Ex-Polizeichef in österreichischer U-Haft

Mordvorwürfe gegen Javier Figueroa - Auslieferung abgelehnt

Linz - Über den ehemaligen Polizeichef von Guatemala Javier Figueroa ist am Dienstag, nachdem das Oberlandesgericht (OLG) seine Auslieferung abgelehnt hatte, die Untersuchungshaft verhängt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis am Freitag auf APA-Anfrage mit. Dem 40-Jährigen, der 2007 nach Österreich geflüchtet war und mit Asylstatus zuletzt im Innviertel lebte, wird die außergerichtliche Tötung von mindestens zehn Häftlingen in seinem Heimatland angelastet.

Guatemala hatte die Auslieferung Figueroas beantragt, das OLG lehnte das aber ab. Es sei zu befürchten, dass er in seiner Heimat kein faires Verfahren erhalten würde. Der ausgebildete Arzt, der seit Mai in Auslieferungshaft saß und die ihm angelasteten Verbrechen abstreitet, wurde noch im Gerichtssaal festgenommen. Ihm droht nun eine Mordanklage in Österreich.  (APA)

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5 Postings
..dabei würde er sich..

...beim neuen Präsidenten Otto Pérez Molina in bester Gesellschaft unter Serienmördern befinden.

ja

gibt es. Die ganzen "Rechtsprinzipien" halt.

Interessant

Find sowas interessant, wenn Leute fuer in einem anderen Land begangene Taten angeklagt werden koennen. Spannend irgendwie! Geht sowas aufgrund irgendwelcher bilateralen oder voelkerrechtlichen Vertraege? Oder brauchts dafuer einfach (in dem Fall) in .at ein entsprechendes Gesetz ala "das und das darfst Du auch sonstwo nicht tun"?

Ist normal

Ist normal, wenn jemand nicht ausgeliefert werden kann (z.B. österreichischer Staatsbürger, oder die Todesstrafe droht, oder eben wie in diesem Fall), dann steht es den ausländischen Anklagebehörden frei die Person vor einem österreichischen Gericht anzuklagen.

Das hiesse..

in dem Fall wurde nicht die oesterr. Staatsanwaltschaft von Amts wegen taetig, sondern die guatemaltekische(?) Staatsanwaltschaft pilgert hierher um das zu verfolgen? :-?

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