Kinderspielzeug im Schwermetall-Test

  • Der AK-Spielzeug-Test fiel erfreulich aus.
    foto: standard/matthias cremer

    Der AK-Spielzeug-Test fiel erfreulich aus.

Nur zwei von 65 untersuchten Produkten wiesen erhöhte Werte auf

Wien  - Die Arbeiterkammer (AK) untersuchte Kinderspielzeug auf den Gehalt von Schwermetallen, die in Farben und Kunststoffen vorkommen. Die Arbeiterkammer wollte daher überprüfen, wie gesundheitsschädigend Spielsachen sind. Das Ergebnis: Nur zwei von 65 getesteten Spielsachen weisen erhöhte Blei- und Chromwerte auf.

Kadmium, Blei und Chrom

Die 65 Spielsachen wurden auf die Inhaltsstoffe Kadmium, Blei und Chrom getestet, mit einem erfreulichen Ergebnis. "Nur zwei von 65 getesteten Produkten weisen einen erhöhten Blei- sowie Chromwert auf. Beide Werte liegen unter der derzeit geltenden Norm, sind also in Bezug auf Schwermetalle unproblematisch", so AKNÖ-Konsumentenexperte Manfred Neubauer in einer Aussendung.

Eine zu hohe Menge Kadmium schädigt die Nieren, Blei kann schon bei einer geringeren Menge die Intelligenz mindern und ein hoher Chromgehalt kann zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen oder Erkrankungen der Atemwege führen.

Auf Material und Prüfsiegel achten

Wer bei Spielsachen auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Produkte kaufen, die mit dem CE-Prüfsiegel oder mit einem unabhängigen Prüfsiegel wie dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit gekennzeichnet sind. Bei Spielsachen aus Kunststoff sollte besser zu hartem statt weichem Kunststoff gegriffen werden. Weicher Kunststoff könnte gesundheitsschädigenden Weichmacher enthalten. Wer Holzspielzeug bevorzugt, sollte zu unlackiertem Vollholz greifen. Die Schadstoffe befinden sich nämlich oft im Lack. Neubauer rät: "Achten Sie beim Spielzeugkauf auf Warnhinweise und Altersempfehlungen. Prüfen Sie außerdem die Spielsachen mit allen Sinnen. Riecht ein Spielzeug unangenehm, löst sich beim Reiben die Farbe oder fallen einzelne Teile ab, greift man besser zu einem hochwertigeren Produkt." (red)

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