Gegen Tabuisierung

Deutscher Presserat: Toter Gaddafi darf gezeigt werden

8. Dezember 2011, 19:20

"Eine Tabuisierung des Todes sollte es in den Medien nicht geben"

Berlin - Der Deutsche Presserat hat die Darstellung des toten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi auf Fotos und Bewegtbildern im Prinzip gebilligt. Grundsätzlich sei der Presserat der Auffassung, dass der Tod von Diktatoren in Bildern festgehalten werden dürfe. "Eine Tabuisierung des Todes sollte es in den Medien nicht geben", erklärte das Selbstkontrollgremium der Printmedien am Donnerstag in Berlin. Gegen die Berichterstattung über Gaddafis gewaltsamen Tod waren 49 Beschwerden beim Presserat eingegangen.

Gegen zwei Boulevardzeitungen sprach der Presserat jeweils Missbilligungen aus, weil sie ein Foto des blutverschmierten Gesichts des toten Gaddafi, gezoomt und vergrößert, auf der oberen Hälfte der Titelseite veröffentlicht hatten. Die sei ein Verstoß gegen den Jugendschutz. Zwar gehöre es zu den Aufgaben der Presse, auch Informationen in Wort und Bild zu vermitteln, die Gewalt, Krieg und Sterben beinhalten. Dabei müssten die Medien aber darauf achten, in welcher Form die Bilder gezeigt werden. (APA)

Elettra
00
17.12.2011, 18:15
Unsere Medien haben sich in Libyen befleckt

http://www.youtube.com/watch?v=hcNP5O8mYlQ

Cucumuch
01
9.12.2011, 09:12
Jugendschutz ist ein tolles Argument. Mit ihren Smartphones

haben die Jugendlichen die Bilder schon Stunden vor Erscheinen der Zeitung gesehen :-) Besser wäre es doch zu sagen: Seht ihr deutsche Jugend, sowas kommt mir unserer Mithilfe raus wenn eure Angie-Tante den Amerikanern in den Ar*** kriecht, das wäre zumindest ehrlicher als diese Bilder-Heuchelei!

mfg

Fritz Meyer
01
9.12.2011, 08:33
Niederste Instinkte müssen befriedigt werden.

Wenn sonst schon überall ausdrücklich betont wird, dass Gewalt ein legitimes Mittel der Politik ist.

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