Zeltlager in Boston geräumt - 46 Demonstranten festgenommen
Boston - In Boston im US-Bundesstaat Massachusetts hat die
Polizei am Samstag ein Protestcamp der so genannten Occupy-Bewegung aufgelöst
und 46 Menschen festgenommen. Nach Angaben des Bostoner Polizeipräsidenten
William Evans verlief die Aktion ohne schwere Zwischenfälle. Auf ihrer
Internetseite www.occupyboston.org berichteten die Aktivisten, die Polizei habe
den Zugang zu ihrem Zeltlager gesperrt und mit schwerem Gerät die Zelte
entfernt.
Ähnlich wie die Teilnehmer der Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die
Wall Street") in New York prangerten auch die Demonstranten in Boston die Macht
der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an. Seit Mitte
September hatten sich die Proteste von New York aus auf zahlreiche Städte in den
USA und auf andere Länder ausgedehnt. Die US-Behörden schritten zuletzt
verstärkt wegen der teils schlechten hygienischen Zustände in den Zeltlagern
sowie wegen Sicherheitsproblemen ein.
Mitte November hatte die New Yorker Stadtverwaltung bereits das Protestcamp
am Geburtsort der Bewegung im Zuccotti-Park in Manhattan räumen lassen. Auch in
San Francisco, Dallas, Philadelphia, Los Angeles und New Orleans beendeten die
Behörden in den vergangenen Wochen die Dauerproteste. (APA)