Bessere Radaranlagen, schultergestützte Boden-Luft-Raketen und vermehrte Flugabwehrraketen
Pakistan verstärkt seine Luftabwehr an der Grenze zu Afghanistan. Dies gilt als Reaktion auf den NATO-Angriff vor wenigen Wochen, als 24 pakistanische Soldaten getötet wurden. Unter anderem wird die Grenze nun mit schultergestützten Boden-Luft-Raketen bewacht. Auch wurden die Radaranlagen aufgerüstet.
In weiterer Folge wird in erster Priorität ein Frühwarnsystem installiert, sagte Armee-General Azmat Ali. Später sollen jedoch auch spezielle Waffen in bestimmte Gebiete geliefert werden, die besseren Schutz bieten sollen. Der hochrangige Militär bemühte sich jedoch zu betonen, dass alle Maßnahmen defensiven Charakter haben. Nun müssten aber die eigenen Soldaten besser geschützt werden. Es könne nicht sein, dass die eigenen Soldaten leichte Opfer feindlicher Attacken wären. "Wenn sie angegriffen werden, sollen sie etwas haben, mit dem sie sich verteidigen können."
In der afghanisch-pakistanischen Grenzregion waren die pakistanischen Truppen bereits vor dem jüngsten NATO-Angriff mit Kurzstrecken-Flugabwehrraketen ausgestattet. Die Zahl wurde noch weiter erhöht, als amerikanische Helikopter im vergangenen mai unbemerkt die Grenze überflogen, um Osama bin Laden zu töten. (red, derStandard.at, 9.12.2011)