Kein Exporterfolg

Frankreichs "Rafale"-Kampfjet vor dem Aus

7. Dezember 2011, 16:20

Paris - Dem vom französischen Hersteller Dassault gebauten Militärjet Rafale droht wegen ausbleibender Exportaufträge das Aus. "Wenn Dassault im Ausland keine Rafale verkauft, wird die Produktionslinie eingestellt", betonte Verteidigungsminister Gérard Longuet am Mittwoch im Rundfunksender France-Info. Für die zur Zeit bei den französischen Streitkräften im Einsatz stehenden Maschinen hätte das keine Auswirkungen. Eine Einstellung der Produktion käme zudem frühestens nach der für 2018 vorgesehenen Auslieferung der letzten Maschinen an das französische Militär infrage.

Mitte Oktober hatte Longuet noch behauptet, der erste Exportauftrag stehe in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor dem Abschluss. Sie wollten ihre 60 Mirage 2000 durch 60 Rafale desselben Herstellers Dassault ersetzen. Bisher waren alle Exportaufträge für die Rafale geplatzt, zuletzt einer für die Schweiz. Der Jet, der auch über Libyen zum Einsatz kam, gilt mit einem Stückpreis von 142 Millionen Euro im Vergleich zu Konkurrenzmaschinen als teuer. Dassault macht sich noch Hoffnung auf einen Rafale-Auftrag aus Indien, wo der Jet bei einer Ausschreibung gegen den Eurofighter antritt.

Versuche, das Flugzeug an die Niederlande, Nach Südkorea, Singapur, Marokko oder Brasilien zu verkaufen, blieben ohne Erfolg. (red/APA)

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Posting 1 bis 25 von 39
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Christian Benesch
00
9.12.2011, 18:27
Falschmeldung

Dies ist nicht was Longuet gesagt hat.

http://www.dailymotion.com/video/xmt... afale_news

Vielmehr hat er gesagt, daß die französischen Order von ca. 300 Fliegern fertig produziert werden, wie geplant, und auch die Wartung gesichert ist. Natürlich muß man die Produktion dann schließen. Es ist aber keineswegs so, daß die Rafale als solches in Gefahr ist.

Christian Benesch
PS:

Dazu auch die Korrektur der Aviation Week:
http://www.aviationweek.com/aw/blogs/... Script&plc

uni versalis
00
8.12.2011, 22:56
in brasilien

wird die entscheidung zwischen rafale, gripen und wahrscheinlich f-18 fallen. die anderen sind bei der technischen evaluierung schon durchgeflogen.

in den vae wurden ebenfalls die amerikaner und der ef eingeladen, ein offert zu legen. die exklusivverhandlungen mit den franzosen sind vor einem monat wegen des preises ins stocken geraten.

weiters ist die rafale in indien gegen den ef im finale für 126 flieger. entscheidung noch im dezember.

Resi Tupfer
30
8.12.2011, 10:08
Fehlkonstruktion!

Unfliegbar.
Nichtmal ein Höhenleitwerk dran!

Resi

Mein Grossvater hiess Israel Blank
11
8.12.2011, 09:50
Ich muss weinen.

Die Franzosen verhungern.

Snieftaps
11
7.12.2011, 22:54
142 Millionen Euro

hahaha dafuer kriegt man eine F-35B, oder 1.5 Eurofighter, oder 6 SU-30MKI.

Aber die Grande Nation war sich fuer das EF-Konsortium in den 90ern ja zu gut.

uni versalis
00
8.12.2011, 18:36
na ja.. man sollt halt wissen wovon man redet, aber das ist bei dir schon einmal nicht der fall.. im regelfall -und das hat man bei den meisten ausschreibungen gesehen - ist der ef teurer und das bei derzeit klar geringerer performance.

der schweizer fall war eine ausnahme. die rafale hat praktisch in sämtlichen technischen evaluierungen besser abgeschnitten als der ef: brasilien, nl, südkorea, singapour und nun auch die ch und hier sogar ganz klar.
übrigens ist die fortsetzung des ef-programms nach 2017 auch nicht gesichert. könnte also sein, dass der ef nie dorthin kommt, woe die rafale heute ist. bisher ist der ef ein riesen flop in wirtschaftlicher wie in technischer hinsicht.

jsf hat viele probleme, ist teurer, fortbestand des programms ist auch nicht gesichert und wie gut er ist weiss auch keiner.

auch über den rest (alleingang frankreichs), gründe für das bisherige scheitern etc. weisst du überhaupt nichts.

supermike
02
8.12.2011, 12:09
142 Millionen Euro

Oder 18 Stück von den kleinen Tschechen: http://de.wikipedia.org/wiki/Aero_L-159

Die sind zwar kleiner, langsamer, tragen weniger Waffengewicht etc aber die Kosten - und vor allem die Wartungskosten - sind ein Witz im Vergleich zu Rafale oder Eurofighter.
Wäre auch für Österreich die bessere Wahl gewesen - hätte uns viel Steuergeld gespart und nachdem der gleichwertige Saab bei uns noch immer zur Luftraumsicherheit benutzt wird (werden muss), dürften wohl auch alle Aufgaben der Luftraumsicherheit "ausreichend" erfüllt werden (wie z.B. Zeppeline von Stundenten abfangen usw...).

Wladimir Burdajewicz
 
00
8.12.2011, 21:42
Also einen Jäger oder Mehrzweckflieger ........

mit einem AERO 159 L zu vergleichen ist schon ein starkes Stück. AERO 159 L können Sie höchstens mit einem LIFT Flieger (T-50 Golden Eagle, Hawk, M346 Alenia Aermacchi) vergleichen. Vielleicht für österreichische Zwecke wäre ausreichend (auch mit der Bewaffnung) geeignet. Nicht aber für eine massive Verteidigung oder Angriff. Im übrigen AERO 159 L hat auf eine Teilnahme der Ausschreibung für 16 LIFT Flieger in Polen verzichtet. Der Grund: erfüllt nicht die technische Voraussetzungen der Militärs.

supermike
00
9.12.2011, 10:39
Nicht aber für eine massive Verteidigung oder Angriff.

Es liegt nicht in der Natur des Österreichers anzugreifen oder sich zu verteidigen. Das haben wir schon vor 70 Jahren bewiesen und heute wäre unser Land schon längst in fremden Händen weil sich unsere Volksvertreter nicht entscheiden könnten ob man Kämpfen oder Aufgeben sollte.

Hätte Österreich die 47 Stück AERO L-159 von den Tschechen gekauft wären wir jedoch bestimmt verteidigungsfähiger als mit 15 Eurofightern, von denen nicht mal alle einsatzbereit sind weil die Ersatzteil und Wartungskosten zu hoch sind.
Und unseren gefährdeten Luftraum hätte man auch ausreichend sichern können - ging ja früher mit dem Saab auch. Wobei ein fremder Fighter wohl schon über Österreich geflogen wäre bis unsere in Zeltweg den Startbefehl bekommen.

Wladimir Burdajewicz
 
00
9.12.2011, 16:38
Sie haben mich falsch verstanden, aber.....

ich habe mich nur auf die Machbarkeit des Fliegers AERO 159L bezogen. Saudis wollen einen rassigen Flieger keine LIFT Maschine haben. Die Gefahren eines Krieges auf der arabischen Halbinsel ist viel größer, als in Mitteleuropa. "Es liegt nicht in der Natur des Österreichers anzugreifen oder sich zu verteidigen. Das haben wir schon vor 70 Jahren bewiesen...." das klingt wie eine Ironie drum lasse das zu erst in Raum stehen und sage nur kein Kommentar.....

Intelligenzplebejer
63
7.12.2011, 23:58
Frankreich und sein Militär

Frankreich möchte grundsätzlich strategische militärische Fähigkeiten unter nationaler Kontrolle behalten und militärische Geheimnisse auch nicht unbedingt mit EU-Partnern teilen. Deshalb und weil der Eurofighter nicht flugzeugträgerkompatibel ist hat sich Frankreich nicht am Eurofighter-Konsortium beteiligt und selbstständig die Rafale entwickelt.

Nicht jedes Land leidet unter dem Wahn, stets eingebunden zu sein und multilateral kooperiern zu müssen. Frankreich beweist, dass auch im 21. Jahrhundert die angeblich so kleinen europäischen Nationalstaaten bei gezieltem Ressourceneinsatz sogar auf sich allein gestellt als veritable Großmächte gelten können und nicht nach Selbstauslöschung in einem EU-Bundesstaat streben müssen.

Titus Petronius
00
8.12.2011, 13:48

Die Grösse Frankreichs wird in deutschsprachigen Gebieten immer schwer unterschätzt, weil man den Fehler macht, die Grösse auf die europäische Festlandgrösse zu reduzieren.

Im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum wo dieses Grössenmass dem tatsächlichen entspricht, hat Frankreich als einziges westeuropäisches Land wirklich globalen Einfluss.

Nicht nur in den ehemaligen Kolonien in Nordafrika, sondern vor allem im Pazifik, in der Karibik, in Guyana, französisch Polynesien, in Kanada etc.

Das ist ein riesiges Gebiet und ein gewaltiger Einfluss, der bei uns immer als geradezu nicht-existent wahrgenommen wird.

Wenn man Frankreich auf das europäische Festland-Frankreich reduziert ist das ein gewaltiger gedanklicher Fehler.

sanginius
01
8.12.2011, 11:12

schade dass Sarko Frankreich wieder so fest an die Nato gebunden hat.

Frankreich ist der einzige Staat der (bisher) selbstständig über seine A Waffen gewacht hat und auch die einzigen A Waffen auf dem Kontinent.

Ein gesunder Gegenpol zu der anglo/amerika. Nuklearen Vormachtstellung des "Westens".

PS: Deutschland braucht die Bombe

alla riscossa
00
8.12.2011, 10:18
du solltest

deine postings deinem nick anpassen!

dakakadu
03
8.12.2011, 06:13

"Frankreich möchte grundsätzlich strategische militärische Fähigkeiten unter nationaler Kontrolle behalten und militärische Geheimnisse auch nicht unbedingt mit EU-Partnern teilen."

deswegen kann man das ding frei am weltmarkt erstehen?

Redwraithvienna
02
8.12.2011, 00:38
Klar geht das ....

kostet aber halt auch mehr.
Insofern macht es durchaus sinn das man sich zusammenschliesst und gemeinsam diese extrem teuren geräte entwickelt wenn man sie schon haben will.

Salpeter
01
7.12.2011, 21:11

das neue befreite und Demokratisiete Libyen bietet sich als Käufer an, schließlich hat Frankreich um den Markt hart gekämpft.
Gadaffi wurde die Rafale auch angeboten, er hat wohl abgelehnt.

btw. ist Rafale für mich das schönste und volkommste Mehrzweckkampfflugzeug der aktuellen Generation

Hackbrett Schorsch
00
7.12.2011, 20:11

Müssen's bei den Deutschen halt noch mehr Industriespionage betreiben...

konichiwa
 
00
7.12.2011, 17:15

Das ÖBH könnte doch sicher noch ein paar Flieger brauchen.

Titus Petronius
84
7.12.2011, 17:06
Ist nicht wirklich verwunderlich

die hohen Stückkosten ergeben sich aus den hohen französischen Personalkosten bei der Fertigung.

Sozialistische Gesetzgebung trifft reale Konkurrenz. Und wenn man es dann noch schafft teurer zu sein als der Teurofighter, braucht man sich nicht mehr wirklich wundern.

Ganz speziell im arabischen Raum, die brauchen grosse Stückzahlen zu kleinen Preisen, bei Einsatzzeiten von 25 Jahren und mehr haben diese Vögel die fast sichere Gewissheit zum Einsatz zu kommen.

Da haben Saab und andere die Nase preislich vorne, wenn es die Amerikaner politisch zulassen.

Christian Benesch
00
9.12.2011, 20:25
Euro

Die hohen Stückkosten im Vergleich etwa zu den Amerikanern ergeben sich auch aus dem hohen Eurokurs.

uni versalis
00
8.12.2011, 18:41
die kosten ergeben sich aus

den geringen stückzahlen bzw. aus den hohen entwicklungskosten und ganzen reihe spitzentechnologie.
man darf nicht übersehen, dass die rafale schon bedeutend weiter entwickelt ist als das zb beim typhoon der fall ist (dessen kosten selbst schon um 75% höher sind und dessen entwicklungskosten höher waren, weil ursprünglich wenig weitergegangen ist).

mehrzweckfähig ist der ef nicht vor 2018

Johnny Chicago
00
8.12.2011, 05:00

mist, jetzt hab ich den troll-stuss irrtümlich brillant bewertet :-\

Cucumuch
01
7.12.2011, 21:54
und sie halten Schweden für ein Billiglohnland?

Waren sie schon mal in Schweden oder benutzen sie nur Wikipedia?

mfg

Werner Lischka
02
7.12.2011, 21:50
die hohen stückkosten alleine den ...

... französischen arbeitern anzuhängen ist etwas blauäugig. die stundensätze sind in schweden nicht viel niedriger.
die hauptursache liegt in der trägertauglichkeit der rafale und in der kleinen serie (beim typhoon konnten die entwicklungskosten auf viel mehr maschinen umgelegt werden).

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