Einigung nach ungültiger Präsidentenwahl in Südossetien

9. Dezember 2011, 22:36

Amtsinhaber Eduard Kokoity tritt zurück

Moskau - Knapp zwei Wochen nach der für ungültig erklärten Präsidentenwahl in der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien tritt Amtsinhaber Eduard Kokoity zurück. Der moskautreue Kokoity, der nicht mehr zur Wahl in dem von Russland als Staat anerkannten Gebiet angetreten war, und die bei der Wahl erfolgreiche Oppositionskandidatin Alla Dschiojewa hätten unter russischer Vermittlung eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Das sagte die Ex-Bildungsministerin am Freitagabend der Agentur Interfax.

Zudem darf Dschiojewa bei der Wiederholung der Wahl in dem Kaukasus-Gebiet am 25. März 2012 wieder antreten. Das Oberste Gericht hatte ihr den Sieg bei der Abstimmung am 27. November wegen angeblicher Verstöße aberkannt und eine erneute Kandidatur verboten.

Seit der Wahl hatten Dschiojewas Anhänger in der Gebietshauptstadt Zchinwali dafür demonstriert, dass ihr der Sieg doch zugesprochen wird. Dschiojewa hatte bei der Abstimmung gegen den kremltreuen Anatoli Bibilow gewonnen.

Der Vereinbarung zufolge sollen auch der Vorsitzende des Obersten Gerichts und sein Stellvertreter sowie der Generalstaatsanwalt zurücktreten. Bis zur Neuwahl übernimmt Regierungschef Wadim Browzew das Präsidentenamt.

Georgien hatte im Südkaukasuskrieg gegen Russland 2008 endgültig die Kontrolle über Südossetien und das ebenfalls abtrünnige Abchasien verloren. Die EU und die USA erkennen Wahlen in den Gebieten nicht an, die sie weiter als Teile Georgiens sehen. (APA)

cremeflöte
 
22
12.12.2011, 14:27
hallo kremlfreunde!

da ihr anscheinend immer nur postet, wenn ich was ablasse, geh ich mal schnell in die Bütt:

Mit dem nun getätigten Deal in dem russisch besetzten Gebiet Zchinwali macht der Kreml den Sack zu: die "Wahl" wird wiederholt und in der Zwischenzeit kommen der russischstämmige Brovtsev und der russische General Barankevich an die Macht.
Da die Osseten in der georgischen Region Zchinwali einfach nicht den Vorstellungen des Kreml von "richtiger" Regierung entsprechen wollen, lässt Putin jetzt erst mal seine eigenen Leute ran.

Das ist die Holzhammer-Vasallenpolitik des Kreml, und das ist der Grund, warum sich das freie Georgien so energisch vom russischen Einfluss abgenabelt hat...

Raptor Jesus
11
15.12.2011, 09:52
Ein Würstchen nimmt sich wichtig.

Joseph EU
10
16.12.2011, 13:27
Na gut....

Selbsterkenntnis....schreibens halt nimmer.....

let me break it down for you
 
11
10.12.2011, 16:37

Wieso heben Sie gerade die EU und die USA heraus? Gerade einmal drei Länder auf der Welt (darunter Russland) erkennen die de facto-Unabhängigkeit dieser Gebiete in Georgien an, das wars.

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