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Zwei Warnungen: Eltern, deren Kinder Lärmmaschinen aller Art zu Hause haben, wissen, diese Dinger können nerven. Daher muss man hoffen, dass das Kind nicht 100-mal auf das gleiche Bild deutet.
Buch herauskramen und lesen, das geht hier nicht mehr so einfach: Der Brockhaus-Verlag (wie auch andere Firmen) sorgt für ein anderes Lesekonzept. Zuerst braucht es nämlich einen Computer samt Internet. Der Hörlesestift, der "Ting", muss für das jeweilige Buch mit Informationen gefüttert werden.
Zum Test gelangte "Mein erster Hör-Brockhaus - Fahrzeuge". Der Band für Kinder ab dem vierten Lebensjahr zeigt alles, was fährt, schwimmt oder fliegt. Hält man den Ting auf ein Bild oder Symbol, beginnt er zu sprechen. "Das Müllfahrzeug hält an jeder Tonne", weiß der Stift etwa zu berichten. Rotoren schnurren, Motorräder röhren, und es gibt jede Menge Information.
Das kann durchaus begeistern - und einen Mehrwert bringen. Nur ein Buch dieser Art kaufen zu wollen wäre Luxus: Der Stift kostet ohne Buch schon 34,99 Euro. Für ein Starter-Set zahlt man 44,99 Euro. Es gibt aber auch Erwachsenen-Ting-Bücher, etwa Kunst- und Reiseführer.
Zwei Warnungen noch: Eltern, deren Kinder Lärmmaschinen aller Art zu Hause haben, wissen, diese Dinger können nerven. Daher muss man hoffen, dass das Kind nicht 100-mal auf das gleiche Bild deutet. Aus eigener Erfahrung sei berichtet: Lassen Sie den Stift nie von einem Kleinkind entführen. Er ist nicht groß, und er ist, wie gesagt, teuer. Zu Hause galt der Ting länger als vermisst. Immerhin, es war leise. (Peter Mayr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.12.2011)
Mein erster Hör-Brockhaus - Fahrzeuge
€ 15,40/ 64 Seiten
Brockhaus Verlag, München 2011
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Juhuu endlich muss man die Kinder nicht mehr dazu nötigen so unnötigen Müll wie z.B. Lesen zu lernen.
Aber der Werbeslogan "Bringt Leben in Bücher" sagt ja eigentlich eh schon alles aus.
Dass solcher Schrott bei Thalia verkauft wird, ist eh klar, aber mittlerweile macht das Zeugs auch vor echten Buchhandlungen nicht mehr Halt.
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