Crashkurs Klagenfurt

Kunst des Saufens und Haiders Stasi-Akt

Interview | Stefan Schlögl, 12. Dezember 2011, 06:15
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    foto: karsten krampitz, gerald angerer nahportraet.de

    Auf Crashkurs in Klagenfurt: Die Berliner Autoren Karsten Krampitz (li.) und Peter Wawerzinek.

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    foto: edition meerauge

Peter Wawerzinek und Karsten Krampitz waren Stadtschreiber in Klagenfurt - Nun liegt ihr bissiger Briefwechsel vor: Die Autoren über ein Zelt voll Nazis und Strankalan

Zwei Berliner Schriftsteller als Klagenfurter Stadtschreiber, jeweils fünf Monate einquartiert in ihrer Kärntner Dichterklause: Das ist die Versuchsanordnung, der sich Karsten Krampitz, Publikumspreisträger des Ingeborg-Bachmann-Lesewettbewerbs, und sein Amtsnachfolger Peter Wawerzinek, 2010 Gewinner des Bachmann-Preises, aussetzten. Der Briefwechsel der beiden Literaten erscheint nun unter dem Titel "Crashkurs Klagenfurt. Poesie und Propaganda." Eine Reflektion über ein Bierzelt voller Nazis, Linkskurven in Lambichl, Wirtshausschlägereien und eine politische Hoffnungsregion - eingeleitet von einem kleinen Kärnten-Test:

derStandard.at: Herr Krampitz, Herr Wawerzenik: Was sind Strankalan?

Peter Wawerzinek: Ich glaube, das kann man essen. Ich denke ... Mohrrüben. Nein, Bohnen. Grüne Bohnen!*

Karsten Krampitz: Wir haben ja unter kommunistischem Joch gelebt, und sind damals mit dem Spruch auf die Straße gegangen "Keine Experimente mehr". Folglich war ich sehr vorsichtig mit dem, was ich in Klagenfurt gegessen habe. Aber ich weiß zumindest, was Krapferl sind.

derStandard.at: Sie waren jeweils fünf Monate als Stadtschreiber in Klagenfurt und haben Ihre Erfahrungen in einem Briefwechsel verarbeitet. Wie sieht es nun aus, das so genannte Kärntner Wesen?

Krampitz: Kurz und knapp könnte man sagen: Herz in Ketten, aber Leber kaputt. Ich habe dieses Phänomen in einem Buchkapitel beschrieben. Dazu muss man wissen, dass es in der evangelischen Kirche Leute gegeben hat, die Jörg Haider nach seinem Tod in einem Atemzug mit Martin Luther genannt haben. Ein gewagter Vergleich, aber nicht ganz unwahr. Denn über den Reformator hat Karl Marx einmal gelästert: "Er hat den Leib von der Kette emanzipiert, weil er das Herz in Ketten gelegt hat." Ähnlich sieht es in Kärnten aus. Das Land wird heute zwar von den Freiheitlichen regiert, aber mit Freiheit hat das nichts zu tun.

derStandard.at: Zumindest Ihre Leber hat den Aufenthalt gut überstanden?

Krampitz: Die picheln schon sehr ordentlich, in Klagenfurt.

derStandard.at: Picheln?

Krampitz: Die Kärntner sind überaus trinkfest. Und dann heißt es aufpassen: Der gemeine Kärntner klärt Probleme im Wirtshaus und nicht davor. Da sagt keiner "Lass uns rausgehen, und das Ganze vor der Tür klären". Dieses Warnsignal kennen die Leute nicht.

derStandard.at: Der typische Kärntner Politiker, so lautet ein Fazit in "Crashkurs Klagenfurt", beruft sich immer auf einen Feind von außen. Den Ausländer, die Wiener, die Anderen. Woher kommt diese Haltung?

Wawerzinek: Das rührt von dem Bewusstsein, dass die Kärntner, wenn sie denn richtige Kärntner sind, zumindest zu 30 Prozent Ausländer sind - weil ja viele slowenische Wurzeln haben. Wenn du nur über die Fremden nachdenkst und nie über die quasi fremden Anteile in dir selbst, führt das natürlich zu überspannten Reaktionen.

derStandard.at: Wie wurden Sie in Klagenfurt aufgenommen?

Krampitz: Sehr freundlich, wirklich sehr freundlich.

Wawerzinek: Jetzt fängt Karsten wieder an zu schwärmen. Bei Kärnten wird er immer larmoyant. Dabei ist die Freundlichkeit, die einem vorgespielt wird, nichts weiter als eine Fassade, die einstürzt, sobald man auseinander gegangen ist. Die Kärntner sind einfach nicht liebesfähig. Die können gar nicht streicheln. Trotz der nach außen gezeigten Freizügigkeit herrscht eine verklemmte Haltung wie in den sechziger Jahren vor.

derStandard.at: Unmittelbar nach Verleihung des Bachmann-Preises meinten Sie: "Ich bin ein wenig Österreicher." Auch in einem Ihrer ersten Briefe in "Crashkurs Klagenfurt" geben Sie sich milde, betonen, dass Sie die Stadt einmal auf sich wirken lassen wollten, um "erst später zu befinden". In Ihren letzten Briefen wirken Sie jedoch nachgerade anklagend, mitunter verbittert.

Wawerzinek: Das mag sein. Ich habe mit der Zeit schon versucht, mich der professionellen Umarmung zu entziehen, ja, mich sogar ein wenig dumm zu stellen. Damit bin ich eigentlich am besten gefahren. Dazu kam, dass die Leute dort offenbar immer dem neuesten Zirkus hinterher laufen. Bei meiner Antrittslesung waren 70 Leute, drei Monate später kamen nur noch 25.

derStandard.at: Immerhin hat Ihnen die Stadt Klagenfurt freie Kost und Logis gewährt, dazu ein Stipendium in Höhe von 1200 Euro. Der Band "Crashkurs Klagenfurt" wird vom Land finanziell unterstützt. Kärnten war auch gut zu Ihnen.

Wawerzinek: Gewiss. Aber vonseiten der Politik hatte ich den Eindruck, dass ein Stadtschreiber einfach als notwendiges Übel gesehen wurde. Bei den Menschen hat das Stadtschreiber-Dasein natürlich auch Neid ausgelöst. So frei zu sein, nonchalant dahin zu leben, das irritiert natürlich.

Krampitz: Andererseits sind wir von den Klagenfurter Schriftstellern enorm unterstützt worden. Das hat uns wirklich überrascht. In Berlin ist das ganz anders. In Klagenfurt hingegen kam etwa ein Egyd Gstättner sofort auf mich zu. Den konnte ich immer um Rat fragen. Auch einen Josef Winkler.

derStandard.at: Der ja in seinen Texten immer wieder gegen die Kärntner Unsitten aufsteht.

Krampitz: Also für mich war Klagenfurt das Paradies. Wir wollten mit unserem Buch kein primitives Kärnten-Bashing betreiben. Hier leben wunderbare Menschen. Und ich bin auch davon überzeugt, dass jene, die mit Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass nichts anfangen können, in der Mehrheit sind. Aber bei der Politik konnte ich mit ein paar Aktionen richtig schön provozieren. In Berlin wäre ich damit nie aufgefallen. Etwas frischen Wind hinein zu bringen, das gehört zum Amt eines Stadtschreibers einfach dazu.

derStandard.at: Das könnten Ihnen die Kärntner aber missverständlich auslegen: In einem Ihrer Briefe zitieren Sie den Schriftsteller Markus Liske mit folgendem Satz: "Der einzige Antifaschist in Kärnten ist eine Linkskurve in Lambichl." Ist das nicht ein zu harscher Befund?

Krampitz: Liske liegt nicht komplett daneben, aber wir haben diese Aussage in unserem Buch auch relativiert. Natürlich ist es für einen Kärntner in diesem Umfeld eine enorme Leistung, gegen den politischen Mainstream aufzustehen. Konkret nehme ich aber mit dem Zitat Bezug auf meine Erlebnisse bei diesem Rechtsradikalen-Treffen am Ulrichsberg.

derStandard.at: Nach dessen Besuch - im Programm war unter anderem ein Gottesdienst - Sie in lokalen Medien mit dem Satz zitiert wurden: "Dass ich das noch erlebe! Ein Bierzelt voller Nazis, die Gott um Vergebung bitten." Der Freiheitliche Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider, der bei dem Treffen eine Rede hielt, verlangte eine Entschuldigung.

Krampitz: Da gibt es nichts zu entschuldigen. Ich hätte mich gern mit dem Bürgermeister über sein Geschichtsbild unterhalten. Dort wurde der Zweite Weltkrieg wie ein Naturereignis dargestellt, das über das Land kam. In den Reden wurden die getöteten Kärntner Abwehrkämpfer aus den Jahren 1918 bis 1920 mit den Opfern der NS-Zeit in einen Topf geworfen. Wie überhaupt sich bei dieser Veranstaltung Szenen abgespielt haben, die mich fassungslos gemacht haben. Ich wurde von Leuten in Thor-Steinar-Klamotten umringt, regelrecht bedrängt, bis uns dann die Polizei geholfen hat. Ich hatte da auch Angst.

derStandard.at: Sie hingegen versetzten halb Kärnten in helle Aufregung, nachdem Sie sich das Gästebuch der Jörg-Haider-Gedenkausstellung im Klagenfurter Bergbaumuseum "entliehen" hatten. Wenige Tage darauf war der Band wieder auf seinem Platz. Sie haben das Gästebuch in der Literaturzeitung Volltext rezensiert. Was sagen die Einträge über das Verhältnis der Kärntner zu ihrem verstorbenen Landeshauptmann?

Krampitz: Erstaunlich war, wie dünn das Buch war. Die Ausstellung lief bereits einige Monate, aber es kamen ja kaum Besucher. Zu diesem Zeitpunkt war wohl vom einstigen Nimbus Jörg Haiders nur noch wenig übrig. Das Bemerkenswerte an den Gästebucheinträgen war die infantile Unmündigkeit der Verfasser. Als die Schau im Jahr 2009 lief, war ja schon viel über die Skandale aus der Haider-Zeit bekannt. Die Millionen-Fehlinvestitionen rund um das Klagenfurter Stadion, der Milliardenverluste der Hypo Alpe-Adria. Und trotzdem halten die Leute unverbrüchlich an dem Mann fest.

Wawerzinek: Die Menschen hatten einfach ein unverzagtes Vertrauen in ihn. Er vermittelte den Eindruck, Probleme zu lösen, bevor es sie überhaupt gab. Dieses Gottgleiche bleibt natürlich in den Köpfen hängen. Sein Tod führte bei dieser Glaubensgemeinschaft schließlich zu einem erstaunlichen Denkmodell: Haider hat zwar auch Fehler gemacht, aber aufgrund seines frühen Todes hat er keine Zeit gehabt, sie zu korrigieren.

derStandard.at: Würden die Wähler noch einmal den gleichen Fehler begehen?

Krampitz: Das glaube ich nicht, dass das noch einmal funktioniert. Die Kärntner nehmen notgedrungen eine Vorreiterrolle ein. Sie haben jene Erfahrungen bereits gemacht, die Österreich noch bevor stehen. Hoffnung gibt allein, dass dieser rechte Zahnklempner, der jetzt FPÖ-Chef ist, an Haider niemals heran kommt. Der war ja im Vergleich ein intellektuelles Schwergewicht.

derStandard.at: Dem Sie offenbar mit Leidenschaft hinterher geforscht haben: Nach Ihrer Rückkehr aus Klagenfurt ließen Sie sich in Berlin die Stasi-Akten von Jörg Haider ausheben. Welche neuen Erkenntnisse gaben die Dokumente der DDR-Staatssicherheit preis?

Krampitz: Haider wurde - was jetzt wenig überraschend ist für den Geheimdienst eines sozialistischen Staates - bereits in seinen politischen Anfangsjahren als Rechtsextremist eingestuft. Zudem belegen die Akten, dass Haider 1989, als er zum ersten Mal Kärntner Landeshauptmann war, während eines Besuchs in West-Berlin bei Treffen der rechtsextremen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) aufgetaucht ist.

derStandard.at: Jörg Haider ist Geschichte, welchen Beitrag soll "Crashkurs Klagenfurt" zur Geschichte Kärntens leisten?

Wawerzinek: Wir wollten kein Buch schreiben, das bekannte Klischees wiederholt. Wir sind nicht die Wissenden, sondern nur Bescheidwissende, verstehen uns also nicht als Prediger, die in den Busch kommen, um Ureinwohner zu missionieren.

Krampitz: Wie gesagt: ich bin kärnten-positiv. Dort gibt es eine Zivilgesellschaft, die im Kommen ist. Ich war ja in meinen ersten Leben Betriebswirt: Wenn Kärnten eine Aktie wäre, dann würde ich sie jetzt nicht verkaufen. (Stefan Schlögl, derStandard.at, 12.12.2011)

Info
Crashkurs Klagenfurt, Poesie und Propaganda. 128 Seiten. 17,90 Euro. Das Buch erscheint am 14.12. bei der Edition Meerauge.
Am 15.12 präsentieren die beiden Autoren den Band im raj, Badgasse 8, Klagenfurt.

Was dürfen die in Kärnten? Textauszug aus Crashkurs Klagenfurt.

Die Autoren
Karsten Krampitz, Jahrgang 1969, gelernter Betriebswirt, freier Journalist, war Chefredakteur und Gründer mehrerer Berliner Straßenzeitungen. Er veröffentlichte mehrere Erzählungen und Romane, zuletzt "Heimgehen" (2009). Klagenfurter Stadtschreiber 2009.

Peter Wawerzinek, Jahrgang 1954, ist Schriftsteller und Hörbuch-Autor. 2010 erhielt er für seinen Romanauszug "Rabenliebe" den Ingeborg-Bachmann-Preis, der im gleichen Jahr erschienene Roman gelangte auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Klagenfurter Stadtschreiber 2010.

*Strankalan werden in anderen Teilen Österreichs gemeinhin als Fisolen bezeichnet.

Kommentar posten
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Ursula Dehne
00
13.12.2011, 03:35
strankalan

es gibt noch ein kleines Bundesland weit im Westen, da werden sie gemeinhin als Bohnen bezeichnet. Liebe Grüße aus dem Ländle

msm
00
13.12.2011, 13:07
Der Inhalt...

wird Bohnen genannt, das Ganze Bohnenschoten, also für Übersetzung von Strankerln

egal
21
12.12.2011, 22:23
wo er recht hat, hat er recht

....Dabei ist die Freundlichkeit, die einem vorgespielt wird, nichts weiter als eine Fassade, die einstürzt, sobald man auseinander gegangen ist. Die Kärntner sind einfach nicht liebesfähig. Die können gar nicht streicheln. Trotz der nach außen gezeigten Freizügigkeit herrscht eine verklemmte Haltung wie in den sechziger Jahren vor....

Da hat er recht. Nach jedem Gespräch dreht man sich um und denkt sich, was für ein Trottel das jetzt wieder war.

... sie haben das Talent, sich ohne Grund zu Tode zu saufen....

Richtig so!!

fahrenheit 451
02
12.12.2011, 19:18

der gemeine kärntner? schön das aufgeklärte, sozial denkende stadtmenschen nie verallgemeinernd sind ^^

exilkaerntner
01
12.12.2011, 21:00
ich würde das ganze jetzt nicht nur auf diesem satz fest machen!

es ist halt so eine halb halb sache! zur hälfte ist ihre "zusammenfassung" ja richtig. im bezug auf die örtliche folklore in sachen meinungsverschiedenheiten. und gewissen anderen defiziten! natürlich bleibt es eine betrachtung von zwei leuten, die nur eine sehr kurze zeit in kärnten verbracht haben! aber in ihren grundzügen haben sie nicht unrecht! my 2cts!

fahrenheit 451
00
12.12.2011, 22:13

nur sollte man sich vor verallgemeinerungen hüten. ;)

cumquat
00
12.12.2011, 17:08
30% Ausländer sind zu wenig!

Da ja - geologisch gesehen - Kärnten südlich der periadriatischen Naht (im Gailtal) bereits zu Afrika gehört nehme ich an, daß der Anteil an Ausländern (Afrikanern!) in Kärnten noch viel höher sein muß! ;-))

swurzn
00
13.12.2011, 06:33

ich wär mal gern dabei wenn du einem itaItaliener erklärst, dass er doch eigentlich Afrikaner ist. :))

msm
00
13.12.2011, 13:05
Kein Problem...

...Süditaliener, wie Sizilianer oder Sarden werden von den Norditalienern nicht gerade liebenswürdig als "Africani" bezeichnet

Knochenmann
00
12.12.2011, 18:49

Wir alle sind Ausländer, mmer und fast überall.

Vigoleis
00
12.12.2011, 16:12

Das amüsante Büchlein scheint etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Ist ja schwer zu verstehen, so ein aufrechter freiheitlicher Recke in Kärnten, nicht nur wegen des Dialekts, diesem Konglomerat aus annähernd deutschen Vokabeln in slowenischer Grammatik. Oder umgekehrt.

Was bekommt man eigentlich anno 3 n. Jörgl, wenn man in einem einschlägigen Klagenfurter Wirtshaus den Satz seufzt: "Jojo, da Haider, der Freimaurer, der bolschewistische."? Faustdetschen oder Freibier?

el Hakim
01
12.12.2011, 17:58

kommt darauf an was Sie unter einschlaegig verstehen. Im raj gibts wahrscheinlich Freibier ;-)
mbg
elHakim
ps: Eine erhellende Leseprobe gibts uebrigens hier
http://www.meerauge.at/

Vigoleis
00
12.12.2011, 22:57

Danke, auch für den ärztlichen Rat!

Eine Empfehlung aus der Welt nördlich Nordsloweniens:

http://www.amazon.de/Heimat-Fu... 3902693290

damienduff
00
12.12.2011, 15:51
österreich sollte seine rechten vom ausland

als rechts deklarieren lassen um falsche eindrücke zu vermeiden und damit das unmögliche auch unmöglich bleibt.

1116er
03
12.12.2011, 15:33
Ein Bierzelt voller Nazis, die Gott um Vergebung bitten

oh lord, won't you buy me.... 3 more beer!

armin delmenhorst
 
00
15.12.2011, 16:53
Schon Janis

schwärmte von deutscher Maßarbeit.

Über diesen Sager musste ich auch schmunzeln. Was Kärnten betrifft, kann ich leider nicht mitreden. War in meinem Leben erst dreimal bei den Windischen (als Jugendlicher auf Urlaub und zweimal beruflich vor Jahren). Glaube aber nicht, dass sie viel konservativer sind als z,B. die bigotten Tiroler.
Zum anderen ist es auch kontraproduktiv, wenn man auf ein ganzes Land hinhaut. In NÖ wählen mehr oder weniger auch alle die Kirche und die Glatze.

Was ihnen fehlt, ist ein positiver Botschafter. Ein Ambassador, wie die Amis solche Imageträger ihrer Bundesstaaten nennen. D.Koller, Scheuch, Glawischnig und div. Schiheinis sind eher das Gegenteil.

1116er
02
12.12.2011, 15:30
. Sein Tod führte bei dieser Glaubensgemeinschaft schließlich zu einem erstaunlichen Denkmodell: Haider hat zwar auch Fehler gemacht, aber aufgrund seines frühen Todes hat er keine Zeit gehabt, sie zu korrigieren.

der übliche braune führerkult:

--> wenn der führer davon gewusst hätte (zb holocaust), dann hätte er das sicherlich nicht zugelassen....!

die denkweise von menschen, die eigentlich entmündigt werden müssten.

Marlon62
00
12.12.2011, 15:14
Wenn Kärnten eine Aktie wäre, dann würde ich sie jetzt nicht verkaufen

Die Rapid-Aktionäre haben die Aktien auch nicht rechtzeitig verkauft. Heute haben sie damit angeschiffte Häusltapeten.

GCS01
01
12.12.2011, 15:57
ich bin mir sicher,...

...dass rapid-aktionäre sitzpinkler sind;-)

Marlon62
00
12.12.2011, 17:05
Das sind eher

heimatlose Heckenbrunzer, die ihr Zumpferl in den Sand stecken und danach glauben, sie hätten die ganze Welt vernascht.

GCS01
04
12.12.2011, 14:25
was mir immer auffällt...

...wenn ich in kärnten bin, dass viele einheimische bereits im zweiten satz eine bestätigung dafür haben wollen, wie schön denn kärnten ist. das hat so etwas von leichtem minderwertigkeitsgefühl, das gar nicht notwendig ist. drum sei es hier noch mal gesagt, falls jemand danach fragt: ja, kärnten ist schön, aber es gibt auch ganz viele andere schöne plätze in österreich, in slowenien und überhaupt. mein vorschlag für einen neunen kärnten leistspruch: "Kärnten...aber schön is schon."

Werner F, der Inserator
01
12.12.2011, 18:31

echt ?

Also ich finde Ktn auch schön (als Ktner) aber ich hätte noch nie bei jemanden anderen "fishing for compliments" gemacht. Zumal die Aussage "Kärnten ist schön" sowie komplett sinnlos ist, Villach Ossiacherzeile ist ca. so schön wie die Gürtelausfahrt. Also es kann ja nur ein paar (sehr) schöne Plätze geben, die gibts allerdings wahrscheinlich überall, wenn man sich auskennt.

Was mir eher auffällt, wenn ich wieder unten bin ist dass keiner zugibt "ihn" gewählt zu haben (wenn ich meine bekannten darauf angesprochen hab) und dann waren es erst wieder 40%up.

nihil obstat
00
12.12.2011, 18:15

'mein vorschlag für einen neunen kärnten leitspruch: "Kärnten...aber schön is schon."'

Vorsicht, nicht dass der Herr Hochegger Ihren Spruch noch um 180.000 EUR an den Kärntner Tourismusverband verkauft. ^^

lily233
 
09
12.12.2011, 13:33
zur Standardfrage, ob die Kärntner Wähler ...

... den gleichen Fehler noch einmal begehen würden:
1. Wäre Schüssel mit Haider nicht im Porsche durchs Land gefahren, wäre Kärnten einiges erspart geblieben.
2. Wann, WANN wird endlich einmal registriert und akzeptiert werden, dass DIE MEHRHEIT der Kärntnerinnen und Kärntner einen Haider und dessen Konsorten NIE bzw NICHT GEWÄHLT hat?

Tschurangrati
00
12.12.2011, 16:56
Leider

haben ihn nicht genug nicht gewählt.

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