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Wallner löst Sausgruber als Landeshauptmann in Voralrberg ab.
Wallner von Bundespräsident Fischer angelobt
Wien - Der neue Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) ist Freitagvormittag in der Hofburg von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt worden. Dem festlichen Akt folgte ein großer Tross, der aus dem Ländle angereist war, allen voran Wallners Frau Sonja und seine drei Kinder sowie Landtagspräsidentin Bernadette Mennel. Von der Bundespolitprominenz zeigte sich neben VP-Klubchef Karlheinz Kopf Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP). Kanzler Werner Faymann (SPÖ) ließ sich vom Bundespräsidenten wegen seiner Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel entschuldigen.
Wallner vertraut in seinem Amt sichtlich auf Hilfe von oben: "Ich gelobe, so wahr mir Gott helfe", sprach der neue Landeshauptmann unter gütigem Lächeln des Bundespräsidenten. Dieser hatte sich davor über die politische Kontinuität in Vorarlberg erstaunt gezeigt, habe Wallner doch nur vier Vorgänger.
Gefallen an Schuldenbremse
Der sichtlich gut gelaunte neue Landeshauptmann verzichtete in seinen ersten Pressestatements als angelobter Landeshauptmann dann auch auf jegliche alemannische Kraftmeierei und gab sich gegenüber dem Bund eher zahm. Was er von der Bundesregierung jetzt bei ihrem Bemühen um eine Schuldenbremse gesehen habe, gefalle ihm.
Auch innerparteilich kam dem Landeshauptmann kein kritisches Wort über die Lippen. Parteichef Spindelegger habe sich gerade in letzter Zeit sehr, sehr bemüht. Einzig dem Vorschlag von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), das Budget zu 70 Prozent über die Ausgaben und zu 30 Prozent über zusätzliche Einnahmen zu finanzieren, steht Wallner distanziert gegenüber. Er wäre vorsichtig, hier jetzt schon Prozentsätze zu nennen, bevor ein Gesamtpaket stehe.
Von Vorarlberg abschauen könnte sich der Bund jedenfalls die Haushaltsdisziplin, sagte Wallner. Zu viel dreinreden lassen will man sich daher von Wien aus auch nicht. Wenn etwas gegen die vitalen Interessens Vorarlberg geplant sei, werde er sich sicher zu Wort melden, versicherte der Nachfolger von Herbert Sausgruber Kontinuität. (APA)
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Wenn ich mir den Zustand Vorarlbergs ansehe, muss ich sagen: Die verantwortlichen Politiker sind ihr Geld wert. Vielleicht sollte man Österreich in viele kleine Vorarlbergs teilen, dann hätten wir zahlreiche Sorgen nicht. Das wäre Föderalismus in bester Form und hätte große Zukunft.
Es gibt nicht nur die quantitative Größe. Was die qualitative Größe betrifft, ist Vorarlberg jedenfalls ein Vorbild für ganz Österreich und die Bundesregierung würde sich alle Finger ablecken, wenn sie nur einige Politiker vom Format Wallners hätten.
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