Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Manila - Wenn es nach Illac Diaz geht, dann helfen alte Plastikflaschen bald einer Million armer Menschen im Jahr. Die Idee des philippinischen Unternehmers ist simpel: Ausgediente Flaschen werden mit Wasser gefüllt, in die Dächer von Slum-Hütten eingebaut und dienen dort als stromfreie Lichtquelle. Denn wenn sich das Sonnenlicht in den Wasserflaschen bricht, bringt das Licht in die auch tagsüber oft finsteren Unterkünfte, was den Bewohnern viel Strom und damit Geld spart. Das Projekt, Anfang des Jahres in einem Elendsviertel der philippinischen Hauptstadt Manila begonnen, ist inzwischen überall im Land populär - und mittlerweile auch in Armenvierteln in Kolumbien, Indien und Vanuatu.
Die Recycling-Idee brachte Diaz viel Lob bei den Vereinten Nationen ein - und eine Einladung zum Klimagipfel im südafrikanischen Durban. Diaz zufolge spart jede seiner Sonnenlichtflaschen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen pro Jahr bis zu 17 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) ein, kann aber soviel Licht spenden wie eine 55-Watt-Birne. "Wenn man das mit einer Million Flaschen multipliziert, könnte das mehr CO2 sparen als eine riesige Windkraftanlage, deren Betrieb obendrein teurer wäre", sagt Diaz.
Brasilianische Erfindung
Für eine Sonnenlichtflasche braucht es nur eine leere Plastikflasche, die mit gefiltertem Wasser und etwas Bleiche gegen Bakterien gefüllt wird. Mit dem Boden nach unten wird die Flasche im Dach installiert und das Loch rundum abgedichtet, damit kein Regen durchtropft. Erfunden hat Diaz die Plastikflaschenbeleuchtung nicht - diese Ehre gebührt wohl dem Brasilianer Alfredo Moser, der die Idee vor rund zehn Jahren bekanntmachte. Doch die Vereinten Nationen loben Diaz und seine Stiftung MyShelter dafür, dass er die Idee derart populär gemacht hat.
Diaz zufolge war einer der Schlüssel seines Erfolges das Internet mit Kanälen wie YouTube und Netzwerken wie Facebook: Das habe nicht nur die Sonnenlichtflaschen bekanntgemacht, sondern auch, wie leicht jedermann sich selbst damit helfen könne. So sei im September in Kolumbien ein ähnliches Projekt gestartet wordem, nachdem die Menschen dort einen YouTube-Clip der MyShelter Foundation gesehen hätten. Auch in Südafrika, Indien, Indonesien, Vietnam, Nepal und Mexiko wisse er von Nachahmern, sagt Diaz.
Rasanter Ausbau
Diaz hat große Expansionspläne. Bisher wurden mehr als 15.000 Lichtflaschen in Slums in und Manila eingebaut. Noch in diesem Monat wollen Diaz und seine Mitstreiter in der zweitgrößten Stadt der Philippinen, Cebu, rund 100.000 Sonnenlichtflaschen installieren. Das Erfolgsrezept der Sonnenlichtflaschen sei, dass diese unkompliziert und billig genutzt werden könnten, sagt Diaz. Andere klimafreundliche Energiekonzepte brächten für arme Länder viel Aufwand und hohe Kosten mit sich, nutzten aber oft nur wenigen Menschen. Plastikflaschen jedoch könnten tausend-, wenn nicht millionenfach zum Einsatz gebracht werden: "Das hilft mehr Menschen und spart mehr CO2 ein."
In Manilas Armenviertel San Pedro, wo das Projekt begann, denken die Bewohner weniger ans Klima als an die Extraportion Licht, die ihnen ihre Sonnenlichtflaschen tagsüber bescheren. Denn viele der Hütten sind selbst an sonnigsten Tagen düster, weil die Beton- oder rostigen Blechwände kaum Fensteröffnungen haben. Monico Albao hat schon fünf Plastikflaschen im Dach seines winzigen Hauses eingebaut, das er mit seiner 22-jährigen Tochter, deren Mann und dem acht Wochen alten Enkel teilt. "Meine Stromkosten sind nur noch halb so hoch", berichtet der 46-Jährige: "Das Geld, das wir sparen, stecken wir jetzt in Essen und Kleidung für meinen Enkel." (APA)
Zwei Drittel des Anstiegs stammt von Eisschilden der Antarktis und Grönlands und dem sich ausdehnenden Meerwasser
Heimische Forscher befassen sich mit den Rollen von Mikroben und Grasländern im globalen Kohelnstoffkreislauf
97 Prozent aller Studien, die sich mit den Ursachen für die Klimaveränderungen beschäftigen, sehen die Schuld beim Menschen
Aktuelle Daten zeigen: Worst-Case-Szenarien bei der Erderwärmung in diesem Jahrhundert eher unwahrscheinlich
Knapp zwei Drittel der Pflanzen und die Hälfte der Tiere könnten bis 2080 mehr als die Hälfte ihres Lebensraums verloren haben
Studie: Struktur und Zusammensetzung des Bodens verändern sich, die gespeicherte Menge Kohlenstoff bleibt aber gleich
Forscher verneint Pessimismus: Selbst in Zeiten des Klimawandels zeigen lokale Maßnahmen Erfolge
Adidas, Nike, eBay, Starbucks und Co.: "Wir können nicht die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel setzen
Aktuelle Versüßung im Nordatlantik in ihrer Bedeutung noch nicht einschätzbar - Forscher erhoffen sich Aufschlüsse von einem natürlichen Klimaarchiv
Mehr als 97 Prozent des Inlandeises angetaut: Dünne, tief liegende Wolken ließen Sonnenenergie nur in eine Richtung passieren
Zentrales Ergebnis: Aktuelle Wärmephase beendete langjährigen Abkühlungstrend
Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern warnt vor den Folgen der Erderwärmung
Krabben fressen Schnecken und die fressen Algen - Wie sich die Versauerung der Ozeane infolge des Klimawandels auf dieses Beziehungsgeflecht auswirkt, haben Biologen im Aquarium getestet
Klima-Experte erklärt anlässlich des Klimatages mögliche Gründe für regionale Abkühlung in Europa
US-Forscher warnen, dass die im Winter weißen Hasen im Frühjahr in Verzug geraten könnten und so leichte Beute werden
Die höchsten Speicherkapazitäten der nördlichen Wälder finden sich an unerwarteter Stelle: Wurzeln und Pilze binden besonders viel Kohlenstoff
Vetmed-Forscher stellen Modellrechnungen für den südostasiatischen und pazifischen Raum vor und sehen "Anlass zu Sorge"
Klimaschutzziel ist es, 60 Prozent weniger Treibhausgasemission bis 2050 im Vergleich zu 1990 zu produzieren
... und das auch nur bei einem Stopp der Verbrennung fossiler Brennstoffe - Berechnungen zeigen, wie lange uns der Kohlenstoff erhalten bleibt
Forscher rechnen mit unangenehmen Folgen für Menschen und Ökosysteme
Turbulenzen bei wolkenfreiem Himmel dürften häufiger auftreten und heftiger ausfallen - spürbare Auswirkungen auf den Luftverkehr
Klimaforscher sehen Störung riesiger Wellen in der Atmosphäre als Grund für Zunahme von Extremwetterereignissen
Damit machen sie rund 10 Prozent des Beitrags aller Gletscher weltweit am Pegelanstieg aus
Auswertung der Messungen aus dem Vorjahr bestätigt Entwicklung hin zu einem immer wärmeren und sonnigeren Klima
Und so geht's:
Normalerweise habe ich tagsüber immer die Rollos drunten und die Glühlampen an.
Gestern hatte ich erstmals Sonnenlicht hereingelassen und siehe da: Kein einziges Kilowatt Strom verbraucht!!!
Mit dem gesparten Geld kaufe ich jetzt Benzin und fahre dadurch umweltschonend praktisch mit reinem Sonnenlicht!!!
Die nächste scheinheilige Erfindung, im Namen es Umweltschutzes, die die UNO lobt!
Und wie werden die Menschen dazu Aufgefordert?
"Kauf´s Plastikflaschen!"??
Weiters les´ich da, das dafür Chlor notwenig ist! Abgesehen davon, dass die Wenigsten damit umgehen, geschweige denn, richtig entsorgen, können!
Ist die altbewerte und hellere Methode, ein Dachfenster aus Glas einzubauen nicht genug?
Kein Wunder, dass die Erde immer dreckiger wird!
Wenns genau gelesen hätten, dann hättens das Wort "ausgedient" in Zusammenhang mit Plastikflaschen gelesen. --> dH die alten Plastikflaschen landen nicht am Müll, sondern werden sinnvoll wiederverwendet.
Ich weiß nicht wo hier das Problem liegen soll.
Genau: 500 Flaschen pro Jahr und Familie machen aus jeden dunklen Hütte einen strahlenden Glaspalast.
Und wenn die spröde sind schmeißt man sie einfach in den großen Ozean, wie jetzt auch schon immer.
Und wieder ein Grund für die tolle Umweltschützer-Sekte, sich selbst zu beweihräuchern ...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.