Vollständige Bedeckung des Mondes blieb in Europa vielerorts hinter Wolken verborgen
Wien - In der Nacht zum 16. Juni dieses Jahres freuten sich hierzulande zahllose Schaulustige über eine gut sichtbare totale Mondfinsternis; am Samstag fand zwar wieder ein solches Himmelsspektakel statt, doch diesmal ging Österreich ganz knapp leer aus: Das Ende der totalen Bedeckung des Erdtrabanten durch den Erdschatten fiel auf
15.57 Uhr, der Mond ging aber in Wien erst um 15.58 Uhr auf. Doch der Blick auf den beschatteten Erdtrabanten ist in Europa ohnehin vielerorts getrübt gewesen. Auch in Österreich spielte das Wetter nur an einigen wenigen Orten mit.
Bei Mondaufgang - zwischen Nordosten und Ostnordost - war am unteren Rand
bereits eine leuchtende dünne Mondsichel zu sehen, die sich wie ein "liegendes
Kipferl" beim Höhersteigen langsam verbreitet. Um 17.18 Uhr hatte der Mond den
Kernschatten der Erde verlassen, bis 17.44 Uhr war noch eine leichte
Verdunkelung durch den Halbschatten der Erde im rechten oberen Bereich des
Mondes zu sehen.
Mondfinsternisse können sich prinzipiell nur
bei Vollmond ereignen, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht. Nur bei
dieser Konstellation kann der Mond in den Schatten der Erde gelangen, was man
als Mondfinsternis wahrnimmt. Sonnenfinsternisse
ereignen sich dagegen stets bei Neumond.
Nächste Totale erst wieder 2015
Das himmlische Schattenspiel war am Samstag u.a. über Asien, Europa,
Australien und Nordamerika ohne dessen Nordostrand zu sehen. Die nächste von
Österreich aus sichtbare partielle Mondfinsternis
gibt es erst in der Nacht auf den 26. April 2013, die nächste totale Mondfinsternis am 28. September 2015.
Entgegen dem Eindruck sind Mondfinsternisse
seltener als Sonnenfinsternisse: Auf fünf Sonnenfinsternisse kommen im selben
Zeitraum im Schnitt nur drei Mondfinsternisse. Da
letztere jedoch stets von der gesamten dem Mond zugewandten Erdhalbkugel aus zu
sehen sind, Sonnenfinsternisse jedoch nur in einem maximal 300 Kilometer
schmalen Streifen, lassen sich Mondfinsternisse
häufiger beobachten. (APA, red)