Rekord-Gletscherschmelze in Chile filmisch festgehalten
11. Dezember 2011, 20:04
foto: cecs
In nur wenigen Monaten zog sich der Jorge Montt um einen Kilometer zurück.
Der Jorge Montt in Patagonien ging seit 1998 um fast 20 Kilometer zurück
Santiago - Wie rasant ein Gletscher in Patagonien an Masse verliert, haben chilenische Wissenschafter mit einer Serie von
Zeitraffer-Aufnahmen nachgeweisen. Die Forscher waren selbst von der dramatischen Geschwindigkeit des Abschmelzens überrascht. Der Jorge Montt sei der am schnellsten
schmelzende Gletscher im Land, sagte der chilenische Glaziologe Andres Rivera am
Mittwoch. Die Gletscherschnauze des rund 1.800 Kilometer südlich der Hauptstadt
Santiago gelegenen Jorge Montt sei zwischen Februar 2010 und Jänner 2011 um
einen Kilometer zurückgegangen.
Er und seine Kollegen hätten nicht gewusst, wie schnell der Gletscher
schmelze, bis sie zwei solarbetriebene Kameras aufgestellt hätten, sagte Rivera
auf einer Pressekonferenz. Diese hätten vier Bilder pro Tag gemacht. Insgesamt
entstanden so 1.445 Aufnahmen. "Wir hatten in dem Jahr der Arbeit mit den
Kameras nicht erwartet, dass er (der Gletscher) sich einen Kilometer
zurückziehen würden", erklärte Rivera. "Das war eine Überraschung."
(Quelle: AFP/YouTube)
Auf Grundlage einer Karte von 1998 sei davon auszugehen, dass der Jorge Montt
seitdem 19,5 Kilometer verloren habe, sagte Rivera weiter. Eine Ursache dafür
sei die Erderwärmung. Das besonders schnelle Abschmelzen gehe jedoch auch auf
die Tatsache zurück, dass der Gletscher zum Teil in den Gewässern eines
wachsenden Fjords aufliege. Dieser sei in einigen Teilen 400 Meter tief. (APA, red)
dass beim abspielen des videos werbung für gletscherschifahren eingeblendet wird ist geisteskrank!
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