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Deutsche Behörden wollen neuen Bundestrojaner entwickeln

9. Dezember 2011, 16:13
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    foto: flickr/maha-online

    Bundestrojaner reloaded

Bundesregierung und Länder einig über "Kompetenzzentrum" für Spähsoftware

Die Innenminister der deutschen Bundesregierung und der Bundesländern haben sich auf die Einrichtung eines Kompetenzzentrums zur Entwicklung staatlicher Spähsoftware geeinigt. Bei ihrer Herbstkonferenz in Wiesbaden beschlossen sie laut Abschlussmitteilung, das Zentrum beim deutschen Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden anzusiedeln. Zu dessen Aufgaben gehöre es, einen standardisierten Anforderungskatalog für die bei den Sicherheitsbehörden eingesetzte Programme, sogenannte Staatstrojaner, zu entwickeln, der sich an deren "funktionalen, sicherheitstechnischen und datenschutzrechtlichen Anforderungen" orientiert.

Verfassungsrecht verletzt

Die Gründung des Zentrums ist eine Konsequenz aus der Affäre um einen von einer Privatfirma entwickelten Staatstrojaner zur Überwachung von Computern und Internetkommunikation, der von den Behörden unbemerkt verfassungsrechtliche Vorgaben verletzt haben soll. Der Fall war im Oktober durch eine Untersuchung des Chaos Computer Clubs (CCC) publik geworden und hatte für Aufsehen gesorgt. Der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich lud die Länder danach ein, ein gemeinsames Kompetenzzentrum zu gründen, um die Kontrolle der Behörden über die Entwicklung von Spähprogrammen für polizeiliche Überwachungen zu verbessern.

Neuer Trojaner soll entwickelt werden

"Längerfristig" werde mit dem Zentrum auch das Ziel verfolgt, Software zu entwickeln, sagte ein Sprecher des gastgebenden hessischen Innenministeriums am Freitag. Die Einrichtung solle ihre Arbeit "so schnell wie möglich" aufnehmen. Ein genaues Datum werde in dem Beschluss der Innenminister aber nicht genannt. Im Zuge der Affäre um den Staatstrojaner hatten Behördenvertreter unter anderem auch bekanntgegeben, dass bei den Polizeibehörden der Bundesländer, dem deutschen Verfassungsschutz und dem Zoll unterschiedliche Versionen von Überwachungssoftware im Einsatz seien, die von Privatfirmen entwickelt wurden. Die Programme sollen zum Abhören von Telefonaten dienen, die digital verschlüsselt über das Internet abgewickelt werden.

Durchsuchung des gesamten PCs nicht erlaubt

Das im Amtsdeutsch auch als Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) bezeichnete Abhörverfahren ist in Deutschland bei Ermittlungen zu Straftaten zwar erlaubt, es müssen aber rechtliche Grenzen beachtet werden. So dürfen die Programme nicht die Durchsuchung des gesamten Rechners ermöglichen. (APA/AFP)

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12 Postings
Ventilator
00
10.12.2011, 23:30
Wer ist eigentlich für den alten Bundestrojaner zur Rechenschaft gezogen worden?

Hat der nicht den Vorgaben der Verfassungsgerichts widersprochen?
Hat da nicht irgendwer geklagt? Wurde die Klage angenommen? Oder vielleicht gar schon wieder fallen gelassen?

Was ist mit der Firma, welche den Trojaner erstellt hat?
Macht Deutschland mit Dieser, trotz Verfassungsbruch und amateurhaft hergestellter Software noch immer Geschäfte?

Hans Meier459
00
10.12.2011, 16:56
Carrier IQ

ja seit die Behörden wissen wie effektiv dieser Carrier IQ Rootkit ist wollen sie auch sowas, da kommt ja der alte Bundestrojaner nicht mit :-)

Franz Josef Lolinger
10
10.12.2011, 13:10

Ein neuer Trojaner der hoffentlich nicht so schnell gefunden wird, soll her...

ANNOnymus
14
9.12.2011, 22:01

Wen interessiert schon was das Volk will ?

no_milk_today
02
10.12.2011, 14:30

volk? ohnehin nur lästig und überbewertet.

Erich Hofbauer
01
11.12.2011, 22:40

Volk? Stimmvieh...

Elettra
00
9.12.2011, 21:46
Zu Weihnachten bringt das Christkind

den Spähern IPv6

Bastian Balthasar Bux
00
13.5.2012, 18:33

ach geh. auch in v6 wird's nat geben.
ziemlich sicher. alles andere wäre WAHNSINN.
zb: http://www.heise.de/netze/mel... 11348.html

und NAT64 in the wild: http://derstandard.at/132987046... 4-und-IPv6

krenwurzn
14
9.12.2011, 20:18

und der terror und kampf gegen die eigene bevölkerung wird mit unvermindeter härte fortgeführt und die grund- und freiheitsrechte weiterhin mit füßen getreten und bespuckt.

und niemand von den großkopferten wird dafür jemals zur rechenschaft gezogen.

demokratie war VORGESTERN ... willkommen in der DDR 3.0 ... welche bereits vermehrt auf österreich überschwappt

no_milk_today
10
10.12.2011, 04:16

öhm ... wann und wo war dann ddr 2.0? und indect ist dann 4.0?

Mokka Sinn
15
9.12.2011, 17:07
Es ist ja besonders "schön", wenn eine Bundesregierung permanent gegen die Verfassung verstößt. Korrupt? Kriminell? Aaaach neeeee..... !

Yanumáka-kumã
00
9.12.2011, 20:09

Kriminell sind die genossen die langhaarig und unrasiert mit irgend welcher komischen Klamotten und alten Autos mit Hunden unterwegs sind, wissen sie es noch nicht?

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