Die Regierung besteht auf den Bau eines knapp elf Kilometer langen Zauns am Fluss Evros entlang der Grenze zur Türkei
Athen - Griechenlands Regierung besteht auf den Bau eines knapp elf Kilometer langen Zauns am Fluss Evros entlang der Grenze zur Türkei, die gleichzeitig die Außengrenze der EU ist. Die Absperrung sei unbedingt nötig, sagte der griechische Minister für Bürgerschutz, Christos Papoutsis. Mit den Arbeiten werde man "bald" beginnen.
Die fünf Millionen Euro für die Errichtung will Athen aus dem griechischen Haushalt zahlen, nachdem die zuständige EU-Außenkommissarin Cecilia Malmström Geld aus EU-Fonds für den Zaun verweigert hat. Dieser werde die Flüchtlinge nicht stoppen, sagte Malmström.
Über den Fluss Evros, der als "Schwachstelle" in der EU-Außengrenze gilt, ist ein Großteil jener 128.000 Migranten gekommen, die 2010 griechischen Boden betreten haben - in den vergangenen vier Jahren waren es insgesamt 512.000 Asylsuchende und illegale Einwanderer. Seit mehreren Monaten unterstützt die EU-Grenzagentur Frontex dort die griechischen Kräfte. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 9.12.2011)