstag vor dem Kongress in Buenos Aires aus der Hand ihrer
Tochter Florencia die Präsidentenschärpe entgegen. An der Zeremonie nahmen die
Staatsoberhäupter von Brasilien, Bolivien, Uruguay, Paraguay und Chile teil.
Kirchner trug auch bei der Vereidigung Trauerkleidung - im Andenken an ihren
im Oktober 2010 verstorbenen Mann Néstor Kirchner. Sie schloss den Verstorbenen
in die Formel für ihren Amtseid ein, in dem sie vor Gott, dem Vaterland und
ihrem Ex-Ehemann gelobte, ihre Pflichten zu erfüllen. Nestór Kirchner war selbst
von 2003 bis 2007 Präsident.
Cristina Kirchner erhielt bei der Präsidentschaftswahl am 23. Oktober gleich
im ersten Durchgang mehr als 54 Prozent der Stimmen und war damit direkt
gewählt. Sie verzeichnete damit das beste Ergebnis, das ein Staatschef seit Ende
der Militärdiktatur 1983 erzielt hatte. Der Juristin war es im Dezember 2007
gelungen, als Nachfolgerin ihres Mannes Argentiniens erstes weibliches
Staatsoberhaupt zu werden. Sie steht in der Tradition der peronistischen Partei
des dreifachen Ex-Präsidenten Juan Perón und seiner populistischen Frau
Evita. (APA)