Osterweiterung

Kroatien unterzeichnet EU-Beitrittsvertrag

9. Dezember 2011, 11:53

Weg frei für Referendum und Ratifizierungen - Im Juli 2013 soll Zagreb 28. Mitglied werden

Brüssel -  Der Beitrittsvertrag zwischen der Europäischen Union und Kroatien ist unterzeichnet. Für Kroatien setzten bei der feierlichen Zeremonie beim EU-Gipfel am Freitag in Brüssel Staatspräsident Ivo Josipovic und die scheidende Ministerpräsidentin Jadranka Kosor ihre Unterschriften unter das Dokument. Für die EU unterzeichneten die Regierungschefs bzw. Präsidenten der 27 EU-Staaten, darunter für Österreich Bundeskanzler Werner Faymann (S).

"Mit der Unterzeichnung kehrt Kroatien zurück nach Hause nach Europa, wo es immer hingehört hat", sagte Kosor. Sie erinnerte auch daran, dass sie gemeinsam mit dem slowenischen Premier Borut Pahor den Grenzstreit gelöst habe. "Heute überschreiten wir die Schwelle in unser europäisches Heim", sagte Josipovic. Die Unterzeichnung wurde von den Gipfelteilnehmern mit tosendem Beifall beantwortet. Kroatien gebe seine erkämpfte Unabhängigkeit nicht ab, es könne vielmehr selbst einen Beitrag zu einem weiteren erfolgreichen EU-Erweiterungsprozess leisten, sagte Josipovic.

EU-Ratspräsident Herman van Rompuy gratulierte Kosor und Josipovic zu ihrer mutigen Führungsrolle. "Das ist ein Tag der Freude für Kroatien und die Europäische Union als Ganzes." Van Rompuy betonte, Europa müsse im Moment der Krise auch das Erreichte sehen. Es sei der wohlhabendste, sozialste und sicherste Kontinent auf der Welt. "Europa ist ein Anker des Friedens, Europa ist gleichzusetzen mit Frieden", sagte er. "Wir sind ein kraftvoller Magnet für den friedlichen Wandel gewesen", vor allem für die Balkan-Staaten, sagte er. "Kroatien ist ein Pionier, der greifbar zeigt, dass die Zukunft des ganzen Westbalkan in der Europäischen Union liegt."

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso beglückwünschte das kroatische Volk, "das überzeugter Europäer geblieben ist während der schwierigen Übergangsphase". Kroatien sei auch der beste Beweis dafür, wie stark und erfolgreich die EU-Erweiterungspolitik sei. Die Wirtschaftskrise dürfe nicht das Engagement für Europa schmälern.

"Wir können jetzt ein Happy End verkünden", sagte der polnische Ministerpräsident Donal Tusk. "Sie sind jetzt eingezogen in unser gemeinsames Haus", sagte er. Nach langen, mühevollen Gesprächen in Zeiten der Krise und in allen Turbulenzen "sind wir noch näher zusammengerückt", dies werde auch Kroatien erfahren, sagte Tusk.

Kroatien soll am 1. Juli 2013 der EU als 28. Mitgliedstaat beitreten. Bis dahin muss der Beitrittsvertrag von allen 27 EU-Staaten und von Kroatien per Referendum ratifiziert werden. In Kroatien wird die neue Regierung, die bis Weihnachten gebildet werden soll, ein EU-Beitrittsreferendum ausschreiben. Obwohl das Referendum per altem Parlamentsbeschluss innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des Vertrags stattfinden sollte, wird es nach Angaben des neuen Premiers Zoran Milanovic erst Anfang Februar durchgeführt werden. (APA)

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Der_Klingone
00

Ich weiß nicht, ob ich den kroatischen Nachbarn nun gratulieren oder ihnen mein Beileid aussprechen soll?

Die Zukunft wird's zeigen :-)

just my two cent
00

Zagreb wird EU Mitglied....?... und trennt sich vom restlichen Kroatien, oder wie?

David Wander
00
28.2.2012, 17:50
1. April 2013

wäre wohl ein passenderes Datum :))

uruguay
 
10
Dobro dojle...

...im EU-Titanic...!

Rodion Raskolnikow
 
00
13.12.2011, 17:34
Die spinnen, die Kroaten...

kroate061
41
13.12.2011, 00:41
hab so meine bedenken

ein so hochverschuldetes mafiöses gebilde mit ca 500 mio aus dem dreck zu ziehen.das wird verdammt schwer für kroatien aber so sind die kroaten halt.gutmütig,hilfsbereit zuverlässig.dies könnte sich mal rächen.also immer auf der hut sein .

mic media
00
17.2.2012, 03:33

die kroaten ziehen sich selber aus dem dreck?
500 mio: ist das die summe die die kroatische mafia verdient?
verstehe gar nichts, seien Sie bitte nicht so böse mit unseren neuen mitglied!!!!

qlen
03
14.12.2011, 01:04

gutmütig, hilfsbereit, zuverlässig...

ja nee, is klar!

system1
11
12.12.2011, 16:38
hurra! hurra!

beifall! bravo! *jubilier*

was soll dieser unsinn? die nehmen noch leute an bord der titanic während die schon halb gesunken ist....

hurra! hurra!
beifall! bravo! *jubilier*

Stalo Ramón
01
10.12.2011, 16:51

Am Schönsten wäre es jetzt, wenn das kroatische Volk den EU-Beitritt ablehnt!

Fisch Suppe
11
10.12.2011, 10:32
Albanien, Türkei, Israel

Gibt's da schon irgendwelche Gespräche, was den Beitritt dieser Länder betrifft?

Immerhin liegt Albanien mitten in Europa.

Und die immer noch instabile Randlage Europas mit der Türkei und Israel muss doch irgendwann in das Europäische Friedensprojekt eingebunden werden, oder?

sunny ...
11
12.1.2012, 12:45
Liegt etwa Israel auch mitten in Europa???

Die Türken haben doch auch nur ne Brücke in europa!!!!

Also ich Bin dafür das sich unsere Politiker lieber nicht so weit aus dem Fenster Lehnen!!!!!

Nehmt doch nur die Länder auf die wirklich auf dem Europäischen Kontinent sind!!!!

oder heisst es inzwischen Welt Union?

uruguay
 
10
Keine Sorge

Die TR wird sicher nicht beitreten!
Die EU sorgt ja schließlich selbst für seinen Untergang!

fmi
00
31.1.2012, 08:56
Doch, sie warten nur drauf

Ich bin sicher daß sie lieber heute als morgen drinnen wären, damit der Islam in die EU einzieht!

Londo Mollari
 
27
10.12.2011, 10:18
na herrlich! der goldrichtige zeitpunkt obendrein!

ein stabiles land, man betrachte die zahlen an pensionisten und arbeitslosen! ein juwel! und dann die korruption - da können sich manche hierzulande noch ein scheiberl abschneiden!! die tollen parteien, die saubere justiz dort - ein traum!!!

sunny ...
00
12.1.2012, 12:47

Das einzige das die haben ist ein guter aber überteuerter Turismus!!!!!

mic media
00
17.2.2012, 03:34

....dieser turismus muss wohl ein seltenes Tier sein?

Toni Mayr
85
9.12.2011, 18:12

Leider basiert dieser Staat auf ethnischer Säuberung, welche immer noch nicht gutgemacht wurde. Mindestens 200 000 Kroatische Staatsbürger sind noch vertrieben und die Rückkehr gestaltet sich sehr zögerlich. Aber was kümmert die EU die Menschenrechte, wenn man wieder Staatseigentum zu Schleuderpreisen einkaufen kann und durch die dadurch entstehende Arbeitslosigkeit wieder die Löhne senken kann!

h 90
03
10.12.2011, 04:16

Wieso soll sich da jemand kuemmern??
USA und Europa haben sich ja maechtig bei dem Konflikt gefreut und alle angefeuert....Die deutschen Gruenen ganz vorne dabei.
Die 200.000 sollen sich mal die Sudetendeutschen anschauen.....so lange wird bei ihnen auch dauern....

A la croate
37
9.12.2011, 19:53

Gott sei Dank machen Ihre serb. Freunde immer alles Richtig. Eine Blutspur quer über halben Balkan, von Ljubljana bis Prishtina.
Die "speziellen" 200.000 die Sie anpeilen sind höchstens Jugoslawische Staatsbürger deren fehlgeleitete Politik sie in diese missliche Lage gebracht hat. Wobei es ihnen jetzt vermutlich auch besser geht, jetzt wo sie unter "ihresgleichen" weilen, in einem Land in dem ihre Volksgruppe die absolute Mehrheit stellt.

Aber Danke Herr Handke für diese "ausführliche" Reflektion auf die letzten 1400 Jahre kroatischer Geschichte. Aus Ihrer Sicht gibt es vermutlich auch nicht vielmehr dazu zu sagen.

Toni Mayr
74
10.12.2011, 09:01

Sie wissen schon, dass es immer noch kroatische Staatsbürger sind und auch den Pass bekommen, wenn sie wollen und daher mit 01.07.2013 EU Bürger sind, auch als Serben.
Und zu Ihrem Geschichtswissen. Welche Sprache wurden den in Dalmation noch vor hundert Jahren gesprochen? Genau, Italienisch! An der Küste waren nie Slawen. Deshalb haben Kroaten nicht einen Deuta mehr Recht dort zu sein als Serben. Wobei Ihr zwei Euch nur durch Religion trennt. Sonst gibt es keinen Unterschied.

ist halt so
00
20.12.2011, 23:04
Da muss ich unterbrechen

Seit der Gründung des kroatischen Königreiches gehörte ganz Dalmatien zu Kroatien.

A la croate
00
12.12.2011, 07:53

Sie beweisen wieder mal das Sie von kroat. Geschichte absolut keine Ahnung haben.

Sinnlos mit Ihnen darüber zu diskutieren.

galeb83
 
22
10.12.2011, 12:20

..solche posts kommen zustande, wenn sich marginales geschichtswissen mit antipathie paart..eine allianz der dummheit
slawen leben seit dem 7.jahrhundert auch an der dalmatinischen küste. italienisch war jahrhundertel lang die"lingua franca"dieser gegend.tatsächlich lebete dort eine italienische minderheit,jedoch kam auch diese erst spät ins land.die vorhergehenden sprachen, die in dieser region gesprochen wurden waren die unerschiedlichsten und belegen den balkan als das,was er immer war- ein umkämpftes land. wenn eine romanische sprache, dann war es das dalmatische, das an der küste beheimatet war.die italiener,voran die venizianer,gründeten kolonien und waren an der ausbreitung ihres handelsmomopols orientiert und waren nicht autochthon

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