Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Auch das noch. Jetzt will Salzburgs SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ein eigenes Stipendienmodell vorstellen. Irgendwann 2012 beim Parteitag. Derweil grummelt der Steirer Franz Voves, dass auch er Studiengebühren einführen würde, wenn die ÖVP die Gesamtschule durchwinkt, Bundesparteichef und Kanzler Werner Faymann bleibt beim Nein der SPÖ zu Studiengebühren, sein Parteigeschäftsführer Günther Kräuter korrigiert: Studiengebühren ja - aber nur für Reiche, denen in einem Aufwaschen auch die Transferleistungen gestrichen werden sollen. Eine Parteilinie, gezeichnet am Slalomhang. Koalitionspartner ÖVP reagiert darauf mit uninspirierten Worthülsen. Alles in allem wieder ein gelungener Beitrag zur laufenden Bildungs- und Gerechtigskeitsdebatte, was nur noch die Frage offen lässt: Sind die alle noch bei Trost?
Statt endlich die dringende Aufgabe einer kompletten Umkrempelung des Bildungsapparates anzupacken, die Universitäten, diesen zentralen Bestandteil der Zukunft des Landes, auf absichernde Fundamente zu stellen, vergnügen sich die Regierungspolitiker auf Nebenschauplätzen wie "Studiengebühren" mit Schaumschlagen. Österreich verliert durch das rückständige Bildungssystem jährlich tausende Jugendliche auf dem Weg zu einer höheren Bildung und tausende Menschen in die Armut. Das wird sich das Land nicht länger leisten können.
Worauf wartet diese rot-schwarze Koalition eigentlich? (DER STANDARD, Printausgabe 10./11.12.2011)
der kommentar trifft den nagel auf den kopf.
der unterschied zwischen der spö und der övp ist
- die spö hat mit dem prinzip bildung für alle erschwinglich und offen zu machen recht. Wer diese Prinzip negiert, sollte lieber in einen neoliberalen Staat a la USA gehen, und dort glücklich werden. In Ö, in Mitteleuropa, im 21. Jahrhundert gehört das so.
- in der spö wird nun von verschiedenen standpunkten aus gestritten untereinander. da gibts kuhhändler a la voves, opportunisten a la burgstaller und faymann, und ideologen a la häupl und cap. in der ÖVP ist hingegen ein gesellschaftsbild zum ideal erhoben worden, und das wird nicht mal diskutiert, das unter jeder sau ist.
Ob das jetzt die Umwegrentabilität von Akademikern ist oder das Faktum, dass gerade für bildungsferne Schichten Gebühren ein latentes Damoklesschwert sind, eine mentale Hürde - nichts davon ist im momentanen Diskurs zu hören. Und nein, Stipendien sind keine Antwort, denn erstens werden diese von Semester zu Semester festgelegt (man hat also
null Planungssicherheit) und zweitens werden die Kinder von Freiberuflern, Bauern etc. immer bevorzugt werden, da sie beim Einkommensnachweis tricksen
können.
Übrigens, als damals die 100 Mio. € bringende Erbschaftssteuer abgeschafft wurde, meinte die ÖVP das wären peanuts. Und nun sollen Gebühren her,
die nach Abzug der Verwaltungskosten gerade einmal 20-50 Mio. € bringen. WAS SOLL DAS??
Studiengebühren sollen alle zahlen, die sich das leisten können, das ist die grosse (schweigende?) mehrheit. das BMF hat sicher die möglichkeit, einzusehen wer da in frage kommt. ich wär (nicht freudestrahlend, versteht sich) dabei. Vorteile:
mehr geld für die unis
schnellere studienabschlüsse
bessere bildung
und noch was: ausländische studenten sollten in Ö die selben bedingungen haben, wie zu hause. z.b. numerus clausus für D.
ist die SPÖ jetzt ganz zum schoßhündchen der ÖVP geworden?
wieviel hat diese kursänderung gekostet?
das schöne am schmiergeld ist das es nur vorfinanziert werden muss. später wird es dann doppelt und dreifach vom steuerzahler refundiert.
genau, weil mit studiengebühren lassen sich ja
- unerwünschte bevölkerungsschichten reduzieren
- das budget sanieren
- langfristig arbeitsplätze, potentiale und talente ins ausland verschieben
- der revoltierende pöbel klein halten.
nein - man muss wirklich ideologisch verblendet sein, um gegen studiengebühren zu sein.
ich glaub ja, dass sie halbwegs hirn haben. aber ned viel mehr als ein halbes hirn
Unbestritten sollte und MUSS sein, daß bei der Bildung nicht gespart werden darf.
Es MUSS ein unabhängig von der sozialen Herkunft freier Zugang zu den Bildungseinrichtungen gewährleistet sein.
Das Hirn zählt hier und nicht das Konto vom Papa.
Da die ÖVP immer moniert, es sei hier zuwenig, ist es ihr ja unbenommen, ihrem Klientel zu empfehlen, hier sich bei den Kosten zu beteiligen.
Gerade die ÖVP ist ja die Partei, welche grosszügig auf Einnahmen verzichtet. Hier sei an den Auftritt des damaiigen Finanzminister und Vizekanzlers Molterer erinnert, wie er lächelnd auf die ca. 300 Millionen Euros Einnahmen verzichtete, welche im Zusammenhang mit der Aufhebung der Erbschaftseuer dem Staat dadurch hinkünftig pro Jahr entgehen.
die es sich gar nicht lohnt, sie einzuheben.
Wenn es um 140 Millionen Studiengebühren geht, sind das für die ÖVP "unabdingbare Einnahmen, ohne die das Bildungssystem zugrunde gehen muss"....
diese werden aber vom Standard im hintersten Eck versteckt. Ganz im Gegensatz zum schwachsinnigen Vorschlag "Studiengebühren für Millionäre", der einen Tag auf der Startseite oben gehalten wurde.
http://derstandard.at/132322269... len-lassen
NUR die derzeitige Situation begünstigt die ÖVP - Klientel beim Aufteilen der knapper werdenden Akademikerposten (in der Verwaltung und in der Wirtschaft) unter "ihresgleichen".
Das Problem der SPÖ hingegen ist, dass sie das erstens nicht glauben will, und zweitens gar kein Rezept dagegen hat, weil sie von der ÖVP ständig mit dem Absprung zur FPÖ erpresst wird.
Und so, wie die SPÖ jahrelang Jörg Haider und dessen "Ausländerpolitik" imitiert hat, biedert sie sich jetzt in vielen Bereichen (Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung) der ÖVP an.
nicht das Bildungsniveau nicht beeinflussen könnten.
Das tun sie aber, wie die ungebildeten Kommentare von Politkern und anderen ausgiebig zeigen.
Burgstaller und Voves verfolgen mit den Studiengebühren andere poltische Ziele, die ÖVP ebenso, die anderen schweigen bis sich eine Mehrheit irgendwo herausbildet.
Studiengebühren sind ein Übel, wie es
auch Töchterle gesagt hat, bevor er politisch umgedreht wurde.
Ich habe jedenfalls von ihm keine stichhaltigen Argument gehört.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.