Keine Unregelmäßigkeiten beim eigenartigen 1:7 im letzten Gruppenspiel gegen Lyon, das die Franzosen ins Achtelfinale brachte
Venedig - Uefa-Boss Michel Platini sieht überhaupt keine Anhaltspunkte, dass die Champions-League-Partie zwischen Dinamo Zagreb und Olympique Lyon (1:7) manipuliert gewesen sein könnte. "Es gibt Spiele, in denen der Torhüter einen schlechten Tag erwischt hat, wenn es Umstellungen in der Abwehr gegeben hat oder wenn die Mannschaft zuvor ausgeschieden ist und total unmotiviert antritt", sagte Platini nach der Sitzung des Exekutivkomitees des europäischen Verbandes in Venedig. "Dies kann positiv oder negativ beurteilt werden."
Es gebe keine Veranlassung, eine Untersuchung einzuleiten. Irreguläre Wettmuster seien nicht festgestellt worden. Bei Dinamo wurde Coach Krunoslav Jurcic gefeuert. Lyon stieg statt Ajax Amsterdam ins Achtelfinale auf, ein Sieg mit vier Toren Differenz wäre zu wenig gewesen. Platini sprach sich übrigens gegen die Einführung von Torkameras aus. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 10./11.12.2011)