"Deep End" und "Vertreibung der Intelligenz"

DEEP END (Kochmedia) Der polnische Regisseur Jerzy Skolimowski hat im Lauf seiner Karriere in den unterschiedlichsten Ländern gedreht und da- bei viel Sensibilität für den jeweiligen Zeitgeist bewiesen. Deep End, 1971 (zum Teil auch in Deutschland) gedreht, ist so etwas wie ein psychedelischer Coming-of-Age-Film, der auf die Swinging-Sixties in London rekurriert. Mike (John Moulder-Brown), der jugendliche Held des Films, begehrt die um einige Jahre ältere, aufreizende Susan (Jane Asher), und zwar in einer Intensität, die eher obsessive Züge trägt. Sko- limowskis Film, dessen zentraler Schauplatz ein Schwimmbad ist, zeigt uns sexuelles Erwachen mit dem ihm eigenen, verdrehten Humor als eine Abfolge von Zurückweisungen und peinigenden Fantasien. Die Musik steuert The Can und Cat Stevens bei. Eine echte "oddity".

VERTREIBUNG DER INTELLIGENZ (Filmdelights) Die DVD Vertreibung der Intelligenz von Eberhard Büssem umfasst zwei Porträts mit analoger Thematik: Das eine beschäftigt sich mit dem Leben Carl Djerassis, dem Erfinder der "Pille", das zweite ordnet ihm drei weitere Wis- senschafter hinzu - Alfred Bader, Wal- ter Kohn und Peter Pulzer -, die als jüdische Kinder aus Wien vertrieben wurden. Eine Rückschau auf bewegte Bio-grafien. (kam, DER STANDARD - Printausgabe, 9. Dezmeber 2011)

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