Dichands, Styria und Co in einer Firma vereint

9. Dezember 2011, 18:31
  • Oliver Holles Speed Invest versammelte die Medienszene, um Start-ups in die Gänge zu bringen.
    foto: speed invest

    Oliver Holles Speed Invest versammelte die Medienszene, um Start-ups in die Gänge zu bringen.

  • Erstes Investment: Christopher Clays Soup.me, eine Art digitale Visitkarte, startet im Jänner.
    foto: euphoria

    Erstes Investment: Christopher Clays Soup.me, eine Art digitale Visitkarte, startet im Jänner.

Christoph und Eva Dichand, die Styria, ein Partner Wolfgang Fellners, das Vorarlberger Medienhaus und ein deutscher Radiomulti in einer Firma: Ein Wiener Businessentwickler hat die Medienbranche an Bord

Wien - Zehn Millionen Euro wollte Oliver Holle (41) sammeln, um aus Start-ups und Geschäftsideen in den auch nicht mehr so neuen Medien Firmen und Geschäft zu machen. An die zwölf wurden es. Das Projekt machte mit der Startup Week im Oktober die Runde durch die Wirtschaftsseiten.

Wer in die Speed Invest investierte, blieb bisher Menschen mit Hang zu sperriger Lektüre vorbehalten. Dabei liest sich das Firmenbuch wie ein Who's Who der heimischen Medienszene, sobald man die Kommanditisten der Initial Factor Speed Invest GmbH & Co KG nachschlägt - und ein zweites Mal hinsieht. Die Firma ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Speed Invest.

In der großen Liste kleiner Kommanditanteile finden sich etwa:

  • Eva und Christoph Dichand: Die Herausgeberin von "Heute" und der Chefredakteur, Herausgeber und Eigentümervertreter der "Krone", haben gemeinsam die Bertha Privatstiftung ins Leben gerufen, die bei Holle investierte.
  • Michael Grabner, Medienberater, Gesellschafter des Österreich-Portals oe24.at und Raiffeisenvertreter in der Mediaprint, ist über die atmedia.at GmbH an Bord. Grabner betont, er selbst halte keine Anteile an der atmedia, sondern seine Kinder und weitere Familienmitglieder,
  • Eugen Russ, Chef des Vorarlberger Medienhauses und einer Osteuropa-Verlagsholding, ist über seine EAR Stiftung dabei, auch die am Medienhaus beteiligte Sophie Kempf-Ruß Privatstiftung.
  • Alfons Döser, bayerischer Verleger und Radiomulti und in Österreich etwa bei Arabella aktiv , ist mit seiner Holding WWZ an Bord.
  • Die Styria hat sich inzwischen auch an dem Fonds beteiligt, erklärt Vorstandssprecher Wolfgang Bretschko dem STANDARD. Die Mutter von "Kleine" und "Presse" forciert Online-Aktivitäten und will von Speed Invest profitieren. Bis zu 500.000 Euro investiert die Speed Invest in Start-ups, die in grob vier Jahren auf eigenen Beinen und zum Verkauf stehen sollen. Holle führte etwa 3United, die er Verisign verkaufte.

Speed Invest steuert auch unternehmerische Manpower bei, betont Holle. Wie etwa beim ersten Beteiligungsprojekt, Soup.me. Die Plattform bündelt, geocodiert und aus allen erdenklichen sozialen Medien, Material über Menschen, die das wollen. Eine Art elektronische Visitenkarte, avancierter als etwa About.me oder Flavors.me, sagt Macher und Manager Christopher Clay. Die US-Größen sind auch der Maßstab, sagt Holle: Soup. me wolle ein "globaler Top-Player sein"; Clay plant, sein Team ins Silicon Valley zu übersiedeln. Dort unterhält die Speed Invest eine Ein-Mann-Dependance. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 10./11.12.2011)

Teaser-Link
www.soup.me

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10 Postings
eine Art digitale Visitkarte, startet im Jänner.

wow...MEGAgeil...alarm alarm!

ohweh. wer mit dem ersten investment gleich so ins klo greift, muss schon ziemlich von der rolle sein...

drah di net um ...

der digitale bauernfänger, der geht um. und sie fallen alle wieder drauf rein. haben den die honorigen herren und damen nichts gelernt aus ihren fehlern im letzten jahrzehnt.

frage mich, wie man mit so einem überwutzelten, vielfach schon gescheiterten konzept noch cash machen kann? inzwischen finden sich die user doch über ganz andere kaliber wie dem des herrn minigoogle holle zurecht!

Allein, es fehlen die targets...

Das sind sie nun die vielen schönen Mio's., nur, wo sind die targets?
Keine Frage, der Zeitpunkt ist richtig. Offensichtlich gibt es wieder so etwas wie die 2001-er Stimmung. Viele potente Menschen bemerken, dass sie von den Silicon-Valley-Exits zwar in den Medien lesen, aber keine Ahnung wie sie da dabei sein könnten. Dann kommt eben die Austro-Alternative, alles einge Nummern kleiner, aber "wir machen jetzt auch in Internet" muss einfach im Portfolio sein...
Mal sehen, sehr viele Köche die hier kochen, und allesamt nicht uneitel. Ich bin gespannt wie dünn die return-Luft ist...

Die Allianz der Ertrinkenden.

aufblasen, verkaufen, und dahinter die Sintflut ?

Oliver Holle anno 2000 - sysis - 120 oder 200 Mitarbeiter
Börsegang - Geld eingesammelt
Oliver Holle anno 2004 - sysis - 12 oder 20 Mitarbeiter
naja, wohl die Krise

Oliver Holle anno 2004 - 3united - 60 oder 80 Mitarbeiter
verkauft - Geld eingesammelt
dieselbe Firma anno 2011 - Namenswechsel, kostengünstiges Schattendasein nahe Matzleinsdorferplatz
naja, wohl die Krise

Oliver Holle anno 2011 - auf zur nächsten Runde

hoffentlich kommt keine Krise bzw. rechtzeitig aussteigen muß man halt können :-)

neeiiin, diesmal wird's sicher nachhaltig, versprochen!

eifert er den Fellner´s nach?

Danke, weiss Bescheid...

habe gerade nach 3united gegoogelt.

Haha! Oliver Holles Speed Abzock.

Na, eh, is eh nachhaltig wenn er diese Masche seit über 10 Jahren durchzieht!

Hahaha.

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