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New York - Die Vereinten Nationen schließen einen Krieg zwischen dem Sudan und dem seit einem halben Jahr unabhängigen Südsudan nicht mehr aus. Die Lage sei brisant, sagte Hervé Ladsous, Untergeneralsekretär für Friedensmissionen. Die Blauhelmsoldaten könnten ihren Auftrag zur Deeskalation kaum erfüllen, weil sich keine Seite an Abmachungen halten würde.
Im Sudan hatte bisher der arabische Norden den schwarzen, rohstoffreichen, aber kaum erschlossenen Süden dominiert. Im Juli erklärte sich der Südsudan für unabhängig, was international anerkannt wurde. Es bleiben aber viele Konflikte, von denen Abyei der größte ist. Die Region um die gleichnamige Stadt gilt als ölreich und ist zwischen beiden Staaten umstritten. In der Region stehen mehr als 2800 Blauhelmsoldaten.
Beide Seiten hätten sich nicht an den vor sechs Monaten vereinbarten Rückzug der jeweiligen Truppen gehalten, sagte Ladsous. Das Potenzial für eine weitere Eskalation sei sehr hoch. Die Botschafter der beiden Länder bezichtigen sich anschließend gegenseitig, Rebellenbewegungen im jeweils anderen Land zu unterstützen. In den vertraulichen Beratungen warnten mehrere Delegationen vor dem Risiko eines Kriegsausbruchs. Die Spannungen seien enorm.
Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig forderte nach Angaben von Teilnehmern eine grundsätzliche Debatte über den Konflikt im Sicherheitsrat. Der Rat müsse das gesamte Bild in den Blick nehmen und dürfe sich nicht auf die Betrachtung lokaler Konfliktausbrüche beschränken. Eine solche grundsätzliche Diskussion könne dann auch zu einer neuen, umfassenden Resolution des Rates führen. (APA)
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