Trotz Krise

Sozialbau will wieder mehr bauen

7. Dezember 2011, 16:08
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    foto: apa/schlager

    Wilhelm Zechner (59) wurde am Mittwoch vom Aufsichtsrat der Sozialbau AG in die neu geschaffene Funktion des Vize-Generaldirektors bestellt. Der Baumeister und Ingenieur ist seit 1986 bei der Sozialbau tätig, davon seit 1998 im Vorstand.

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    foto: sozialbau ag

    Dem Führungsteam gehören außerdem noch Generaldirektor Herbert Ludl (67, Bild) - der Ende kommenden Jahres abtritt - sowie Bernd Rießland (56) an. Die Sozialbau steht mehrheitlich unter Kontrolle der Vienna Insurance Group (VIG).

2012/13 sollen erstmals wieder mehr als tausend Wohnungen in Bau sein - Wilhelm Zechner zum Vize-Generaldirektor bestellt

Wien - Die Sozialbau AG, mit mehr als 47.000 Wohnungen Österreichs größter privater Hausverwalter, wird trotz der aktuellen Staatsschulden- und Wirtschaftskrise ab 2012/13 wieder mehr Neubauten errichten. Dies kündigte Generaldirektor Herbert Ludl, der das Unternehmen noch bis Ende nächsten Jahres führen wird, am Mittwoch an. Der neu bestellte Vize-General Wilhelm Zechner sagte, erstmals seit längerem würden dann wieder mehr als 1.000 Wohnungen gleichzeitig in Bau sein, bis zur Fertigstellung dauert es jeweils zwei bis drei Jahre. 2011 gibt es jedoch weniger Baustarts, möglicherweise laufe es auch 2012 noch gebremst an.

Vormerkungs-Rekord

Damit auch künftig einkommensschwächeren Menschen leistbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann, müsse an der Wohnbauförderung (WBF) festgehalten werden und zudem die Zweckbindung für diese Mittel wieder eingeführt werden, fordern die Sozialbau-Manager. Dass Bedarf da sei, zeige das Faktum, dass Wien - wo der Mietwohnungsanteil besonders hoch ist - jedes Jahr um rund 17.500 bis 18.000 Menschen wächst, so Ludl. Kürzlich habe es bei einem Sozialbau-Projekt in Wien sechzig Mal so viele Vormerkungen wie Wohnungen gegen, "das ist ein Rekord". Außerdem sollte den Gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) der Erwerb und die Sicherung von Eigenkapital erleichtert werden, forderte er: "Das Eigenkapital ist die einzige Chance, um die sinkenden Wohnbaufördergelder auszugleichen."

Die größte planerische und bauliche Herausforderung, vor der die Sozialbau aktuell steht, ist die Projektsteuerung für die Errichtung der ersten Tranche in der "Seestadt Aspern" mit zunächst 1.530 Mietwohnungen, wovon 706 die Sozialbau selbst errichtet. Die Gesellschaft steuert aber das gesamte Teilprojekt mit in Summe neun Bauträgern und dreizehn Architekten. Die Bestellung von Zechner (59) zum neuen Vize-Generaldirektor der Sozialbau erfolgte ausdrücklich aufgrund seiner bisherigen Leistungen für die erste Aspern-Bauphase.

Straffer Zeitplan in Aspern

Fertig werden sollen diese 1.530 Mietwohnungen ab Anfang Herbst 2014 - knapp ein Jahr nach Verlängerung der U2 dorthin. Ludl hatte aber erst vor wenigen Wochen gegenüber derStandard.at bekannt, dass die Neubauten in der Seestadt mit einiger Wahrscheinlichkeit auch erst 2015 fertig werden könnten.

Die Mieter können zwischen zwei Modellen wählen: Leisten sie 150 Euro Barmittel pro m², dann beträgt der Hauptmietzins 6,10 Euro/m² monatlich, bei 500 Euro Barmitteln pro m² sind es nur 4,75 Euro, erläuterten Ludl und Zechner. Diese Fixmieten verstehen sich inklusive Baurechtszins. Die Errichtungskosten sind mit 1.250 Euro/m² limitiert.

Der Zeitplan ist straff: Nächste Woche präsentieren die einzelnen Architektenteams ihre Pläne, im Frühjahr will man um die Baubewilligungen für die 14 Baufelder ansuchen, bis November erhofft man grünes Licht. Die Gesamtkosten für diese Bauphase betragen laut Ludl 160 Mio. Euro.  Dass die gesamte "Seestadt Aspern" mit knapp 8.500 Wohnungen ohne Wohnbauförderung errichtet wird, sei eine Novität bei einem derart großen frei finanzierten Mietwohnungsprojekt, betonte Ludl. (APA/red)

paolo
00
8.12.2011, 21:19
ich bete

für die architektur und auch die raumplanung, weils sie so schwer hat hautzutage.

Chocoholic
00
8.12.2011, 19:19
Na super: hätt ich auch gern 500 euro pro m2 für Altbau und dann richtwertzins.

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